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[BUCHREZENSION] Earth Girl

Titel: Earth
Girl
OT: Earth
Girl
Autor/in: Janet
Edwards
Genre: YA
Fantasy, Sci-Fi
Buchreihe: Earth Girl #1

 
Janet Edwards lebt mit
ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Birmingham. Sie hat in Oxford
Mathematik studiert und ist ein großer Science-Fiction-Fan.

Deutsch
Taschenbuch/ 9,99€
Seiten: 448
Verlag: rororo

Englisch
Taschenbuch/ 9,30€
Seiten: 400
Verlag: Harpercollins UK
Ein tolles Debüt, mit einer für mich
etwas unsympathischen Protagonistin!
Kurzbeschreibung
Sie kommt von der
Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra
ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde
Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten
verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu
den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal
sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte
– der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die
Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um
ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität ver­leugnen. Sie
ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht
und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so
erstrebenswert ist, normal zu sein…
Buchgestaltung

Mir gefällt das englische Cover eindeutig besser. Das deutsche
finde ich auch nicht schlecht, aber es ist eben zum eine millionensten Mal ein
Mächengesicht, das nicht sonderlich gut zu meiner Vorstellung des
Hauptcharakters passt. Das englische Cover passt irgendwie viel besser zu der
ganzen Welt in der die Geschichte spielt und sieht mehr nach Spannung Abenteuer
aus, als das einfallslose Deutsche. Earth Girl ist ein wunderbarer Titel und
ich bin froh, dass dieser nicht übersetzt wurde!
Meinung
Earth Girl hat mich nicht von den
Socken gehauen und ist meiner Ansicht nach auch kein Must-Read, aber es ist ein
wirklich fantastisches Debüt mit einem so tollem Weltenentwurf und so vielen
guten Ideen, dass ich positiv überrascht wurde. Eine Welt, die soweit in der
Zukunft spielt habe ich noch in keinem Roman vorgefunden und die Art und Weise,
wie diese aussieht, aufgebaut ist und von der Autorin beschrieben wird gefiel
mir sehr gut! Die erdachte Vision einer Zukunft fand ich sogar gut vorstellbar.
Die Idee, dass die Menschen durch Portale andere Welten betreten und dort sogar
leben ist doch realistisch gewesen. Schließlich beschäftigen sich auch heute
schon Wissenschaftler mit solchen Theorien.
Der Anfang des Buches war mir
persönlich etwas zu zäh. Es folgen viele Erklärungen und obwohl die eigentliche
Handlung doch schnell in Schwung kommt, so werden dieser oftmals Dämpfer durch
das ständige Info-Dumping versetzt. Für meinen Geschmack waren die Erklärungen,
die durchaus gut formuliert und logisch durchdacht waren, etwas zu viel des
Guten. Dieses kleine Problem hatte ich übrigens auch mit dem Rest des Buches.
Die Handlung war mir an vielen Stellen zu lang gestreckt und man hätte doch
einiges kürzen können, wie z.B. Unterrichtsszenen.
Wir ihr im Verlauf der Rezension
feststelle werdet, fällt es mir ziemlich schwer das Buch zu werten. Ich bin der
Meinung dass es ein toller Roman ist, der eben nur nicht ganz MEINEN Geschmack
getroffen hat, weshalb ich nicht alles allzu negativ darstellen möchte.
Die Autorin schafft es gekonnt die
Protagonistin in ein Netz aus Lügen und Spannung zu verstricken und es gab
viele Stellen, an denen Jarra ziemlich in Bedrängnis geraten ist. Was ich auch
toll fand, war, dass es hier viel um Vorurteile und Klischee ging und das
Blicken hinter die Fassade von etwas, von dem man glaubte, es bereits zu
kennen. So legt Jarra ihre Einstellung gegenüber ihren Mitschülern im Verlauf
des Romans ab und sieht ein, dass sie viele von ihnen falsch eingeschätzt hat. Das
Buch hatte sowieso eine tolle Botschaft, die viele Werte vermittelt hat, wie
ich finde.
Leider sind die Charaktere nicht
besonders gut gezeichnet. Besonders die vielen Nebencharaktere konnten mich
nicht überzeugen. Ihnen fehlten Tiefgang und auch irgendetwas, dass sie
interessant erscheinen ließ. Jarra mochte ich wirklich, aber leider wurde sie
mir ab Mitte des Buches ebenfalls sehr unsympathisch. Im Verlauf der Handlung
entwickelt sie sich zu jemand, der ein wahrer „Alles-Könner“ ist und für jedes
Problem einen Weg findet, schlauer ist als alle anderen und immer hervorsticht
durch ihre Bemerkungen oder Entdeckungen. Das fand ich etwas schade, weil Jarra
ein starker und kluger Charakter war, aber für war es auch hier wieder etwas zu
viel des Guten. Was mir dafür aber gefallen hat, war die Beziehung, die nur
eine klitzekleine Romanze ist und daher nicht von der Haupthandlung ablenkt.
Zum Ende hin wird einiges sehr vorhersehbar
und obwohl ich mich nicht wirklich daran gestört habe, so hat das dem Buch wieder
viel an Spannung genommen.
Earth Girl war eben nicht „meins“,
bietet aber eine gelungene und gut durchdachte Geschichte, die ab und an etwas
langatmig wird, trotzdem aber durch den Weltenentwurf und die vielen
innovativen Ideen (vielleicht nicht jeden) überzeugen kann. Ich habe mich gut
unterhalten gefühlt und darauf kommt es schließlich an.
7/10
 Sind in Planung.

Für dieses Vorab-Leseexemplar! 🙂

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