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[BUCHREZENSION] Enders

Titel:
Enders
OT:
Enders
Autor/in:
Lissa
Price
Genre:
YA,
Dystopie
Buchreihe:
Starters #2

Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

Deutsch
Gebunden/ 15,99€
Seiten: 352
Verlag:
IVI

Englisch
Gebunden/ 15,02€
Taschenbuch/ 11,10€
Seiten: 368
Verlag: Delacorte

Erscheint erst am 7. Januar 2014
Guter
Abschluss, jedoch mit einigen Längen…
Kurzbeschreibung
Mit ihrem Bestseller »Starters« zog Lissa Price rund um den Globus unzählige Leser in ihren Bann. Doch viele Rätsel um die dunkle Welt der 16-jährigen Callie blieben offen. Nun findet der futuristische Thriller seinen furiosen Abschluss. Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. 
Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.
Buchgestaltung
Das die Aufmachung
von Enders der von Starters bis auf Titel und Farbe gleicht, finde
ich persönlich OK. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, das
Verlage die Bücher ähnlich gestalten, damit der Reihenbezug nicht
verloren geht. Mir persönlich würde jetzt auch kein anderes Motiv,
das zum Roman passen würde einfallen, daher kann ich gut damit leben
😛 Die englische Aufmachung finde ich einfach nur mega gruselig xD Das Motiv wirkt total künstlich und gefällt mir kein bisschen. 
Meinung
Lange, laaaaange
mussten wir auf die Fortsetzung von Lissa Prices Debüt Roman warten
und das, obwohl wir das Buch sogar noch vor dem englischen
Erscheinungstermin in den Hände halten dürfen. Starters war ein
Buch mit kleinen Mängeln, das mich trotz all meiner Kritik damals,
sehr fesseln konnte, demnach hatte ich auch wirklich hohe Erwartungen
an Enders, besonders, da es sich hierbei um eine seltene Dilogie
handelt und zwei Bände bekanntlich nicht immer das gelbe vom Ei
sind. Ob ich mir nachdem Lesen einen weiteren Band wünsche, weiß
ich nicht genau.
Was ich wirklich,
wirklich mochte war, das es sehr wenige Wiederholungen im Buch gab.
Sicher, es wird Leser geben, die sich daran stören, da das Lesen von
Starters schon so lange zurückliegt, aber meiner Meinung nach hat
die Autorin genau an den richtigen Stellen, kurze Sätze mit
Erinnerungsstützen eingebaut. Ich persönlich finde es nämlich mega
ätzend, wenn der Anfang eines Buches sich nur mit dem beschäftigt,
was schon war und man schließlich bereits in Buchform im Regal
stehen hat.
Der Einstieg in
Enders geht relativ schnell. Besonders die ersten beiden Kapitel sind
sehr fesselnd geschrieben und es passieren gleich ein paar
explosionsartige Dinge, weshalb ich mich auf mehr Kapitel dieser
Sorte gefasst gemacht hatte. Was darauf folgte, war leider eine zähe
Lesezeit, denn nach den Ereignissen, die ein guter Auftakt waren,
wird die Geschichte sehr langsam bzw. schreitet zäh voran. Callie
lebt zusammen mit ihrem Bruder und besten Freund in Helenas Haus und
der Alltag schreitet voran und voran…was ich überhaupt nicht
verständlich fand, war das Callie hier mit Blake zusammen war, wo er
doch im Band zuvor, nicht der Junge war, für den sie ihn lange Zeit
gehalten hat. Bereits nach wenigen Treffen küssen sich die beiden
und auch, wenn Callie weiß, das nichts mehr so ist, wie zuvor, lässt
sie es einfach zu und führt den Jungen in die Irre, weshalb er mir
fast schon leid tat. Später wird der Kerl auch irgendwie…ehm,
vergessen? Das war etwas seltsam.
Allgemein bleibt
Callie lange Zeit sehr passiv, denkt mehr, als das sie handelt und
das hat mich regelrecht genervt. Es gab so viele Konflikte und
Probleme in Starters, die ihr als Protagonistin bewusst sind, aber
anstatt endlich weiter in ihrem Leben zu machen und sich damit
auseinander zu setzten, versteckt sie dich förmlich.
Dabei wird immer
wieder darauf herumgeritten, das Callie dank ihres Chips etwas
besonderes ist, aber es wird kaum ersichtlich warum dem so ist. Als
ein neuer Charakter namens Hyden auf der Bildfläche erscheint, sieht
Callie sich dann endlich mit den vielen angefangenen
Handlungssträngen konfrontiert. Es kommt wieder Bewegung in die
Sache, was Hyden zu verdanken ist, denn dieser hat es sich zur
Aufgabe gemacht, alle Starters, die Metallos sind, aufzuspüren und
ihnen zu helfen. Die Freundschaft zwischen beiden Charakteren
entsteht schnell und später wird auch gut erklärt, warum dem so
ist, auch, wenn es mir persönlich mal wieder zu schnell mit allem
ging. Aufgrund eines Gefühls jemanden blind zu vertrauen, spricht
nicht gerade für viel Verstand und schließlich hat Callie ja
bewiesen, das sie klug handeln kann. Der mittlere Teil des Romans
beschäftigt sich also mit der Suche nach den Metallos und nebenbei
erfährt man einiges über die Motive der Gegenspieler. Bei diesen wa
mir übrigens nicht immer klar, ob sie überhaupt noch welche sind.
Allgemein hat Lissa
Price versucht sich viel auf Info-Dumping bezüglich der
Starters/Enders und dem Weltenentwurf zu stützen, aber im Vergleich
zu Band eins, hat das hier nicht so gut funktioniert. Die Dialoge
waren nicht immer schlüssig und die fehlende Logik bezüglich der
genetischen Krankheiten und Technologie, wurde hier leider
fortgeführt. Dafür gab es aber einige interessante Entwicklungen,
die man vielleicht schon erahnt hat, sie aber ausgesprochen zu lesen,
kam trotzdem spannend rüber. Besonders eine Sache am Ende des
Romans, hat mich dann doch überrascht, obwohl sie einem eigentlich
die ganze Zeit vor der Nase saß 😛
Nichtsdestotrotz
mochte ich Callie noch immer. Ihre Sorge um ihren Bruder und
besonders emotionale Momente, wenn sie zurück an ihre Familie denkt,
mochte ich sehr. Auch, das sie am Ende ihrer Angst sozusagen ins
Gesicht blicken muss, lässt ihren Charaktere noch einmal eine schöne
Entwicklung durchmachen. Die Gefahr geht eben nicht mehr nur von den
Enders oder der Body Bank aus, sondern auch von Menschen, von denen
sie dachte, sie können ihnen vertrauen. Das Ende des Buches war auch
zufriedenstellend. Mir für meinen Teil fehlte aber im
Gesamtgeschehen einfach die Action und Spannung, die es in Startes
durch die rasante Erzählung, noch zur Genüge gab.
Ein
zufriedenstellender Abschluss, der aber eher durchwachsen ist. Es gab
genauso viele Stärken, wie Schwächen im Roman und besonders die
langsame Erzählweise, hat dazu geführt, das die Handlung nicht so
fesselnd war, wie sie es hätte sein können. Potenzial wurde nicht
direkt verschenkt, wo Lissa Price doch noch viele Konflikte
behandelt, aber im Großen und Ganzen, fehlte es dem Buch an dem
gewissen Extra, das Startes noch hatte. Dennoch eine lesenswerte
Buchreihe, mit vielen interessanten Ansätzen, die mich gut
unterhalten hat!
Für dieses Rezensionsexemplar! 🙂

