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[BUCHREZENSION] Allegiant oder auch: Nein, ich mochte es nicht, fette Spoiler inbegriffen und was mir sonst noch so alles auf der Seele gelastet hat…

Titel:
?
OT:
Allegiant
Autor/in:
Veronica Roth
Genre:
YA, Dystopie
Buchreihe:
Divergent #3

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.
Deutsch
Noch
nicht erschienen.
Die
Rechte wurden von
Randomhouse
bereits eingekauft.
Englisch
Gebunden/ 11,33€
Taschenbuch/ 8,90€
Seiten: 544
Verlag:
Katherine Tegan

Liebe
Veronica Roth, wieso?
Kurzbeschreibung
The faction-based society that Tris Prior once believed in is shattered fractured by violence and power struggles and scarred by loss and betrayal. So when offered a chance to explore the world past the limits she’s known, Tris is ready. Perhaps beyond the fence, she and Tobias will find a simple new life together, free from complicated lies, tangled loyalties, and painful memories.

But Tris’s new reality is even more alarming than the one she left behind. Old discoveries are quickly rendered meaningless. Explosive new truths change the hearts of those she loves. And once again, Tris must battle to comprehend the complexities of human nature and of herself while facing impossible choices about courage, allegiance, sacrifice, and love.
Buchgestaltung
Das Symbol des
Covers gehört dieses Mal zu keiner Fraktion, trotzdem hat das ganze
einen Sinn, den man erst versteht, wenn man das Buch tatsächlich
gelesen hat. Ich finde es super, dass die ganze Reihe so wunderschöne
und geniale Cover hat und Allegiant ist dabei keine Ausnahme. Der
Titel bedeutet so viel wie Loyalität und man kann zweifelsohne
sagen, dass Veronica Roth diese Eigenschaft als Leitfaden für eine
neue Gruppe im Buch im Buch genommen hat…
Meinung
ACHTUNG: Dies ist
keine Rezension im herkömmlichen Sinne. Ab der Mitte folgen Spoiler,
es kommt vorher eine Warnung und eine Zusammenfassung der
Geschehnisse am Ende. Wenn ihr also auf der Suche nach Spoilern seid,
lest weiter. Die Länge dieser „Rezension“ zeigt einfach, wie
viele Gedanken ich mir über das Buch gemacht habe. Ich habe versucht
gut zu begründen, warum ich einen Stern gebe, also, wenn ihr
Allegiant geliebt hat, erspart euch und mir das Gejammer, dass meine Meinung ungerechtfertigt ist. Danke.
*****
Ich wiederhole mich
wirklich selten, aber ich möchte noch einmal festhalten, dass
Divergent ein absolut geniales Buch war und ich (obwohl das bei Teil
zwei schon der Fall war) ungern das Werk der Autorin so hart
kritisiere, aber wo die Erwartungen hoch sind, fällt man bekanntlich
am tiefsten, nicht wahr? Ich bin aber der Meinung, dass Fans des
zweiten Teils hier auf ihre Kosten kommen werden. Alle andere? Tja,
schnallt euch an, denn Allegiant wird alles andere als ein
Zuckerschlecken.
Ich weiß ehrlich
gesagt mal wieder nicht, wo genau ich anfangen soll, in Worte zu
fassen, was mich alles gestört hat. Vielleicht beim Ende? DAS Ende,
welches Leser dazu bringt zu Spoiler- Monstern zu werden oder noch
schlimmer: Gesittete Menschen dazu fiese Spoiler zu lesen, was bei
mir in etwa mit Gift schlucken gleich kommt. Spoiler sind eigentlich
ein absolutes No-Go und ich bin daher froh, zu den ersten Lesern zu
gehören, die das Buch noch selber entdecken konnten, ohne im
Internet auf ganze Zusammenfassungen zu stoßen, was denn mit dem
Ende alles nicht stimmt. Die Autorin
hat hier einen mutigen Schritt gewagt und man muss dazu sagen, dass
so etwas nicht jedem im Blut liegt. Besonders nicht in welchem, dass
