Uncategorized

[BUCHREZENSION] Cold Spell

Titel:
OT:
Cold Spell
Autor/in:
Jackson Pearce
Genre:
Ya, Fantasy
Buchreihe:
Fairytale Retellings #4
Quelle: Kauf 🙂
Die
amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina,
lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet
als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre
alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu
wollen, in dem ein schlaues MĂ€dchen, Pferde, Tierbabys und Magie
eine Rolle spielen – und da sie ein solches nirgendwo finden konnte,
begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und
aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei
renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht. Jackson Pearce,
die laut eigener Angabe mit einer schielenden Katze und einem Hund,
der ein bisschen wie ein Außerirdischer aussieht, zusammenlebt, ist
auf Facebook aktiv, twittert unter und unterhÀlt eine Website, auf
der sie ihre Gedanken und Videos veröffentlicht.

Deutsch
Noch
nicht erschienen.
Genaueres
unbekannt!
Englisch
Gebunden/
11,14€
Seiten:
336
Verlag:
Little Brown


Typisch Jackson Pearce, aber nicht ihr bestes Werk…
Kurzbeschreibung
Kai
and Ginny grew up together–best friends since they could toddle
around their building’s rooftop rose garden. Now they’re seventeen,
and their relationship has developed into something sweeter, complete
with stolen kisses and plans to someday run away together. But
one night, Kai disappears with a mysterious stranger named Mora–a
beautiful girl with a dark past and a heart of ice. Refusing to be
cast aside, Ginny goes after them and is thrust into a world she
never imagined, one filled with monsters and thieves and the idea
that love is not enough. If Ginny and Kai survive the journey, will
she still be the girl he loved–and moreover, will she still be the
girl who loved him?
Buchgestaltung
Obwohl die
Covergestaltung innerhalb der Reihe geÀndert wurde und ich so etwas
immer doof finde, mag ich die neuen Cover der Reihe trotzdem sehr
gerne. Es sieht nicht nur total schön aus, sondern passt auch
perfekt zu dem MÀrchen, dass Jackson Pearce dieses Mal neu erzÀhlt:
Die Schneekönigin. Dabei spielt der Spiegel, der zerbricht eine
entscheidende Rolle. Cold Spell ist dazu ein wunderbarer Titel.
Meinung
Ich bin und bleibe
ein großer Fan von Jackson Pearce, aber leider muss ich sagen, dass
ich dieses Mal etwas enttÀuscht wurde. Der Satz kommt mir selber
bekannt vor – warum? Weil ich so etwas Ă€hnliches bereits bei
Fathomless auch gesagt habe. Im Gegensatz zu dem VorgÀngerband
der Autorin, finde ich persönlich aber, dass Cold Spell ihre
bisher schwÀchste Leistung ist. Versteht mich nicht falsch, das Buch
war gut, ich mochte es aus vielen GrĂŒnden, aber mir wurde auch
schnell klar, dass es Sisters Red oder Sweetly einfach
nicht das Wasser reichen konnte.
Cold Spell erzÀhlt
die Geschichte von Ginny und ihrem Freund Kai. Was ich sofort mochte
war der Schreibstil, der sich bei dieser Geschichte doch etwas
verÀndert hat. Die kalte AtmosphÀre des MÀrchens war direkt
vorhanden und konnte mich in ihren Bann schlagen. Ich war richtig
geflasht von der Art und Weise, wie Jackson Pearce hier immer wieder
hat Metaphern einfließen lassen, die mit dem Winter gespielt haben.
Das Ganze kam sehr magisch und mystisch rĂŒber und das GefĂŒhl die
Spannung in der Luft greifen zu können war etwas Besonderes. Man
wusste einfach, bald wird etwas ganz, ganz Schlimmes geschehen –
und das tat es auch.
Das Wunderbare an
Jackson PearceŽ NacherzÀhlungen sind, dass sie nur minimal an die
Originalgeschichten angelehnt sind. Man hat hier nicht wirklich den
Überblick, ĂŒber die Dinge, die als nĂ€chstes passieren könnten,
weil sich der Plot kaum an den ĂŒblichen Handlungsverlauf gehalten
hat. Das hat die Geschichte immer wieder interessant gemacht.
NatĂŒrlich gab es wesentliche Elemente, die eben nicht fehlen
durften, um das MĂ€rchen erkennbar zu machen und das war auch gut so.

