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[BUCHREZENSION] Insel der Nyx – Die Prophezeiung der Götter

Titel:
OT:
Die Prophezeiung der Götter
Autor/in:
Daniela Ohms
Genre:
Kinderbuch, Fantasy, Mythologie
Buchreihe:
Die Insel der Nyx #1
Daniela
Ohms wurde 1978 unter dem Geburtsnamen Daniela Oele in NRW geboren.
Nach ihrem Abitur studierte sie Verschiedenes, darunter
Literaturwissenschaften, Psychologie und Geschichte. Ihr Studium
blieb jedoch unvollendet, da sie sich zunehmend auf das Schreiben
konzentrierte. Kurzgeschichten von ihr sind in Literaturzeitschriften
veröffentlicht. Seit ihrer Hochzeit 2008 trägt sie den
Familiennamen Ohms. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie zwei Töchter
und lebt in Berlin.
Deutsch
Gebunden/
14,95€
Seiten:
368
Verlag:
Planet Girl

Englisch
Deutsche
Originalausgabe
Ein
richtig tolles Kinderbuch, mit griechischer Mythologie &
Gruselfaktor!
Kurzbeschreibung
Eleni
ahnt nicht, dass sie das Blut zweier verfeindeter Götter in sich
vereint: Sie ist Zeus’ Enkelin und eine Nachfahrin der Nyx, der
Göttin der Nacht. Schon bei ihrer Ankunft auf der Insel Kreta
verspürt sie eine merkwürdige innere Unruhe, die sie kaum noch
schlafen lässt. Als eines Nachts ein tosender Sturm über die
griechische Insel fegt, erwachen in Eleni ungeahnte Kräfte, und sie
rettet sogar ein Mädchen aus den Fluten. Am nächsten Morgen taucht
wie aus dem Nichts am Horizont eine mysteriöse Insel auf, die nur
die beiden Mädchen sehen können. Doch von ihr scheint eine große
Gefahr auszugehen: Schattenwesen und gefährliche Wassernixen
versuchen, Eleni und Philine in ihre Gewalt zu bringen und der Göttin
der Nacht zu übergeben. Denn Eleni ist das Mädchen aus der
Prophezeiung der Nyx…
Buchgestaltung
Episch ist
eigentlich ein Ausdruck, den ich nur verwende, wenn mich eine
Geschichte richtig flashen konnte, aber hier kann man das guten
Gewissens in Zusammengang mit dem Buchcover verwenden, denn: es ist
einzigartig! Wirklich, ich habe schon sehr lange Zeit nicht mehr ein
so wunderbares Cover gesehen. Ich liebe es richtig. Das Motiv und all
die kleinen Details, die Farben…da hatte jemand magische Hände,
was die Aufmachung angeht. Der Titel ist auch unglaublich gut
gewählt. Eine 1A Buchgestaltung, die es ins Regal „Lieblingscover“
schafft.
Meinung
Ich bin
richtiggehend ausgeflippt, als ich erfahren habe, das ich bei der
Leserunde auf Lovelybooks dabei sein kann. Das Buch hatte ich schon
lange vor seinem Erscheinen im Auge (und auf der Wunschliste) und
daher waren meine Erwartungen dementsprechend hoch. Ich war so
erleichtert, das der Sturm meiner Begeisterung während des Lesen
kaum abebbte, das ich jetzt schon sage: es lohnt sich. Sehr!
Insel der Nyx ist
in keiner Hinsicht, ein typisches Kinder bzw. Jugendbuch. Der
Schreibstil der Autorin ist zwar flüssig und einfach zu lesen, aber
trotzdem sind die Beschreibungen, besonders von den Orten und den
magischen Wesen, die hier auftauchen unglaublich bildlich und
lebendig. Beim Lesen flossen die Worte auf den Seiten förmlich zu
Bilder eines Filmes zusammen und das war ein tolles Gefühl. Ich
denke, das liegt vor allem daran, das man die Atmosphäre mit jedem
einzelnen Wort spürt. Der Mix aus locker, ernst und mystisch spricht
auch für sich. Daniela Ohms ist also eine Wortkünstlerin, die es
einfach versteht, an ihren Roman zu fesseln.
Natürlich macht
nicht nur ihr super Stil einiges her. Besonders die Charaktere werden
einem so rasch sympathisch, das man sich fragt: hab ich schon andere
Bücher mit ihnen gelesen? Der Einstieg ins Buch geht schnell und ist
direkt interessant. Eleni und ihre Familie sitzen im Flieger nach
Kreta, während des Flugs werden ein paar Ereignisse aus der
Vergangenheit aufgegriffen und sofort setzt hier der Mystery-Faktor
ein. Eleni weckt durch einen Vorfall in ihrer Schule sofort die
Neugier und kaum 20 Seiten später steht man vor dem ersten Rätsel.
Was ich ganz besonders mochte und auch den gesamten Roman über
anhielt war, wie wunderbar hier der Zusammenhalt zwischen Eleni,
Schwester Leandra und ihrer Mutter und Oma ist. Familie wird hier
ganz groß geschrieben. Die Beziehungen werden untereinander sehr gut
dargestellt und als Leser (egal, wie alt man ist) kann man eine
Verbindung zu den Figuren aufbauen und sich teilweise in ihnen
wiedererkennen. Eleni als Protagonistin stand meiner Meinung nach am
Anfang etwas hinter ihrer witzigen und schlagfertigen Schwester
zurück, aber das vergisst man wieder, wenn Eleni wieder