schwarz wie Tinte ist. Ich finde es eigentlich äußerst amüsant,
dass ich wirklich jedes andere Detail am Ende schrecklicher fand als
dieses selbst.
Zehn Gründe, warum
Allegiant für mich der Absacker der Reihe war.
Erstens: Der
Schreibstil.
Ganz ohne Zweifel
ist Veronica Roth eine junge Frau, die unglaubliches Talent hat. Sie
hat in Divergent bewiesen wie wunderbar sie schreiben kann, dass man
selbst in der Jugendbuchszene beweisen kann, es geht mit Herz und
Verstand und mitreißenden Dialogen. Sogar in Band zwei habe ich
davon noch einiges mitbekommen, aber hier? Das Buch ist aus der Sicht
von Tris und Tobias geschrieben, was ja kein Geheimnis mehr ist.
Clevere Leser könnten sich hier an erster Stelle zusammenreimen,
dass dies schon etwas zu bedeuten hat. Und auch auf die Gefahr hin
den anderen Rezensenten nachzuquasseln, sie haben alle Recht. Man
konnte beim Lesen leider kaum unterscheiden, wer was beschreibt. Tris
oder Tobias war immer wieder die große Frage, weil sich die
Sichtweisen so verflucht ähnlich waren! Lediglich das Nennen der
jeweils anderen Person erinnerte mich gelegentlich daran, dass ich
gerade X folge und nicht Y. Sehr, sehr schade. Dadurch waren auch die
Gefühle der Charaktere sehr ähnlich, was bei mir oft zu großem
Unverständnis geführt hat. Allgemein hatte ich das Gefühl, die
Autorin legte viel mehr Wert auf Beschreibungen als auf alles andere.
Besonders Szenen, in denen z.B. Tobias mit Caleb gesprochen hat, also
Szenen, die wirklich wichtig waren, ging der emotionale Teil echt bei
mir unter, musste ich doch versuchen nachzuvollziehen, ob der Junge
gerade mit seiner Schwester spricht oder doch mit ihrem Loverboy.
Zweitens: Die
Einleitung.
In Insurgent ist ja
nun gegen Ende doch einiges passiert. Ein tödlicher Cliffhänger,
wie manche es bezeichnet haben und dann macht Veronica Roth hier
einfach an einer Stelle weiter, die einen maßlos verwirrt: Tris
hockt in einer Zelle. Keine drei Sekunden später wird sie da wieder
raus geholt und dann geht es mit einer lustigen Wanderung durch die
Flure weiter. Ich bin natürlich dafür, etwas Zeit verstreichen zu
lassen und nahtlos kann eine Geschichte eigentlich selten weiter
gehen, aber den Anfang so zäh und wirr zu gestalten, hat mir den
Einstieg ins Buch direkt versaut, zumal die wechselnden Kapitel hier
besonders kurz waren, weshalb ich mich wieder nachdem Sinn des ganzen
gefragt habe. Für mich ist das eh so ein Punkt, an dem ich immer
wieder persönlich gedacht habe, dass es hier viel mehr um
Marketingzwecke ging (die Fans LIEBEN Four ja so dermaßen) anstatt
um einen vernünftigen Beweggrund dafür, warum ein drittes Buch, nun
zwei Erzähler braucht.
Drittens: Der Plot
oder auch wo ist die Geschichte?
Nach dem langsamen
Einstieg geht es noch langsamer weiter. Wer das Tempo in Insurgent
schon zum schnarchen fand, der wird hier mehr als eine Tasse Kaffee
brauchen, besonders da der Verstand schneller abschaltet als einem
lieb ist. Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber Allegiant
kann sich munter zu Crossed und Reached von Ally Condie gesellen,
denn da wartete man auch vergebens auf etwas mehr Spannung. Wäre
dieser Teil der Geschichte wenigstens dazu genutzt wurden, andere
Dinge zu vertiefen, ok, wurde er aber nicht. Vielmehr hängen die
Charaktere zusammen an unterschiedlichen Orten ab und versuchen das
Rätsel zu klären, welches sich um die letzte Botschaft dreht: Was
genau ist mit ihrer Welt passiert? Dabei wird am Rande mal mehr oder
weniger knapp über ein paar der Randfiguren berichtet (von denen
