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[BUCHREZENSION] Watersong: Sternenlied

Titel:
Wiegenlied
OT:
Lullaby
Autor/in:
Amanda Hocking
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Watersong #2
Quelle: Verlag. Danke an cbt!

Amanda
Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im
Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten
Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin.
Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine
ihrer Trilogien verkauft und mit dem US-Verlag St Martin’s Press
Verträge über mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking
gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der
Welt.
Deutsch
Gebunden/
16,99€
Seiten:
320
Verlag:
cbt

Englisch
Gebunden/
13,99€
Taschenbuch/
7,80€
Seiten:
356
Verlag:
Pan Macmillan


Tolle
Steigerung zum Vorgänger: es wird spannend! 🙂
Kurzbeschreibung
Der
Fluch der Sirenen kennt keine Erlösung

Sie sind schön. Sie
sind stark. Und gefährlich … Penn, Lexi und Thea ziehen alle
Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer
ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann.
Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und
tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …

Gemma
hat sich den verführerischen Sirenen angeschlossen – und ist nun
selbst eine von ihnen. Verzweifelt wehrt sie sich gegen ihre dunkle
Seite, ihren tödlichen Hunger, den Sog des Meeres. Aber je länger
sie mit ihren neuen »Schwestern« zusammenlebt, desto schwerer fällt
es ihr, dieser faszinierenden, abgründigen Welt zu widerstehen. Als
es Harper, Daniel und ihrer großen Liebe Alex gelingt, Gemma
aufzuspüren, entscheidet sie sich zur gemeinsamen Flucht. Doch es
ist nur eine Frage der Zeit, bis Lexi, Thea und Penn sie finden
werden. Und wenn Gemma es bis dahin nicht geschafft hat, den Fluch
der Sirenen zu brechen, erwartet sie bittere Rache …

