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[BUCHREZENSION] Weil ich Layken liebe

Titel:
Weil ich Layken liebe
OT:
Slammed
Autor/in:
Colleen Hoover
Genre:
YA, Contemporary
Buchreihe:
Slammed #1
Colleen
Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren
Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst
als E-Book und stand damit sofort auf der New York
Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane
geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu
Bestsellern wurden.
Deutsch
Taschenbuch/
9,95€
Seiten:
352
Verlag:
dtv

Englisch
Taschenbuch/ 9,30€
Seiten: 384
Verlag: Simon & Schuster


Unterhaltung
für zwischendurch, aber leider nicht mehr als das.
Kurzbeschreibung
Nach
dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter
und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht,
dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt.
Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind
die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große
Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer
Liebe mit aller Macht in den Weg…
Buchgestaltung
Durch den Kontrast
der Farben auf dem Cover fällt einem dieses sofort ins Auge. Die
Schriftart wirkt durch das pink Graffiti ähnlich und das mag ich
irgendwie. Für meinen Geschmack ist das Cover etwas zu einfach
gestaltet, aber eine gute Alternative zu den nie enden wollenen
Motiven mit wahllosen Gesichtern. Weil ich Layken liebe als deutschen
Titel zu nehmen, finde ich auch nicht verkehrt. Slammed drückt zwar
viel mehr als aus das, aber der Roman ist eben nichts weiter als eine
Liebesgeschichte, weil diesen die gesamte Handlung einnimmt. Was man sich bei der englischen Gestaltung gedacht hat, ist mir ein Rätsel xD
Meinung
Colleen Hoover
konnte mich mit ihrem Roman Hopeless überzeugen. Das ein
deutscher Verlag sich die Rechte an einem ihrer Werke sicherte, war
nur eine Frage der Zeit, weil es im englischsprachigen Raum
unglaublich viel Feedback zu ihren Roman gab. Slammed oder
auch Weil ich Layken liebe ist, soweit ich weiß, ihr erstes Buch
gewesen und Teil einer Reihe. Ich muss leider sagen, dass im
Vergleich zu Hopeless und auch als eigenständiges Werk
betrachtet, mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen konnte.
Viele Leser sind
durchweg begeistert von dem Roman, was nicht zuletzt die positiven
Stimmen auf Amazon beweisen, aber bei mir wollte der Funke einfach
nicht recht überspringen. Den Anfang des Buches fand ich ganz gut.
Layken zieht mit ihrer Familie um und obwohl dies ein wahrhaftiges YA
Klischee für den Beginn einer Geschichte ist, mochte ich die Art der
Autorin zu schreiben sofort. Colleen Hoover schafft es wunderbar sich
in wenigen Sätzen auszudrücken, weshalb auch das Info-Dumping gut
zu lesen war und einen nicht erschlagen hat. Es ist nämlich so, dass
man auf den ersten Seiten die komplette Lebensgeschichte von Layken
erfährt. Einerseits fand ich es gut, dass man sofort so viel über
sie erfährt, anderseits hätte ich mir gewünscht, dass dies mehr in
die Handlung integriert worden wäre. Dialoge eigen sich dazu bestens
und wenn es um die Gespräche zwischen Layken und Will ging, wurde
Layens Leben immer außen vorgelassen – was gab es auch noch zu
sagen, dass die Autorin nicht vorweg genommen hatte? Leider nichts.
Schnell wird dem
Leser klar, das Layken viele innere Konflikte hat. Ihr Vater ist
verstorben, die Familie bricht deshalb auseinander und ein neues
Umfeld ist nie leicht zu verkraften. Diese typischen Probleme hätte
man sehr gut behandeln können, aber meiner Meinung nach hat die
Autorin hier wenig Tiefgang bewiesen, denn sie ist kaum darauf
eingegangen. Laykens Probleme spiegeln sich auch überhaupt nicht in
ihrem Verhalten oder ihrer Denkweise wieder, was ich etwas seltsam
fand. Jeder Mensch hätte in ihrer Situation doch ab und zu mal
gegrübelt.

Stattdessen
liegt der absolute Fokus nur auf der Beziehung zwischen ihr und Will.
Die beiden sind Nachbarn, lernen sich so kennen und innerhalb weniger
Tage auch lieben. Ich bin zwar kein Fan von „Liebe auf den ersten
Blick“, aber dieses Thema kann ich dennoch annehmen, wenn es
authentisch beschrieben wurde. Mir fehlte gänzlich der Bezug zu den
Charaktere und die Chemie zwischen beide konnte ich leider nicht
wirklich spüren. Sie sehen sich, sie plaudern, haben ein Date und
mir gefiel einfach nicht, wie schnell sich die Welt nur noch um Will
drehte. Selbstverständlich habe ich eine Liebesgeschichte erwartet,
das Buch deshalb unbedingt lesen wollen, aber in dieser Form…?
Nein. Von Hopeless weiß ich, das Colleen Hoover witzig sein
kann, süß, romantisch und todtraurig. Hier war der Ablauf der
Handlung eine Aneinanderreihung von Alltagssituationen.
Dazu kommt, die
Thematik des Roman (Schüler/Lehrer) und ich finde das Thema ehrlich
gesagt total abgenutzt und auch uninteressant. Ich habe es zur Genüge
in Filmen/Serien/Büchern vorgesetzt bekommen und hier gab es nicht
einmal dramatische Wendungen oder Höhepunkte, die mich überraschen
konnten. Will und Layken waren austauschbare Charaktere, deren
Persönlichkeit kaum beschrieben wurde. Im Grunde hat man eine Menge
über die äußeren Umstände ihres Lebens erfahren, aber mehr auch
nicht.
Ich möchte damit
auch nicht sagen, dass ich das Buch langweilig fand. Es gab einige
Stellen, die ich mochte und der Roman war wegen seiner Länge auch
rasch ausgelesen. So fand ich z.B. die Nebencharaktere sehr
interessant und auch das Ende hat mir gut gefallen.
Alles in allem war
ich aber einfach von der Umsetzung enttäuscht. Von der
Oberflächlichkeit der Dinge und auch den mangelnden Eigenschaften
der Protagonisten. Ich kann nicht nachvollziehen, was dieses Buch so
lesenswert machen soll und würde es leider auch nicht empfehlen.
Für die tolle Aktion, bei der ich das 
Lesexemplar gewonnen habe!

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