nebenbei bemerkt, manche einfach verschwinden und nie wieder eine
Erwähnung finden) und das war es auch schon. Bis zu dem Zeitpunkt,
an dem Tris und die anderen beschließen mal hinter den Zaun zu
blicken, passierte gelinde gesagt kaum etwas. Innere Konflikte,
Beziehungen…meines Erachtens nach kam das alles viel zu kurz. Die
lieb gewonnen Charaktere, mit all ihren Facetten waren nur noch
Schatten ihrer selbst, wo wir beim nächsten Punkt wären.
Vier: Die
Charaktere.
Von den Charakteren
treffen wir die üblichen Verdächtigen an, geführt von Tris und
Tobias, die alles andere als sie selbst waren. Figuren wie Christina
oder Peter werden nur noch namentlich erwähnt und sprechen mal eine
Zeile, wenns hochkommt. Wichtig für den Plot sind sie in keiner
Minute. Tris war mir ehrlich gesagt wieder etwas sympathischer als
noch in Insurgent, aber auch das änderte nichts daran, dass sie mir
im Vergleich zu Divergent einfach blass und nichtssagend vorkam.
Tobias hat mich hier aber am meisten aufgeregt. Er war teilweise
richtig weinerlich, wenn er mal wieder um Tris besorgt war und
ständig waren beide damit beschäftigt daran zu denken, dass sie
doch für das höhere Wohl arbeiten müssten. Es gab ein paar ganz
gute Szene zwischen den beiden, die mich noch berühren konnten, aber
die waren so sehr in der Unterzahl, dass sie mir kaum im Gedächtnis
geblieben sind.
Wichtige
Gegenspieler sterben übrigens nicht. Ja, BAM Spoiler. Aber ich finde
es wirklich sehr unrealistisch, dass nur eine Seite Verluste
einstecken muss, besonders, wenn wir doch aus guten Reihen wie Panem
bereits gelernt haben, dass bei einem Krieg niemand gewinnen kann.
Veronica Roth hat zwar hier nicht wirklich Anzeichen von
schwarz-weiß-Malerei gezeigt, aber das harte Konflikte urplötzlich
durch ein kleines Pläuschen gelöst werden konnten, war doch
wirklich seltsam. Als Leser wartet und wartet man darauf, dass die
Probleme eskalieren, aber das geschieht einfach nicht. Stattdessen
tun sich neue Optionen auf, die etwas aus der Luft ergriffen
erschienen. Neue Parteien, neue Motive…wieso? Es gab doch genug
Handlungsstränge, die Bedarf hatten geklärt zu werden. So viele
Hinweise und Seitenhiebe auf Dinge, die hier im Meer der Verwirrung
einfach untergehen. Blubb!
Fünf: Das
Info-Dumping.
Ich kann mir
bestens vorstellen, was für eine Herausforderung eine komplexe und
Flächen abdeckende Erklärung sein muss, aber die Autorin hat hier
den größten Fehler überhaupt gemacht. Die neuen Erkenntnisse
wurden nicht in die Handlung eingeflochten – nein, sie wurden dem
Leser in einem ewig langen Monolog aufgezwungen. Nachdem Tris und
ihre Freunde hinter dem Zaun auf die Wahrheit stoßen, gerät einiges
ins Rollen. Die Gruppe trifft im
Prinzip auf eine Person, die einfach sämtliche Antworten herunter
leiert als würde man sich in irgendeiner Unterrichtsstunde befinden.
Merkwürdig das Ganze.
Ich war so
enttäuscht…die ganze Idee hinter dem Konzept durch ein paar laue
Erklärungen zunichte gemacht. Der Oberhammer war für mich aber
wirklich, dass etwas über Tris´ Eltern herauskommt, dass einfach
krass war und Tris diesen verzeiht als sei nichts gewesen. Tot
schweigen nenne ich das. Danach konnte ich wirklich kaum an etwas
anderes denken und habe an dem Verstand der Prota gezweifelt. Ich
rege mich jetzt immer noch darüber auf.
Sechs: Die
Liebesgeschichte.
Vielleicht habt ihr
es euch nach Punkt vier schon gedacht, aber wo die Charaktere nur
noch abgeschwächte Versionen ihres einstigen Selbst sind, konnte
