[BUCHREZENSION] Mein Sommer nebenan

Titel:
Mein
Sommer nebenan
OT:
Life
next Door
Autor/in:
Huntley
Fitzpatrick
Genre:
YA,
Contemporary
Buchreihe:
Nein!

Huntley
Fitzpatrick wuchs in einem kleinen Küstenort in Connecticut auf, der
die Vorlage für den Ort Stony Bay in Mein Sommer nebenan lieferte.
Schon als Kind wollte sie Schriftstellerin werden. Nach dem
Universitätsabschluss arbeitete Huntley Fitzpatrick in verschiedenen
Berufen, unter anderem in einem akademischen Fachverlag und als
Lektorin bei Harlequin. Heute lebt die sechsfache Mutter in
Massachusetts und widmet ihre gesamte Zeit dem Schreiben.

Deutsch
Gebunden/
16,99€
Seiten:
512
Verlag:
cbj
Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,60€
Seiten: 304
Verlag: Dial





Eine
Sommerromanze, die einem das Herz bis zum Rand mit Freude füllt!
Kurzbeschreibung
Ein
warmherziger, sonnendurchfluteter Roman über die erste große
Liebe.
Samantha
Reed liebt die Garretts heiß und innig – doch nur aus der Ferne.
Die 10-köpfige Nachbarsfamilie ist tabu, denn die Garretts sind
alles, was Samanthas Mutter verabscheut: chaotisch, bunt und
lebensfroh. Aber eines schönen Sommerabends erklimmt der 17-jährige
Jase Garrett Samanthas Dachvorsprung und stellt ihr Leben auf den
Kopf. Sie verliebt sich mit Haut und Haaren und wird von den Garretts
mit offenen Armen aufgenommen. Eine Zeitlang gelingt es Samantha, ihr
neues Leben vor der Mutter geheim zu halten. Doch als ein Autounfall
die Garretts aus der Bahn wirft , muss Samantha eine schwere
Entscheidung treffen…
Buchgestaltung
Mir gefallen beide
Cover gleich gut, genauso wie beide Titel. Mein Sommer nebean oder
auch My Life next Door drücken genau Samanthas Erlebnisse bei den
Garretts aus. Die Motive der Cover stellen zwar keine Szene aus dem
Buch dar, die exakt so vorkommt, aber trotzdem finde ich die
Stimmung, die sie hervorrufen genial!
Meinung
Ich lese wirklich
gerne Contemporary Bücher, nur habe ich oft das Gefühl zu hohe
Erwartungen an solche Bücher zu haben, die deshalb schnell
enttäuscht werden. Mir sind die Romane zu oberflächlich, zu
schnelllebig, die Charaktere nicht sympathisch genug oder die Dialoge
nicht witzig. Bisher hat es kaum ein Contemporary Buch wirklich
geschafft mich von der ersten, bis zu letzten Seite zu packen. Mit
„Mein Sommer nebenan“ habe ich aber das große Lose gezogen, denn
einmal versunken in der Geschichte rund um Samantha und die Familie
Garrett, konnte ich nicht mehr aufhören: zu lachen, zu weinen und
mitzufühlen, bis auch in meinem Herzen eine Sommersonne am Horizont
stand.
Zwei Welten, die
aufeinander treffen, beschreibt es am allerbesten. Während Sams
Mutter eine ordentliche, kleinkarierte Frau mit einem Putzfimmel ist
und bei ihr alles perfekt aussehen und auch sein soll, sind die
Garetts das genaue Gegenteil: chaotisch ohne Ende! Ich mochte Sams
Charakter von Anfang an sehr gerne, auch, wenn sie in den ersten
Kapiteln noch etwas zurückhaltender und schüchterner ist. Die
Autorin hat es ganz wunderbar geschafft, darzustellen, wie sehr man
sich nach etwas sehnt, das man glaubt nie haben zu können. Sams
Mutter kümmert sich nicht wirklich um sie und ihre große Schwester
glänzt durch Abwesenheit, weil diese ihr eigenes Leben führt. Eins
Abends ändert sich das aber, nachdem Jase Garrett einfach über den
Zaun klettert und sich zu Sam aufs Dach setzt. Kurz darauf werden
beide Freunde und Sam nimmt an dem Leben teil, das sie vorher nur
beobachtet hat.
Die Familie Garrett
ist ein Haufen unterschiedlicher und vielschichtiger Charaktere, bei
denen selbst die noch so kleinsten irgendwie Eindruck schinden. Die
Darstellung der Garretts war einfach so unglaublich sympathisch, das
ich sie alle vom Fleck weg in mein Herz geschlossen habe. Authentisch
ist auch so ein Wort, das mir bei diesem Buch oft in den Sinn
gekommen ist. In dieser Großfamilie geht es drunter und drüber. Es
wird geschrienen und gestritten und geweint und gelacht und die
Achterbahn der Gefühle nahm einfach nie ein Ende. Das war pure gute
