[BUCHREZENSION] Ashes – Ruhelosen Seelen

Titel:
Ruhelose Seelen
OT:
Monsters
Autor/in:
Ilsa J. Bick
Genre:
YA, Endzeit
Buchreihe:
Ashes #3.1

Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und ehemalige Air-Force-Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Jugendbücher und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde.
Deutsch
Gebunden/
17,99€
Seiten:
448
Verlag:
INK

Englisch
Gebunden/
14,99€
Taschenbuch/
8,90€
Seiten:
860
Verlag:
Egmont USA



Solide
Fortsetzung, blutig und guuuuut 😛
Kurzbeschreibung
Eine
unfassbare Katastrophe hat unsere Welt für immer verändert. Wer
dabei nicht dem Tod zum Opfer gefallen ist, kämpft nun Tag für Tag
ums Überleben. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus
– jenen gefürchteten Jugendlichen, die sich aus bisher
unerfindlichen Gründen seit der Katastrophe in blutrünstige
Kannibalen verwandeln. Auch die siebzehnjährige Alex fürchtet diese
Bestien und würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als
einer dieser Jungen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Ist
es möglich, dass seine Seele trotz der Verwandlung in ihm
weiterlebt? Und dann spürt Alex selbst etwas in sich wachsen: Eine
unaufhaltsame Macht scheint von ihr Besitz zu ergreifen …

Buchgestaltung
Mir gefällt die
Aufmachung der Bücher in beiden Sprachen. Da der INK Verlag bei der
gesamten Reihe dasselbe „Muster“ beibehalten hat und ich das
Motiv von Anfang an mochte, habe ich auch hier nichts zu meckern. Die
englischen Cover bestechen durch die tolle Schriftart und die Farben.
Über die deutschen Beititel kann man sich streiten, aber ich finde,
dass Ruhelose Seelen ganz gut passt ^^
Meinung
Von Ashes Band 1
war ich total begeistert, Ashes Band 2 konnte mich nicht ganz
überzeugen und auch bei Ashes Band 3.1. hatte ich einige Zweifel,
trotzdem war dieser dritte Band eine sehr solide Fortsetzung, der man
als Leser Unmengen an Nervenkitzel abgewinnen kann: Es wird brutal,
blutig und unheimlich…
Sofort gefiel mir
dieser Teil der Reihe sehr viel besser, als noch der Vörgänger.
Hier beginn alles mit Alex und das geht eine ganze Weile so.
Allgemein fand ich es sehr viel besser, das hier weniger Charaktere
einen Blickwinkel haben und man so gut den Überblick behält. Zuvor
war es mir persönlich einfach zu viel, hier jedoch gibt es
strukturierte Gruppen, die bestimmten Zielen nachgehen, weshalb man
beim Lesen einfach leichter die verschiedenen Handlungsstränge
mitverfolgen kann. Was ich ziemlich mochte war, das hier Alex, Tom
und Ellie wieder eine zentrale Rolle spielen, denn meiner Meinung
nach, war das in Band zwei einfach zu wenig der Fall. Besonders Alex
ist wieder sympathisch wie eh und je und eine absolut geniale
Kämpfernatur, die hier wohl die härtesten Proben durchstehen muss.
Ilsa J. Bick vermag
es dank ihres präzisen und rasanten Schreibstil enorm an das Buch zu
fesseln, dabei weiß man die Hälfte der Zeit nicht einmal wirklich
wohin die Geschichten sich denn bewegen. Das ist übrigens eines
dieser Probleme, das ich auch mit Band zwei hatte: Wo genau liegt der
rote Faden. Teilweise erkennbar, geht dieser nämlich auch hier zur
Genüge verloren. Verheddert sich in Nebenhandlungen, Dialogen oder
Dingen, die einem als Leser nicht mehr allzu gut in Erinnerung
geblieben sind. So fiel es mir z.B. schwer einige der Nebencharaktere
zuzuordnen, da vollkommen auf Wiederholungen verzichtet wird.
Normalerweise ist das für mich ein Riesenpluspunkt, aber bei so viel
komplexen Ereignissen, wie es bei der Ashes Reihe der Fall ist, hat
mir das irgendwie gefehlt.
Trotz immer wieder
aufkommender Verwirrung, kann man einfach nicht den Blick von den
Seiten nehmen, weil die Chuckies und andere Gefahren sämtliche
Charaktere auf Trab halten. Es wird blutig und brutal, es gibt
Kämpfe, es gibt Tode und Szenen, bei denen sich der Magen so manch
schwacher Gemüter sicher mehr als einmal umdrehen wird xD Ich kann
so etwas ziemlich gut ab, aber zwei Szenen war schon richtig hart,
zumal wieder deutlich wird: Hier geht es umso nackte Überleben.
Was ich nicht so
gut fand war, dass Tom sich in eine andere Richtung als vermutet
einwickelt. Sein Charakter ist mir zunehmend unsympathischer
geworden, weil er sich teilweise ziemlich naiv verhalten hat. Das
fand ich etwas seltsam. Ich hatte oft das Gefühl, er würde
blindlings in die Gefahr hinein stürmen – ohne ersichtlichen
Grund. Alex kämpft mit Unmengen an inneren Konflikten, die ebenfalls
etwas schwer nachvollziehbar waren, aber ich schätze mal, das ist
Geschmackssache. Was Beziehungen angeht, werde diese immer am Rande
weitergesponnen oder erwähnt und wie immer fand ich es toll, das
hier zwar Wert auf so etwas gelegt wird, dieser Aspekt aber nicht die
Geschichte vereinnahmt.
Ashes – Ruhelose
Seelen bietet in vielerlei Hinsicht Spannung, die sich in vielen
Höhepunkten entlädt. Hin und wieder wurde man in eine Art „Trance“
gezogen, weil man nicht wusste, was Realität war und was
Halluzination und das war zugleich faszinierend, wie auch verstörend
beschrieben. Die Autorin hat gekonnt Empfingen durcheinander
gewirbelt, sodass man manchmal nicht wusste, wo einem der Kopf steht.

Trotzdem hinterließ
auch dieses Buch, so genial wie es geschrieben sein mochte, einen
etwas bitteren Beigeschmack. Noch immer liegen mir dutzende Fragen
auf der Zunge, die dringlichste die nach dem WARUM?! Leider ist man
immer noch nicht schlauer, was den Zerfall der Welt oder dessen
Ursache angeht, Informationen werden rar abgehandelt und das Buch hat
durch den Wechsel zu Charakteren, die man vielleicht weniger mag als
andere, so seine Längen.
Das Ende des Buches
bietet – nicht zuletzt, wegen der Teilung des einen englischen
Bandes zu zwei Deutschen – einen wirklich fiesen Cliffhänger, mit
dem ich ehrlich gesagt nichts anfangen konnte. Schade, das die
Geschichte hier sozusagen „entzwei gespalten“ wurde, ohne das man
vernünftig abschließen kann 😛
Spannend,
spannend, spannend! Ashes kann dieses Wort ganz groß schreiben. Mir
gefiel dieser Teil wesentlich besser als der Vorgänger, zumal die
besten Charaktere hier wieder große Rollen einnehmen. Auf der
anderen Seite sind da aber die Zweifel. Etwas wirrte Erklärungen und
zu wenige Informationen, lassen an vielen Stellen die Suche nach dem
roten Faden wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen erscheinen.

Für dieses Rezensionsexemplar! 🙂

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