mich die Liebesgeschichte natürlich auch nicht mehr überzeugen.
Wenn ich recht überlege war davon auch kaum etwas zu spüren. Tris
und Tobias haben sich meiner Meinung nach nicht so verhalten als
würden sie einander vertrauen oder einander loyal sein. Es gab ein
paar Gespräche über die Lügen und Geheimnisse, die an der
Beziehungen der beiden genagt hat, aber auch hier komme ich auf das
„die Konflikte eskalierten einfach nicht“ liebend gerne zurück.
Hier gab es nur Verständnis für alles. Im Angesicht der schwierigen
Lage vielleicht nicht unbedingt etwas Schlechtes, aber nur, weil die
Welt vielleicht untergeht seine Prinzipien über Bord werfen?
Sieben: Wie es dann
weiter ging.
DIE FETTEN SPOILER
KOMMEN JETZT!
Es gab tatsächlich
einen Punkt in Allegiant, an dem ich dachte, dass Buch könne wieder
was werden. Leider war die Wunschvorstellung schnell wieder weg
geblasen und noch mehr Kritikpunkte türmten sich auf meiner Platte
auf. Die könnt ihr euch gerne noch anhören, wenn ihr es bisher hier
geschafft habt. Bravo!
Ich möchte noch
einmal auf die ganze Logik des Buches zurückkommen. Veronica Roth
erklärt nämlich folgendes: Die ganze Welt war so ein schrecklicher
Ort, eine Ansammlung von Menschen mit den schlechtesten
Eigenschaften, die es so gibt, weshalb die Regierung an verschiedenen
Stellen beschlossen hat, dass es doch super wäre, diese bösen Gene
aus den bösen Menschen herauszufiltern. Das Problem an dem Ganzen
war aber, dass dieser Plan (der viel mit Genetik etc. zu tun hatte)
irgendwie in die Hose gegangen ist und aus den bösen (das verwende
ich jetzt als Synonym für alles) Menschen noch bösere Menschen
geworden sind. Um dieses Problem wiederum zu lösen wurden die
Fraktionen gegründet, die eine Art Experiment darstellen sollten.
Die Menschen sollten dort angesiedelt werden, damit über
Generationen hinweg die bösen Gene aka Eigenschaften aus der
Zivilisation verschwinden konnten. Es wurden Freiwillige ausgewählt,
die an diesen Experimenten teilnehmen sollten, darunter auch Tris´
Vorfahren. Aber natürlich wird man nicht einfach so in die neue,
bessere Welt gesteckt. Vorher wurden all diesen Menschen mit einem
Serum die Erinnerungen genommen, damit man ideale Voraussetzungen
schaffen konnte. Ach und bevor ich es vergesse, ja, auch bei diesen
Menschen wurde an den Genen herum gepfuscht, damit sie wieder „rein“
wurden. Irgendwie wurde dann darauf gehofft, dass die Gesellschaft
sich ausweitet, alle mit den bösen Genen irgendwann krepieren und
man nur noch reine Menschen hat aka eine neue, reine Welt. Und um es
noch zu sagen, diese „reinen“ Menschen sind alle, die man zuvor
als Divergent bezeichnet hat.
Ich kann das alles
nicht zu 100% wiedergeben, aber dies entspricht in etwa der
Erklärung, die uns geliefert wird, welche ich ehrlich gesagt Null
nachvollziehen konnte. Und jetzt soll mir mal jemand sagen, wo da die
Logik drin steckt? Ich meine, wieso hat man nicht die
fortgeschrittene Wissenschaft benutzt, um etwas anderes zu tun? Wieso
abwarten und das Ganze beobachten, bis sich vielleicht über
Generationen hinweg etwas tut? Wieso nicht eingreifen, wenn man
sieht, was für eine schrecklich, gefährliche Sache man erschaffen
hat, die aus dem Ruder läuft?
Besonders schlimm
fand ich auch als Tris erkennt, dass sie bei allem gefilmt etc.
wurde, in ihren schlimmsten Albträumen und hoffnungslosesten
Momenten. Richtig Hardcore das Ganze O.o aber anstatt dann ENDLICH
auszurasten, verziehen sie und ihre Freunde sich mit der Erklärung
im Gepäck wieder.
Acht: The
Allegiant.