4 Comments

  • Sandrina S

    Ich fand das englische Cover von Starters genial, das zu Enders mag ich aber auch nicht so. Deine Rezension spiegelt genau meine Meinung wider. Der Anfang war echt gut und dann dauert es einfach ewig bis die Geschichte wieder in Fahrt kommt und das Ende war auch eher schwächlich als herausragend.

    LG, Sandrina

  • Tina

    Ich saß auch gerade an der Rezi zu "Enders" und bin nun mal stöbern gegangen. Gutes Timing ;P

    Mir ging es ähnlich, ich war nicht sonderlich begeistert von der Fortsetzung. Mit dem Infodumping kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich suche nach der Weltgestaltung noch immer mit der Lupe im Buch und finde leider nicht allzu viel. Viele Sachen, die beschrieben wurden, waren Sachen, die man aus dem ersten Teil auch schon wusste. Wie das mit den Impfungen ablief z.B. So wirklich Neues ist mir nicht aufgefallen.

    Mit Callie und dem Chip stimm ich dir völlig zu. Die ganze Zeit heißt es, sie wäre ja so wertvoll. Warum, weshalb, wieso? An ihrer bahnbrechenden Intelligenz kann es nicht liegen ;P

    Mit dem fehlenden Extra hatte ich einfach das Gefühl, dass mit der fehlenden Bodybank auch irgendwie der Witz weg ist. Ich mein, neue Menschen bekommen nun keinen Chip mehr, da geht es nur noch um die, die bereits einen haben. Die riesen Bedrohung fand ich, war der Old Man dann auch nicht.

    Hmmm, für die Wartezeit…

  • his + her books

    Endlich jemand, der Callie auch mochte – Danke! 😛
    Ich hatte es beinahe in einem Rutsch gelesen und ein Gefühl von Längen konnte ich gar nicht entwickeln. Spätestens ab den Wendungen war ich wie berauscht und es hat einfach nur Spaß gemacht. 🙂

    Lg
    Steffi

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