Buchgestaltung
Ich finde es etwas
schade, dass Band zwei nicht mehr die glänzende Oberfläche hat, wie
Band 1 und auch unter dem Schutzumschlag ist dieses Mal nichts los,
trotzdem gefällt mit das Motiv, welches aus dem Original übernommen
wurde. Es zeigt Gemma, wie sie zweifelt am Meer steht und eine Feder
in der Hand hält. Da es in diesem Roman sehr viel um Gemmas innere
Konflikte geht und auch Vogel(federn) eine Rolle spielen passt das
Ganze vom Bild her auch super zum Inhalt.
Meinung
Inzwischen ist
Amanda Hocking für kurzweilige Unterhaltung bestens bekannt. Genau
wie ihre anderen Bücher glänzt Wiegenlied nicht gerade durch
Unvorhersehbarkeit, aber trotzdem kann man gar nicht anders als die
Geschichte zu mögen, denn auf jeder Seite erwartet einen ein
spannendes Abenteuer, dass dieses mal deutliche Entwicklung, sowohl
bei den Charakteren als auch der Handlung zeigt.
Das Buch ist wieder
aus der Sicht der beiden Schwestern geschrieben, wobei Harper dieses
Mal eine größere Erzählerrolle ausmacht. Gemma bleibt eine ganze
Zeit lang unauffindbar und als Leser weiß man nicht, wo genau sie
steckt, sondern kann nur Harper dabei folgen, wie diese versucht
Gemma zu finden und zurückzubringen. Dabei hat das Buch eine viel
düstere Atmosphäre als noch sein Vorgänger, denn Gemmas
Verschwinden bringt einige Probleme mit sich. So konzentriert Harper
sich auf nichts anderes als ihre Schwester, es gibt
Auseinandersetzungen mit dem Vater der beiden und auch die
anfängliche Romanze mit Daniel gerät mächtig ins Stocken. Im
späteren Verlauf des Buches erfährt man, wie es Gemma bei den
Sirenen geht und was für grausame Dinge sie in ihrem neuen Zustand
durchleben muss. Dabei hätte ich nicht gedacht, das mir beide
Sichten wieder gleich gut gefallen würden. Es war sogar so, dass ich
die etwas ruhigeren Szenen ein klitzekleines bisschen besser fand.
Harper war mir von Anfang an sympathischer und die vielen lustigen
und süßen Streitereien zwischen ihr und Daniel mochte ich einfach
richtig gerne!
Während man bei
Harper in etwas langsameren Tempo mehr über die Hintergründe der
Familie und die Entwicklungen der Beziehungen der verschiedenen
Figuren untereinander lernt, so bekommt man bei Gemma viele neue
Einblicke in das, was eine Sirene ausmacht. Hier wird es oftmals
blutig und auch unheimlich, denn Gemma selber weiß eigentlich gar
nicht wirklich, was eine Verwandlung für sie selber bedeutet. Ich
fand es ziemlich gut, wie die Autorin hier die Spannung merklich
aufgebaut hat, aber dabei nicht übertrieben irgendwelche Stellen
geschildert hat. Watersong: Wiegenlied ist immerhin noch ein
Jugendbuch und sorgt in erster Linie mit dem flüssigen Schreibstil
für Lesespaß der anderen Sorte. Da hätten Grausamkeiten oder
unnötige Beschreibungen meiner Meinung nach auch gar nicht
reingepasst. Was ich in dieser Hinsicht etwas schade fand war jedoch,
dass die Autorin hier versucht hat, selbst die „bösen Taten“
wegen bestimmter Motive etwas schöner zu reden als sie eigentlich
waren. Meines Erachtens nach ist ein Mord immer noch ein Mord, egal,
ob das Opfer selber gegen Gesetzte oder dergleichen verstoßen hat.
Denn das macht es keinesfalls okay, so jemanden ein Ende zu bereiten.
Im Buch gibt es
mehrere Schauplätze für das Geschehen, was ich um einiges
interessanter fand als zuvor in Band eins. Durch Gemmas
Abgeschiedenheit bekommt man auch viel mehr über die Dynamik der
Gruppe mit und es kristallisiert sich deutlich heraus, dass einige
der Charaktere neben Penn nicht ganz das sind, was man eigentlich
erwartet hatte. Ich finde sogar, hier hätte man das Potenzial noch
besser nutzen können und mehr Details über die anderen Mädchen
einfließen lassen können. Ich erhoffe mir jedenfalls von den
weiteren Bänden etwas mehr über Thea und Lexi zu erfahren, denn
beide haben interessante Ansätze gezeigt.
Was ich mit am
besten am Buch fand war auf jeden Fall, dass es hier sehr viel um
Familie und Zusammenhalt geht. Die Liebe zwischen den beiden
Schwestern und deren Loyalität zueinander mochte ich unheimlich
gerne und daher waren Szenen, in denen beide zusammen waren oder mal
Zeit für sich hatten, egal wie kurz das auch sein mochte, immer
richtig schön. Ich finde, es gibt viel zu selten Jugendbücher, in
denen auch die Familie aktiv in die Handlung eingebunden wird.
Toll waren auch die
Gespräche zwischen Daniel und Alex, denn bei den beiden Jungs
scheint sich eine ordentliche Freundschaft zu entwickeln, was sie nur
zu einem besseren Team macht, wenn sie Harper und Gemma unterstützen
wollen. Ebenfalls gelungen war, dass Harpers beste Freundin hier ein
paar, kleine Auftritte hatte und so sogar die Geschichte voran
getrieben hat. Da diese in der Bibliothek arbeitet, konnte sie die
Gruppe bei der Informationssuche sehr gut unterstützen.
Die beiden
Liebesgeschichten nehmen hier etwas mehr an Fahrt auf, wobei ich
Harper und Daniel den anderen beiden immer noch vorziehe. Das ist
eigentlich nur verständlich, denn Gemma und Alex sind schließlich
schon in Band eins zusammengekommen und bei diesem Paar stand der Weg
dahin noch aus. Natürlich ist das etwas, dass man als Leser schon
unvermeidbar vor Augen hat, aber die Art und Weise wie diese Romanze
hier beschrieben wurde, fand ich klasse. Das sind nämlich die
Stellen im Buch, die lustig und romantisch und einfach mitreißend
sind.
Etwas schade fand
ich allerdings, das hier nur winzige Bruchstücke der griechischen
Mythologie wieder aufgegriffen werden. In Band eins waren ziemlich
gute Ansätze da, aber hier war mir das einfach zu wenig. Die kurzen
Erklärungen oder Rückblenden zu Entstehung der Sirenen und deren
Motiven waren unterhaltsam, aber die Autorin hat nichts
Eigenständiges daraus gemacht und vielmehr die Klischees bedient.
Das was mich jedoch am meisten am Buch gestört hat, war das Ende.
Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit unaufhörlich das Gefühl etwas
ganz Großes würde auf die Charaktere zukommen und das Finale in
diesem Teil wurde einem dann lauwarm serviert. Gerade als die
Spannung ihren Höhepunkt erreicht hat – PUFF – und all die
Konflikte wurden erst mal auf Eis gelegt. Das war nicht besonders gut
gelöst. Ich fand besonders
Penns Reaktion ziemlich unnachvollziehbar.
Watersong:
Wiegenlied legt mehr Wert auf die Tiefgründigkeit und Beziehungen
seiner Charaktere. Die Spannung liegt vor allem in der Suche nach
Gemma und den vielen Antworten auf Fragen, die man sich seit Band
eins stellt. Das Buch bietet unterhaltsame Fantasy, süße Romanzen
und ab und es kann es wirklich gruselig werden, wenn die Sirenen ihr
wahres Gesicht zeigen. Leider wird die Handlung gegen Ende schwächer
und zwischendurch stört man sich doch ein wenig an den Ereignissen,
die man als Leser meilenweit vor den Charakteren erahnt. Alles in
allem jedoch ein fesselnder zweiter Band – ich freue mich schon auf
den Dritten 🙂

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