Da haben wir dann
noch diese neue Gruppe, die sich wie aus dem Nichts mal aktiv an
ALLEM beteiligen will. Es heißt die fraktionslosen gegen the
Allegiant
(welche das Motiv verfolgen das ganze System neu zu
etablieren). Wir fassen zusammen.
Tris aka
Fraktion/Fraktionslosen VS. The Allegiant.
Letztes Gruppe will
dann das bekannte Erinnerungs-Lösch-Serum benutzen, um ihre
Gegenspieler auszuschalten, damit sie praktisch ihren Plan
durchziehen können. Dann beschließt aber eine weitere Gruppe (zu
denen die Wissenschaftler gehören, von denen Tris alle Infos hat)
das es doch die beste Lösung wäre einfach ALLE damit zu
„infizieren“ damit niemand mehr irgendwen töten oder bekämpfen
will. Zur Erinnerung: Bis zu dieser Stelle sind vielleicht 5 Personen
gestorben, aber OK.
Es wird aber noch
besser, DENN Tris beschließt das Serum einfach gegen die
Wissenschaftler selbst einzusetzen. Wie ihr sehen könnt ein kleiner
Teufelskreis.
Neun: Die Lösung
des Ganzen.
*Riesenseufzer*
Alsooo….man erwartet IMMER NOCH die totale Eskalation von,
ehm…ALLEM, aber die passiert immer noch nicht und wird es auch
nicht geben. Es gibt eine Art Familientreffen, bei dem Tobias mit
seinen Eltern ein Gespräch führt und plötzlich alle ihre Bedenken
fallen lassen und sich wieder lieb haben. Einfach so. Das ist kein
Scherz. Mehr als dieses Gespräch braucht es nicht und schwupps sind
die Parteien ihre Motive los und die Probleme verpufft. Weiter geht
es mit Tris und Caleb, die im Gegensatz zu Tobias nicht zu seinen
Eltern gereist sind, um ein Teekränzchen zu feiern. Das Serum stellt
schließlich noch immer eine Gefahr dar und deshalb soll Caleb zu
einer Selbstmord-Mission geschickt werden, um es zu stehlen bzw. zu
vernichten und so die Welt zu retten. Statt ihm geht aber Tris. Sie
überlebt dann aber den Einbruch in das Labor (das mit einer Art Gift
versetzt ist) und wird dann ein paar Seiten später einfach
erschossen.
Zehn: Das Ende.
Jup. Das Ende.
Wie viele Leser bin
ich nur bedingt Fan von Happy Ends. Muss nicht immer sein, ist aber
ganz schön. Aber so etwas? Ich kann wirklich nachvollziehen, wieso
so viele erschüttert über diesen Schritt waren. Aber nicht Tris´
Tod macht das Buch so schlecht, sondern die Art wie er abgefertigt
wird. Sie wird erschossen, stirbt auf einer halben Seite und das war
es dann. Den Rest dürfen wir uns aus der Sicht von Four geben und
der schwelgt in Erinnerungen an seine Liebe, bei denen ich nur den
Kopf schütteln konnte. Das Besondere an der Liebesgeschichte war
doch, dass Tris und Four sich eben NICHT kannten, aber hier
impliziert die Autorin, dass Four sie öfter beobachtet hat, es so
viele Momente gab, in denen er Tris ach so toll fand. Das fand ich
furchtbar und hat mir meine Sichtweise auf den ersten Teil verdorben.
Furchtbar waren
auch die weiteren 10 oder was auch immer Kapitel, die Four erzählt.
Kurze Fetzen in Memory Of Tris in etwa. Das Traurige daran war, dass
ich es nicht einmal traurig finden konnte. Mich konnte Tris´ Tod und
alles, was danach kam nicht berühren. Was ich persönlich noch mit
am Schlimmsten fand, war der Epilog. Als Leser wird man in eine Art
Abschluss geworfen, der einfach keiner ist. Es bleiben so viele
Fragen. So viele ungelöste Ansätze und vieles mehr.
Ich habe mich
wirklich gefragt: Was zur Hölle hast du da gelesen?
Nachdem ich meine Rezension geschrieben hatte, konnte ich nicht anders als mein Rating von den vorherigen 2 Sternen  auf 1 zu senken. Ich weiß echt nicht, wie ich es geschafft habe, dass Buch überhaupt so schnell zu beenden. 

