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[BUCHREZENSION] Saving Phoenix

Titel:
Saving Phoenix
OT:
Stealing Phoenix
Autor/in:
Joss Stirling
Genre:
YA Fantasy, Romance
Buchreihe:
Die Macht der Seelen#2
Joss
Stirling studierte Anglistik in Cambridge und war schon immer von der
Vorstellung fasziniert, dass es im Leben mehr gibt, als man mit
bloßem Auge sehen kann. Um für den vorliegenden Roman zu
recherchieren, unternahm sie eine ausgedehnte USA-Reise von den Rocky
Mountains bis nach Las Vegas.
Deutsch
Gebunden/
16,95€
Seiten:
384
Verlag:
dtv

Englisch
Taschenbuch/
7,70€
Seiten:
264
Verlag:
Oxford



Selten
so gelacht & mitgefiebert 🙂
Kurzbeschreibung
Die
17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft krimineller Savants,
Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für deren
Anführer muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden
Gehirnen zu manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene
dann bei ihm abliefern. Als sie bei einer Gruppe amerikanischer
Studenten iPads stehlen soll, trifft sie auf Yves Benedict. Doch der
ist mehr als ihr nächstes Opfer – er ist ihr Seelenspiegel. Yves
erkennt dies sofort und entwirft einen Schlachtplan, um Phoenix aus
der Gemeinschaft zu befreien und den Anführer zu bezwingen. Doch
dieser will die Macht der besonderen Verbindung zwischen Phoenix und
Yves für seine eigenen Zwecke nutzen…
Buchgestaltung
Mir gefällt die
deutsche Aufmachung von den Farben her etwas besser. Zu meiner
Verwunderung finde ich auch die Abänderung des Titels richtig gut,
obwohl beides passt, denn Phoenix wird so gesehen „gestohlen“
aber auch „gerettet“. Ich finde jedoch letztes passt irgendwie
besser, wegen der Beziehung zu Yves!
Meinung
Ich erinnere mich
noch gut an den Vorgänger Finding Sky und das ich damals nicht ganz
überzeugt werden konnte. Von Saving Phoenix gab es aber so viele
positive Eindrücke, das ich die Reihe unbedingt weiter lesen wollte.
Neue Charaktere, neues Glück – so in etwa? Das hat jedenfalls
super funktioniert, denn in Phoenix „Phee“ und Yves hat sich mein
Leserherz direkt von der ersten Sekunde an verliebt! 😉
Ich hatte mir
erhofft, den zweiten Band etwas besser zu finden, aber das ich so
mega begeistert sein würde, hätte ich nicht für möglich gehalten!
Woran genau das liegt? Lest selber. Zunächst einmal war mir Phee als
Protagonistin einfach sehr sympathisch. Sie hatte kein einfaches
Leben und ist daher sehr selbstständig und auch misstrauisch, weil
sie sich immer durchkämpfen musste. Sie lebt in einer Gemeinde von
Savants, in der eine Hierarchie herrscht, die nicht wirklich zu ihrem
Vorteil ist, denn der Boss der Gruppe hat es auf ihre besondere
Fähigkeit abgesehen und als herauskommt, das sie der Seelenspiegel
eines der Benedict Brüder ist, wird Phee von Seher benutzt und
bedroht. Umso schöner war es zu lesen, das Yves sie sofort in sein
Herz schließt und versucht aus ihrem derzeitigen Leben zu retten.
Dabei war besonders die ersten Begegnung der beiden furchtbar
amüsant! Man müsste meinen, dass man hier vielleicht eine Neuauflage
des ersten Teils zu lesen bekommt, aber dem ist nicht im mindesten
so! Joss Stirling hat sich hier ganz neue Komponenten einfallen
lassen.
Als Phee Yves
kennen lernt, will sie eigentlich nur noch flüchten. Das er sie nicht
gehen lassen will, sorgt für noch mehr Lacher. Die Dialoge zwischen
den beiden sind bissig, humorvoll und manchmal zuckersüß und ich
habe mich jedes Mal köstlich amüsiert, wenn einer der beiden den
