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[BUCHREZENSION] Töchter des Mondes: Sternenfluch

Titel:
Sternenfluch
OT:
Star Cursed
Autor/in:
Jessica Spotswood
Genre:
YA, Fantasy
Buchreihe:
Töchter des Mondes #2


Jessica
Spotswoods Leidenschaft fürs Schreiben und für Bücher begann schon
in frühester Kindheit. Bis heute liebt sie romantische Geschichten
und lässt sich von ihnen und ihren Figuren verzaubern. Nach ihrem
Studium versuchte sie sich zuerst am Theater, merkte aber schnell,
dass ihre wahre Berufung das Schreiben ist. Zusammen mit ihrem Mann
und ihrer Katze Monkey lebt die Autorin in Washington D.C.

Deutsch
Gebunden/
17,95€
Seiten:
384
Verlag:
INK


Englisch
Gebunden/
13,10€
Taschenbuch/
7,90€
Seiten:
384
Verlag:
Putnam


Spannende
Konflikte, etwas zu langatmig verpackt…
Kurzbeschreibung

Als
eine der letzten Hexen schwebt Cate in großer Gefahr: Ihresgleichen
wird von der Gesellschaft gefürchtet und gejagt. Um ihre Schwestern
Maura und Tess und ihren Verlobten Finn zu schützen, tritt Cate der
Schwesternschaft bei – einem geheimen Bund von Hexen, der einen
Aufstand plant. Und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Als die
Schwesternschaft Maura und Tess ebenfalls in ihre Obhut nimmt, spitzt
sich die Lage zu: Denn Maura würde alles dafür tun, die Hexen an
die Macht zu bringen. Selbst wenn das bedeutet, ihre Schwestern zu
verraten …
Buchgestaltung
Deutsch: Einfach bezaubernd – so wie alles aus dem INK Verlag 😛 Englisch: Ich finde auch hier das Cover sehr gelungen. Es sieht zwar nicht mehr so schön aus, wie das des ersten Bandes, passt mit Motiv und Titel allerdings sehr gut zur Geschichte. Die deutsche Aufmachung hängt das Original trotzdem ab, weil man hier deutlich den Reihenbezug erkennt! 
Meinung
Absolute Fans des
ersten Bandes werden hier voll und ganz auf ihre Kosten
kommen. Genau wie
„Cate“ bietet Autorin Jessica Spotswood hier wieder einen
wunderschönen, detailreichen Schreibstil, der besonders das
Innenleben der Erzählerin Cate gut durchleuchtet, sodass man ihre
Gefühle bestens nachvollziehen kann. Was der Vorgänger und
Nachfolger alles gemeinsam haben, seht ihr jetzt im Überblick, denn
besser lässt sich das einfach nicht beschreiben 😉
Die Charaktere
Cate war mir im
ersten Band schon sehr sympathisch, auch, wenn sie im Vergleich zu
ihren Schwestern eher etwas ruhiger ist. Dadurch, das in diesem Buch
viele Ungerechtigkeiten geschehen, hätte ich mir jedoch gewünscht,
das Cate etwas aktiver wird. Natürlich ist es ihr nicht möglich
offenkundig etwas gegen die Bruderschaft zu sagen, die die Hexen
immer mehr in die Ecke drängt, aber Cate bekommt sehr oft die
Möglichkeit geboten in der Schwesternschaft einen Platz einzunehmen,
mit dessen Rolle sie wirklich etwas hätte bewegen können.
Stattdessen versteckt sie sich hinter der Ausrede, ihre Schwestern
beschützen zu müssen. 

Trotz allem hadert sie mit jeder
Entscheidung, die sie hier gezwungen ist zu treffen. Das fand ich
einerseits sehr gut geschildert, weil man den Druck, unter dem sie
stand schon nachvollziehen konnte, anderseits war es mir teilweise
einfach zu viel des Guten. Die Autorin hat Cate nicht zu einem
perfekten Charakter gemacht, der auf alles Rat und Antwort weiß und
das ist auch wirklich gut so, aber besonders gegen Mitte des Buches,
hätte ich gerne mehr Stärke und Mut gesehen, denn alle scheinen
etwas zu riskieren, nur Cate nicht.