4 Comments

  • Lisa Bisasam

    Ich habe gerade beim Stöbern auf Amazon deine Rezensionen gefunden! Ich durchstöbere gerne bei anderen Bloggern Rezensionen zu Büchern, die ich bereits ebenfalls gelesen oder rezensiert habe, einfach um zu wissen, ob es ihnen genauso ging.
    Nachdem du bei fast allen genau meiner Meinung warst, MUSSTE ich mir deine Rezension zu Allegiant – dem (für mich) Aufregbuch 2014 – anschauen und habe wirklich ständig vor mich hingekichert, weil du das so schonungslos beschrieben hast. Eigentlich war das Buch ja nicht zum Kichern, aber was soll's. 😀

    Danke auf jeden Fall für die erheiternden Minuten, ich habe schon öfters versucht meine Meinung irgendwo zu diskutieren oder in dem Fall bestätigt zu bekommen, ist aber eigentlich fast immer gescheitert. Ich kann dir also, wie du dir bestimmt schon denken kannst, in ALLEN Punkten zu stimmen. Und über ein Jahr später denke ich gerade ernsthaft nochmal darüber nach, meine Rezension zu überarbeiten und einen Panda abzuziehen… xD

    Lange Rede, kurzer Sinn. Danke für deine immer (zumindest die, die ich gelesen habe) erheiternden und ehrlichen Rezensionen, jetzt hast du wohl einen Leser mehr. 😉

    Liebe Grüße,
    Lisa

    • TanjaV

      Hi Lisa,

      danke für das amüsante Feedback 😀 Wenn ich ein Buch nicht mag, dann geht es manchmal ganz schön rund. Dazu muss ich aber sagen, dass ich Divergent ja so mega mochte und niemals gedacht hätte, dass es so bergab mit der Reihe geht. Allerdings tröstet es immer ungemein, wenn man hört, dass andere auch Probleme hatten und man High 5 mit ihnen machen kannn xD *High 5 geb* 😀

      Liebe Grüße,
      Tanja

    • Lisa Bisasam

      Ich habe Divergent auch regelrecht geliebt. Ich hatte es damals auf englisch entdeckt als es noch hier unbekannt war fand es so genial geschrieben. Mal was ganz neues. 😀 Und dann sowas… seufz. Oh und an dieser Stelle: Bei "Bevor ich sterbe" habe ich mich auch köstlich amüsiert, auch wenn ich dem Buch vielleicht 2/5 gegeben hätte. xD

      *high five zurück* 😀

  • Caro

    Hey,
    ich kann alles in deiner Rezension nachvollziehen und habe in vielen Punkten genauso gefühlt wie du. Das Buch ist wirklich das Schwächste der Trilogie…schade.
    Jetzt blickt man mit einem anderen Gefühl auf den ersten Teil zurück..
    Aber trotzdem finde ich deine Rezension gelungen!

    Liebe Grüße
    Caro

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