Laune, die mir da beim Lesen direkt ins Blut übergegangen ist! 😛
Was ich besonders toll fand, war auch, das es hier einfach unendlich
viele kleine Konflikte des Alltagslebens gab. Familie und Liebe und
Freundschaft fand an jeder Ecke Platz, hat für Probleme und
besonders rührselige oder humorvolle Szenen gesorgt. Manchmal fühlte
ich mich an den Film „Im Dutzend billiger“ erinnert, denn die
Autorin schreibt in ihrem Romane über eine Parade an Ereignissen,
die den Zusammenhalt der Familie stärken.
Das Sam und Jase
sich ineinander verlieben ist dank des Klappentextes ja auch kein
Geheimnis mehr, dennoch fand ich diese Prozedur sehr unterhaltsam!
Jase ist einfach Zucker, das muss mal gesagt sein! 😉 Er ist ein
Mensch mit dem Herzen am rechten Fleck, dazu noch liebenswert und
zielstrebig und sehr loyal. Kein Wunder, das Sam ihm nicht lange
widerstehen konnte. Zusammen waren die beiden einfach nur süß! Ein
richtiges Bilderbuchpärchen, das herrlich gut zusammen passt und
sich gegenseitig ergänzt. Ich hatte auch nicht erwartet, dass beide
so schnell zusammen kommen, aber ich glaube, das war es sogar, was
das Buch noch besser gemacht hat. In vielen Büchern gibt es gar
nicht die vielen Einblicke in solch eine Beziehung und da die beiden
so ziemlich alles zum ersten Mal zusammen erleben, war das oft
peinlich und seltsam und so, so, so entertainend! 🙂
Was ich ebenfalls
sehr an dem Buch geliebt habe war, das die Autorin sich hier
gaaaaaanz viel Mühe gemacht hat, auch das ganze Drumherum mit in die
Geschichte einzubeziehen. Z.B. das Leben von Sams Mutter oder Sams
beste Freundin kamen nie zu kurz. Hier gab es zu jedem Charakter eine
Nebenhandlung, die den Roman im Gesamtbild abgerundet hat! Es gibt
Höhepunkte und Tiefpunkte im Buch, so wie das Leben nun einmal
spielt. Auf keinen der 500 Seiten ist mir jemals langweilig geworden,
weil ich einfach nie wusste, was denn nun als nächstes passiert.
Zum Ende hin,
häufen sich dann die kleinen Schocker und ich war wirklich
überrascht über viele der Entwicklungen hier. Ich mag auch einfach
furchtbar gerne Geschichten, die nicht in einem rosarotem Happy End
enden, auch, wenn mir hier das Ende Stellenweise zu offen war, was
einige Fragen betraf. Trotzdem war ich gefesselt bis zum Schluss und
auch zu Tränen gerührt, weil es manchmal eben nur eines Ereignisses
bedarf, um das Leben vieler Menschen zu verändern. Es gab auch
ziemlich viele moralische Aspekte, die sich mit der Loyalität zur
Familie, der Macht der Wahrheit, Lügen, Verlust und der Zukunft
beschäftigt haben und „Mein Sommer nebenan“ dadurch
tiefgründiger gemacht haben, als so manche Sommerlektüre es
wahrscheinlich ist.
Auch die
Entscheidungen die jeder Charakter zum Ende hin trifft, als die
Konflikte außer Kontrolle laufen, fand ich sehr gut inszeniert!
Unrealistisches Drama hatte dieses Buch einfach nicht nötig und ich
bin froh, das die Autorin uns jegliche Klischees einfach erspart hat!
Den einzigen
Minuspunkt, den das Buch von mir einheimst ist, das einige
Handlungsstränge, die noch großes Potenzial gehabt hätten, fallen
gelassen worden sind. Zusammenfassend hat mich das schon gestört, es
macht die Geschichte aber keinesfalls schlechter.
Ein
toller Roman über die erste große Liebe, Familie und Freundschaft,
der mal witzig, mal traurig ist, tausend Konflikte bietet, die
Langeweile nicht aufkommen lässt. Diese Geschichte wird euch Sonne
ins Herz und ein Lächeln ins Gesicht zaubern! 🙂

Für dieses Leseexemplar! 🙂

5 Kommentare

  1. Hallo Tanja,

    ist eigentlich das Wanderbuch wohlbehalten bei Jacqueline angekommen ? Seit ich es abgeschickt habe (und das ist schon ewig her) habe ich nichts mehr mitbekommen.

    LG, Sandrina

  2. Das schnappe ich mir auch als nächstes, ich freu mich schon sehr drauf 🙂
    Und ich musste gerade schmunzeln, denn das englische Cover kam mir so bekannt vor; kein Wunder, denn ich hatte mir die englische Ausgabe vor langer Zeit mal auf den Wunschzettel gesetzt, ohne mitzukriegen, dass ich es nun auf Deutsch hier habe. 🙂

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