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[BUCHREZENSION] Dark Destiny

Titel:

OT:
Dark
Destiny
Autor/in:
Jennifer
Benkau
Genre:
Ya,
Dystopie
Buchreihe:
Dark Canopy #2

Jennifer Benkau wurde 1980 in der weltschärfsten Stadt zwischen Düsseldorf und Köln geboren, wo sie mit einem Ehemann, drei Kindern und zwei Katzen lebt.
Sie schreibt Bücher, weil es ihr ein Bedürfnis ist, Geschichten zu erzählen, sie aber beim Reden stottert. Zum Schreiben braucht sie Wind, laute Musik, Schokolade, Kiwis und Kaffee; aus dieser Mixtur entstehen paranormale Liebesromane, die der Autorin als Ausgleich dienen, bezeichnet sie sich doch selbst als ebenso romantisch wie einen getragenen Turnschuh.

Deutsch
Gebunden/ 18,95€
Seiten: 464
Verlag:
Script5
Englisch
Deutsche
Originalausgabe
Gelunger Abschluss, einer lesenswerten Dilogie!
Kurzbeschreibung
Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance. Dark Destiny ist der letzte von zwei Bänden. Der Titel des ersten Bandes lautet Dark Canopy .
Buchgestaltung
Der Titel Dark
Destiny wurde von der Autorin sehr gut gewählt! Es passt genauso
perfekt wie der des ersten Bandes. Da die Aufmachung, bis auf
Spiegelung und Farbe, auch Band eins gleicht, hat der Verlag hier
nicht viel falsch gemacht.
Meinung
Was mir bei Dark
Canopy noch in kleinem Maße gefehlt hat, hat die Autorin hier wieder
ausgeglichen. Wie viele Leser, war ich nämlich kein Fan der ersten
Stunde, aber mit Dark Destiny und dem turbulenten Auf – und Ab in
der Geschichte, konnte die Autorin mich fesseln, mitreißen und zum
Ende sogar tief bewegen.
Fast nahtlos setzt
Band zwei dort an, wo uns der erste Teil etwas geschockt
zurückgelassen hat. Besonders gut dabei fand ich, das hier so viel
Wert auf Joys Innenleben gelegt wurde. Ihre Gefühle waren noch nie
so greifbar geschildert, wodurch man als Leser viel schneller in die
Geschichte gerät, als zuvor. Es war wirklich schlimm, welchen
Vorstellungen sich Joy hingeben muss und als sie dann noch die
Nachricht von Neéls Tod erhält, geht für sie eine Welt unter. Die
Zeit die darauf folgt, besteht nur noch aus Trauer und Joy hat
eigentlich keinen richtigen Grund mehr, der sie in ihrem Leben weiter
voran treibt, weshalb sie in ein tiefes Loch fällt. Normalerweise
bin ich nicht dafür, das Charaktere sich so gehen lassen, aber
Jennifer Benkau hat das Ganze so authentisch beschrieben, das ich gar
nicht anders konnte, als mit Joy mitzuleiden. Die Ungewissheit war
fürchterlich. Weil Joy aber tief in ihrem Inneren schon immer ein
loyaler und starker Charakter war, reißt sie sich irgendwann
zusammen, um sich auf die Suche nach Antworten zu machen.
Zu diesem Zeitpunkt
merkt man einfach, wie Stück für Stück Joys altes Ich zurückkehrt,
besonders bei der Aussicht auf eine Wiedervereinigung mit alten
Freunden. Ich fand die etwas ruhigere und gut erklärte Reise, die
Joy hier hinter sich bringen muss, um einiges besser, als den harten
Tonfall von Band eins. Endlich bekommt man viel mehr Einblicke in
alles, was in Joys Welt passiert und der Erzählstil ist nicht nur
auf eine kleine Gruppe beschränkt, sondern auf mehrere Perspektiven,
wodurch man viele interessanten Handlungsstränge zeitgleich folgen
kann. Das wurde besonders ab der Mitte des Buches auch richtig
wichtig, da man so die Motive er Nebencharaktere besser verstehen
konnte und einem als Leser auch Ereignisse gezeigt werden, die Joy
nicht direkt involvieren.
Jennifer Benkau hat
gezielt jeden offenen Konflikt mit in ihrem Roman eingebunden, der
zuvor entstanden war und ich fand es faszinierend, wie gut die
Autorin ihre Sache gemacht hat, weil die Erzählung immer logisch und
dabei noch so spannend bleibt. Ich habe auch wirklich selten ein Buch
gelesen, bei dem die Atmosphäre so fesselt, obwohl das Leben der