Ihre Schwestern
fand ich in diesem Band daher weitaus interessanter. Besonders über
Tess erfährt man endlich mehr und sie spielt nicht mehr nur eine
Randfigur. Was Maura betrifft erwarten uns einige böse
Überraschungen und man bekommt als Leser endlich mit, was ihre
wahren Absichten sind – keine schönen, das kann ich euch sagen.
Was ich wirklich unglaublich gelungen fand, war die Darstellung der
Beziehung der Schwestern. Der Autorin ist es gelungen viel Tiefgang
zu zeigen und schafft hier etliche Konflikte in der Familie, die
super spannend waren!
Die
Liebesgeschichte
Gefiel mir hier zu
100% besser, als im Vorgänger. Woran das lag? Ganz einfach. Hier
liegt der Schwerpunkt mehr auf dem Plot, als auf der Liebe zwischen
Cate und Finn. Ich fand, das die beiden sehr viel erwachsener
geworden sind, was ihre Einstellung betrifft, was sich deutlich in
ihrem Verhalten gespiegelt hat. Die ganze Liebesgeschichte wirkte
nicht mehr so oberflächlich, sondern richtig süß. Besonders
gefallen hat mir, wie beide über eine Zukunft nachdachten, die sie
eigentlich nicht hatten. Auch Finns Rolle im Gesamtkonzept war etwas
wichtiger, was ihn als Charakter nicht mehr ganz so überflüssig
erschienen ließ, sondern zu einem wichtigen Verbündeten der
Schwesternschaft gemacht hat!

Die Handlung
Genau wie in „Cate“
passiert die erste Hälfte des Buches nicht wirklich viel. Ich hatte
mir vom Vorgänger etwas mehr bezüglich der Hexenkräfte und den
Gegenspielern erhofft. Ich dachte, hier wird es endlich so eine Art
Kampf/Rebellion geben, weil sich das Drama bereits im ersten Teil
immer weiter gesteigert hat. Doch anstatt Eskalationen, gibt es nur
einige, wenige Höhepunkte im Buch, an dessen Stellen man für eher
unbekannte Nebencharaktere mitleidet. Dafür hat die Autorin ganze
Arbeit geleistet, denn in „Sternenfluch“ werden viele Geheimnisse
aufgedeckt und man erfährt einiges über die Prophezeiung und die
Gaben der drei Schwestern.
Etwas zäh und
langatmig kommt das Buch besonders ab der Mitte rüber. Trotz des
angenehmen Schreibstils, konnte mich die Handlung dort am wenigsten
packen. Die Charaktere reisen hin und her und kommen dabei zu keinem
Entschluss. Die Bruderschaft erschafft neue Gesetzte, denen man sich
als Frau unterwerfen muss, aber im Stillen geht das Leben trotzdem
normal weiter…das Buch hatte ziemlich viele Stellen, die für
meinen Geschmack einfach zu eintönig waren. Wer also auf geballte
Spannung hofft, der wird wohl, wie ich etwas enttäuscht werden.
Dennoch schafft es das Buch sich gegen Ende zu steigern und schafft
die Hoffnung, das im großen Finale eben genau das geschieht: Ein
großes Finale zwischen Hexen und Bruderschaft!

Viele der Wendungen
mögen zwar alles andere als vorhersehbar sein, aber dennoch
unterhält das Buch bis zur letzten Seite, mit eher nachdenklicher
Atmosphäre, die dank gutem Schreibstils an die Geschichte fesselt.
Beide Bücher sind
sich also ziemlich ähnlich, weshalb alle, die den ersten Teil
mochten, ohne Nachdenken zugreifen können – ihr werdet
Sternenfluch lieben! Den Skeptikern unter euch soll gesagt sein, das
der Folgeband genauso locker leicht unterhält wie Band eins, es viel
gut ausgearbeitetes historisches Setting gibt, aber die Hexen, Magie
und demnach das Potenzial der Reihe noch immer etwas zu kurz kommt.
Ich bin gespannt, was in Band drei folgt, denn da kommt die Autorin
nun wirklich nicht um einen epischen Kampf herum 😉

Solide Fortsetzung
mit viel Raum nach oben. Sympathische, interessante Charaktere tragen
dieses Mal die Geschichte, kommt die Handlung an vielen Stellen zu
kurz, da sich zu lange an unwichtigen Dingen aufgehalten wird.
Pluspunkte sammeln dafür die vielen inneren Konflikte, sowie die
dezente Fortsetzung der Liebesgeschichte.

Für dieses Rezensionsexemplar! 🙂

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