Mund geöffnet hat! 🙂 Was ich auch sehr mochte, war einfach die
Darstellung ihrer Persönlichkeiten. Beide kommen nun einmal aus
verschiedenen Welten und hier traf dann wirklich zu: Gegenteile
ziehen sich an. Was ich zudem wirklich gelungen fand war, dass viele
bekannte Nebencharaktere hier wieder eine Rolle spielen und Phee auch
Beziehungen zu diesen aufbaut. Man sieht ein ganz klare Entwicklung,
als sie anfängt zu vertrauen und aus ihrem Schneckenhaus zu
kriechen. Toll zu lesen war auch, wie die Familie Benedict einfach
hinter Yves steht und man so sehr viel über die Gemeinschaft
erfährt, die in Band eins eher am Rand stand. Hier wird Familie groß
geschrieben und die liebevolle Art, wie sich alle unterstützen, hat
den Nebencharakteren viel Tiefgang verliehen.
Natürlich gibt es
neben der zu erwartenden Liebesgeschichte auch noch jede Menge andere
Handlung. Phee, die als Erzählerin der Geschichte natürlich im
Mittelpunkt steht, hat einige Konflikte auszutragen, die häufig
Menschen, die ihr nahe stehen in Gefahr bringen – das war jedes mal
schrecklich unfair, aber auch spannend. Die Gruppe der Savants, die
alle für den Seher arbeiten wurde gut vorgestellt. Es gab viele
facettenreiche Persönlichkeiten. Einige waren ulkig, andere herzlich
und wieder andere einfach absolut finstere Zeitgenossen. Interessant
war auch etwas mehr über die Gegenspieler der Benedicts zu erfahren,
die sich hier zusammengeschlossen haben. Ich wette, da wird auch im
nächsten Band so einiges auf uns zukommen!
Neben vielen
ruhigen Momenten, die viel Raum für Charakterentwicklung und
zwischenmenschliche Beziehungen ließen, gab es immer wieder kleine
Spannungshöhepunkte, die dank einiger Wenden an das Buch fesselten.
Der gesamte Roman liest sich schnell und flüssig und man versinkt
förmlich in den Seiten, weil einfach nie Langeweile aufkommt. Ab der
Mitte wird die Bedrohung, der sich Phee stellen muss auch immer
größer und man leidet deutlich mit ihr, wenn sich wieder Dinge
ihres Einflusses entziehen. Was bei mir dabei viele Pluspunkte
sammeln konnte war, das die Savants trotz ihrer Gaben nicht als
allmächtig etc. dargestellt wurden. Hier lösten sich die Probleme
nicht wie von Zauberhand, sondern wurden als Team angegangen. Dabei
hat Joss Stirling immer alles sehr strukturiert aufgebaut und die
Erklärungen waren demnach nie überzogen, sondern immer
verständlich. Das war so eine weitere Sache, die mich dauerhaft für sich einnehmen konnte: die Atmosphäre des Buches war so wunderbar
authentisch! Ich hatte einfach immer das Gefühl, mitten im Geschehen
zu sein und konnte die Gefühle und Motive aller Charaktere in Saving
Phoenix
nachvollziehen.
Phee und Yves
wurden im Verlauf auch zu meinen persönlichen Dreamteam des Monats,
denn trotz der etwas gewöhnungsbedürftigen Wende ganz zum Schluss,
hat die Chemie einfach gestimmt. Es wurde auch nie kitschig, wie ich
das ab und an befürchtet hatte, sondern blieb einfach bodenständig
und liebenswert.
Die Geschichte ist
hier relativ abgeschlossen. Ich bin sehr gespannt, wie es wohl mit
den Benedict Brüdern weitergeht und ob sie am Ende alle so viel
Glück wie Zed und Yves haben werden 😛
Eine
tolle Fortsetzung, die man als eigenständigen Roman betrachten kann.
Humorvoll, bissig und einfach süß erzählt Joss Stirling eine neue
Liebesgeschichte, in einer Welt, angereichert mit interessanten
Fantasyelementen und der richtigen Prise Spannung und Herz!

Für dieses Rezensionsexemplar! 🙂

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