Charaktere mal nicht ununterbrochen in Gefahr schwebt! Das was viele
andere nämlich zu bemängeln hatten war, das im Vergleich zu Band
eins, hier weniger Action vorhanden ist, aber ich fand es gut, das
sich diese am Ende zu einem tollen Finale gebündelt hat und
währenddessen alles andere abgeschlossen wurde. Durch die etwas
langsamerer Erzählweise, wurden die Charaktere, die sich im Verlauf
der Dinge, die sie durchleben mussten, sich selber wieder treu,
hatten Zeit zurück zu ihren Wurzeln zu kehren und wieder sie selbst
zu sein, denn in Dark Canopy musste besonders Joy viele
Entscheidungen treffen, mit denen sie nicht zufrieden war. Sie war
mir hier auch sehr viel sympathischer, weil man mal eine andere Seite
an ihr kennenlernt, die sie durch ihren Überlebenskampf in Band eins
nicht so gut entfalten konnte, wie das hier der Fall war. Wie bereits
gesagt, legt die Autorin viele Schwerpunkte auf ihre Gefühle und so
konnte ich auch Handlungen und Aussagen, die Joy in Dark Canopy
getroffen hatte, nun viel besser verstehen.
Während Joy ein
einigermaßen normales Leben in „Freiheit“ führt, setzt sich der
Krieg zwischen Rebellen und Percents weiter fort und man bekommt
einiges an Organisatorischem von beiden Seiten mit. Dadurch spürt
man den kommenden Sturm, noch bevor Joy es tun kann, was mich sehr in
seinen Bann gezogen hat. Zudem besitzt die Autorin einen wunderbaren
Schreibstil, der an genau den richtigen Stellen poetisch ist und
dadurch mitreißt, wenn es mal wieder um Träume, Hoffnungen und
Ängste geht. Besonders die Wahl der Überschriften, der einzelnen
Kapitel, haben mir immer sehr gut gefallen, weil sie einen direkt in
die richtige Stimmung versetzt haben.
Bei dem Ende des
Buches gehen, wie inzwischen bekannt, die Meinungen sehr weit
auseinander. Entweder man liebt es oder man hasst es – so ein Fall
ist das Ganze geworden. Ich persönlich dachte zunächst auch, ich
würde mit dem Abschluss des Roman nicht klar kommen, aber einige
Tage nachdem Beenden, wurde mir klar, das es so wirklich am besten
gepasst hat. Jennifer Benkau vermittelt durch beide Bücher hindurch
viele Botschaften und ist sich letzten Endes treu geblieben, wovor
ich Respekt habe. Alles in allem, ist das Ende vielleicht etwas zu
offen, aber wofür haben wir Leser denn unsere Phantasie? Und sind es
nicht die wahrhaft realistischen Geschichten, die einem noch lange
Zeit nachdem Lesen im Gedächtnis bleiben?
Schließlich gibt
es auch im wahren Leben nicht immer ein Happy End!
Mein einziger
Kritikpunkt am Buch, liegt auf dem mittleren Teil der Geschichte. Für
meinen Geschmack war die Zusammenführung beider Protagonisten etwas
zu lang erzählt und besonders das Zusammenleben abseits der Stadt,
war ein wenig schleppend beschrieben, aber das ist einfach
Geschmackssache.
Super
Abschluss einer Dilogie, die nicht umsonst eine der besten im
deutschsprachigen Raum ist! Jennifer Benkau hat gezeigt, das
Beststeller nicht immer aus anderen Ländern stammen müssen und ihre
Reihe hat definitiv das Potenzial mit vergleichbaren Dystopien
mitzuhalten. Fesselnd und emotional bis zum Schluss – lesenswert
für so ziemlich alle! 😉

Für dieses Rezensionsexemplar! 🙂

3 Comments

    • his + her books

      mich hat eigentlich auch erst Jennifer Benkau bei der Lesung in Leipzig überzeugt. 🙂
      An diesem Punkt konnte sie ihre Charaktere ihren eigenen Weg gehen lassen, musste keinem die Richtung weisen. Sie ist sich sicher, dass sie allein klar kommen <3

  • his + her books

    Ich glaube mit dem Ende kommt niemand von Anfang an klar 🙁
    Aber es ist das beste, was Jennifer Benkau machen konnte. Nur so konnte sie die Authentizität ihrer Charaktere wahren und musste sie nicht unrealistisch verbiegen. 🙁

    lg
    Steffi

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