[BUCHREZENSION] Türkisgrüner Winter

Titel:
OT: Türkisgrüner Winter
Autor/in: Carina Bartsch
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Nachfolger von
Kirschroter Sommer

Carina Bartsch wurde
1985 im fränkischen Erlangen geboren und lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe
ihrer Geburtsstadt. Sie brach die Realschule, dann die Wirtschaftsschule und
eine Lehre ab. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre
wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere
Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt, «Kirschroter
Sommer», mit dem sie zur erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz
wurde. Auch der Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» avancierte zum
E-Book-Bestseller.
Deutsch
Taschenbuch/ 9,99€
Seiten: 464
Verlag: rororo

Englisch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!



 
Gefiel mir besser als Band zwei, aber…
Kurzbeschreibung
Geschichten muss man
nicht nur lesen, man muss sie spüren. Gut aussehend, charmant und mit einer
Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den
türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch
was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach
dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys
anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca
sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch
gemacht? Sehnsüchtig erwartet: Emely und Elyas are back!
Buchgestaltung

Hier gilt dasselbe, wie für Band eins: das Cover sieht ganz gut
aus und so könnte ich mir die Charaktere wirklich vorstellen. Mal abgesehen
davon, dass Emely in ihrem Leben wahrscheinlich niemals so glücklich sein wird,
wie auf diesem Bild 😛
Meinung
Türkisgrüner Winter setzt die
Geschichte über Emely und Elyas genauso fort, wie sie begonnen hat. Die
Geschichte kommt im Gegensatz zum Vorgänger hier aber schneller in die Gänge,
was vielleicht daran liegt, dass das Buch ein wenig kürzer ist. Insgesamt hat
mir der Nachfolgeband jedenfalls deutlich besser gefallen, was vor allem daran
liegt, dass es hier mal mehr romantische Momente gibt und sich die Charaktere
auf eine schöne Art und Weise näher kommen – etwas, das mir in Band eins fast
komplett gefehlt hatte. Die Handlung setzt nahtlos an den Vorgänger an, was
auch gut so ist, da das Ende von Kirschroter Sommer mir fast abgehackt vorkam.
Ob man in Türkisgrüner Winter nun unbedingt mehr erfährt, ist allerdings
fraglich. Es gab so viele Informationen, die man sich als Leser bereits im
Vorgänger zusammen gereimt hatte, die hier aber nun Emelys Welt zutiefst
erschüttern und die Grundlage für die Handlung bieten.
Auch hier fiel mit der Einstieg ins
Buch nicht besonders leicht. Zu Beginn findet sich Emely auf einer
Halloweenparty wieder, die alles andere als spaßig ist. Mir ging ihr Charakter,
was ihr Verhalten in diesen Kapiteln betraf ziemlich auf den Keks. Ihre
Gedanken drehen sich zwar sehr oft um Elyas, aber sie übernimmt wieder die
Rolle der passiven Seite, als würde sie darauf warten, dass etwas Gutes einfach
so passiert, was es natürlich nicht tut, denn so funktioniert das Leben nun einmal
nicht. Besonders Wortreich war die Liebe auch nicht. In den vielen Dialogen auf
den ersten hundert Seiten, hat sie eigentlich kaum etwas Hilfreiches von sich
gegeben, sondern eher allem zugestimmt oder ihre Gegenargumente eher gedacht,
Türkisgrüner Winter befasst sich
weniger mit einem richtigen „Plot“ als vielmehr mit dem Thema „warum diese zwei
zusammen sein müssen“ und das hat mir hier richtig gut gefallen. Die Autorin
hat ihrer Geschichte viel mehr Tiefgang verliehen, in dem sie sehr viele Gründe
nennt, warum die beiden einander mögen. Zwar sind auch diese Ausführungen für
meinen Geschmack oft etwas zu langatmig gewesen, aber man hat beim Lesen
richtig gespürt, wie viel es der Autorin bedeutet den Charakteren wirklich sehr
viele Facetten zuzuschreiben. Ich habe in diesem Band auch Seiten an Emely
entdeckt, die mir richtig sympathisch waren. Das Auf und Ab der Beziehung der
beiden wird dieses Mal nämlich „beidseitig“ dargestellt, was so viel bedeutet
wie: beide Charaktere spielen eine gleich große Rolle. In Kirschroter Sommer
lag der Fokus noch mehr auf Emely.
Das Drama lässt auch nicht lange auf
sich warten, als sich herausstellt, wer hinter Emelys Email-Bekanntschaft
steckt und dies war wieder so eine Auflösung, die mich nicht wirklich vom
Hocker gehauen hat. Genau wie bei der gemeinsamen Vergangenheit hatte ich
einfach etwas sehr viel größeres erwartet, weil so viel Wind um diese ganze
Sache gemacht wurde. Ich konnte natürlich verstehen, warum Emely verletzt war,
aber im Großen und Ganzen war ihr Verhalten ab diesem Zeitpunkt wieder etwas
unreif. Das hin und her, was daraufhin wieder zwischen den beiden folgt, war
mir einfach zu viel. Bereits in Kirschroter Sommer fand ich das Katz und Maus
Spiel der beiden Protagonisten alles andere als charmant. Hier kam mir das
ganze so vor, als wären die beiden, was ihr Leben betrifft auf Endlosschleifen eingestellt.
Sie mögen sich, sie mögen sich nicht…irgendwie wurde das ganz schnell
langweilig, zumal hier nicht einmal mehr viel drum herum passiert.
Was ich allerdings sehr mochte waren
die Kapitel zum Ende hin. Hier kam der romantische Teil der Geschichte wieder einmal
sehr unterhaltsam durch und konnte bei mir punkten. Die Szenen, in denen beide
sich näher kamen und sich dabei mal einig waren, waren wirklich sehr süß und
Atmosphärisch beschrieben. Allerdings ging es mir am Ende doch etwas zu
schnell. Der Abschluss ist zwar dieses mal wirklich das, nämlich abgeschlossen,
aber ich finde, dass dieser sehr rasch kam.

Ein zweiter Teil mit deutlich mehr
Tiefgang und Sympathiepunkten für die Charaktere. Es gibt mehr Romantik, dafür
weniger Handlung. Für Fans von Band eins, wird auch hier wieder alles stimmig
sein. Ob die Reihe für Contemporary Fans jetzt aber ein Must-Read ist, darüber
kann man sich echt streiten.
6/10

Für dieses Rezensionsexemplar! 🙂 

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