schlafwandelt und sich noch mehr Fragen aufwerfen. Eleni selber, weiß
nämlich nicht genau, was mit ihr passiert oder warum sie diese
besonderen Gaben hat.
Was mich auch
sofort begeistern konnte war das Setting: Griechenland,
Kreta…Inseln, das Meer und ein Dschungel aus Ruinen und
Ausgrabungsstätten. Das Gefühl, das sich sofort beim Landeanflug
einstellt war klasse! Viele Bücher haben mich schon an viele
entfernte Orte geführt, aber keines konnte das so gut wie Insel der
Nyx. Das lag ganz sicher auch daran, das Elenis Mutter Archäologin
ist und es daher nie langweilig wird, weil die beiden Schwestern
ihrer Mutter viel helfen. Außerdem hat das dem Ganzen viel
Authentizität verliehen, weil Erklärungen immer sehr logisch und an
den richtigen Stellen eingesetzt wurden. Ein weiter Pluspunkt ist
allgemein der Informationsfluss. Die Autorin hat sich mit Erfolg
bemüht, gezielt und konzentriert alles wichtige, ohne großes
Drumherum in die Handlung mit einzubringen. Dabei war die Mythologie
wirklich toll beschrieben und enthielt viele Elemente, die ich bisher
aus keiner Erzählung kannte. Weiterhin gibt es hier auch sehr viel
mehr, als nur das. Viele eigene Ideen, brachten unglaublich viel
Spannung in das Buch. Man konnte nicht anders, als in einen typischen
Lesesog zu geraten! 🙂
Was die Handlung an
sich betrifft, so liest sich der rote Faden sehr angenehm. Der Plot
weicht an kleinen Stellen öfters mal vom Muster ab, was mich ein
wenig verwirrt hat, weil ich nicht immer sofort wusste, warum nun
dies oder jenes geschieht, aber im großen und Ganzen, war es schön,
das alles so strukturiert worden ist. Ich denke, das macht es auch
für jüngere Leser leichter, dem komplexen Gebilde zu folgen. Was
ich allerdings nicht erwartet hatte war, dass der Roman an vielen
Stellen sehr gruselig werden kann! Ich lasse mich eigentlich nicht
schnell erschrecken, aber einige Kapitel haben es echt in sich, wenn
plötzlich alles Kopf steht und neue Dinge an Tageslicht kommen.
Dabei verliert die Autorin aber nie aus den Augen, was wirklich
wichtig ist: die Charaktere. Sie stehen im Vordergrund der Erzählung.
Besonders Eleni macht eine sichtbare Entwicklung durch, die sehr
nachvollziehbar ist.
Im Buch gibt es
zwei kleine, zarte Liebesgeschichten und ich fand diese echt süß.
Eine davon hat noch nicht ganz ihr glückliches Ende gefunden und ich
bin gespannt, was noch folgen wird. Jedenfalls sorgte dieses Element
der Geschichte für einige Lacher. Einige der Nebencharaktere konnten
hier so richtig glänzen. Viele von ihnen habe ich ins Herz
geschlossen und hoffe bald mehr von ihnen zu erfahren.
Ein paar
Kritikpunkte habe ich trotzdem zu äußern 😉 Was das Ende und auch
einige Stellen in der Mitte betraf, ging es mir persönlich einfach
zu schnell. Viele Leser werden vielleicht gerade das mögen, aber der
Abschnitt in dem plötzlich das Chaos schlechthin ausbricht, war mir
zu schnell vorüber. Es gab wenig Raum, um einige offen stehende Dinge
aufzuklären und das mochte ich nicht so :/ Und obwohl besonders
Philine es nicht immer leicht hat, so gingen die Schlussszenen etwas
zu leicht ineinander über. Eine gewisse Vorhersehbarkeit lässt sich
bei solchen Roman nie vermeiden und da es sich hier hauptsächlich um
ein Kinderbuch handelt, kann man das auch etwas leichter verzeihen.
Ein
fesselnd geschriebener Roman, der frischen Wind in Geschichten über
griechische Mythologie bringt und unendlich viele Pluspunkte durch
leicht zugängliche und super sympathische Charaktere sammelt.
Spannend, gruselig und spaßig wird es, wenn man als Leser die „Insel
der Nyx“ besucht!

Für die Chance bei der Leserunde mitmachen zu dürfen! 🙂

4 Comments

  • Nadja

    Tolle Rezi! Wir sind echt total gleicher Meinung 🙂 Und ich wäre dabei den zweiten Teil zusammen zu lesen, leider kommt der ja aber erst im Januar 🙁

    glg Nadja

  • Tina

    Ich fand schon "Harpyienblut" und "Der Geheime Name" von Daniela Ohms richtig gut. Bei dem Buch hier, war ich mir dann aber nicht ganz sicher, ob ich vielleicht über die Zielgruppe hinaus bin. Aber nach deiner Rezension hört es sich so an, als wäre es auch für unsere Altersgruppe gut zu lesen. Ich werds im Auge behalten 🙂

  • Sandra PusteBlume.~

    Na sowas … Ich hab jetzt nicht die ganze Rezension gelesen weil ich das Buch selbst noch lesen möchte, aber das Fazit klingt ja wohl total vielversprechend 😉 Ich mein, 9/10 Punkten, das gibst du ja nicht grade jedem Buch. Mal sehen x)

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