Was ich zum
Beispiel gelungen fand, waren die kurzen Kapitel aus der Sicht der
Schneekönigin, die Einblick in deren Motive geboten haben, sowie
ihre HintergrĂŒnde. Ginny sieht sie nĂ€mlich ausschließlich als
Feindin an, nachdem sie Kai entfĂŒhrt und das war eine gute Methode,
um diesen Charakter den Lesern noch etwas nÀher zu bringen.
Die ganze
Liebesgeschichte mit Ginny und Kai war auch sehr sĂŒĂŸ. Die Autorin
ist nicht bekannt dafĂŒr eine rosarote Brille zu tragen und das war
hier zum GlĂŒck auch nicht der Fall. Die beiden sind zwar zusammen
und man sieht viel von ihrer Beziehung, aber die Liebesgeschichte ist
eben doch nebensĂ€chlich. Was ich immer sehr gerne an den BĂŒchern
der Autorin mag, sind die vielen Seitenhiebe auf ihre anderen Romane
und davon gibt es hier vielleicht sogar zu viel. Ich verstehe
durchaus, was die Autorin hier versucht hat und meistens fand ich die
ErklÀrungen gut eingebaut, aber mir persönlich war es einfach ein
Tick zu viel. Hier wurde sich zu viel auf Dinge verlassen, die der
Leser bereits aus anderen BĂŒchern weiß. Die Fenris, die JĂ€ger etc.
das nahm viel Platz ein und war zu jeder Sekunde wichtig, aber
irgendwie hat mich das ziemlich oft gestört, weil ich das GefĂŒhl
hatte, dass Buch hat eigenstÀndig betrachtet nicht sonderlich viel
zu bieten. Es ist schwer zu erklÀren. Es geschehen einige Ereignisse
in Cold Spell, die fesseln und an die ErzÀhlung binden, aber
trotzdem hat mir das gewisse Etwas irgendwie gefehlt.
WĂ€hrend der Suche
nach Kai hÀlt sich Ginny meiner Meinung nach zu viel mit anderen
Dingen bzw. Charakteren auf, die man zwar auf Anhieb mag, aber fĂŒr
die Handlung eigentlich irrelevant sind. Sicher, es kann einen
Aha-Effekt auslösen, wenn man plötzlich verschiedene Namen aus
verschiedenen BĂŒchern in Verbindung miteinander setzt, aber ich
hatte mir einfach mehr erwartet. Ich wollte mehr Spannungspunkte,
mehr Tiefgang und auch ein richtiges Finale. All das gab es im Buch
einfach nicht. Teilweise plÀtschert die Story sogar vor sich her,
wenn Ginny in Erinnerungen an Kai schwelgt und man zu sehen bekommt,
wie er so war.
Vielleicht erklÀrt
aber auch das nÀchste Buch der Reihe, warum all diese Dinge hier so
unheimlich viel PrĂ€senz eingenommen haben. Wer weiß, vielleicht
gibt es da einen grĂ¶ĂŸeren Plan, von dem ich als Leserin bisher
nichts ahnen kann….?
Ginny hingegen ist
ein großer Pluspunkt. Mit ihr als Protagonistin hat Jackson Pearce
nichts falsch gemacht und bleibt ihrem Stil treu. Eine mutige und
kluge Heldin gab es noch in jeder Geschichte der Autorin und dieses
Markenzeichen finde ich super. Außerdem wird es wieder gewohnt
blutig, weil dieses MĂ€rchen eben seine Schattenseiten hat und Ginnys
Leben schwebt mehr als einmal in Gefahr. An den Momenten, die also
wirklich spannend waren, gab es nichts auszusetzen. Auch die
logischen Schlussfolgerungen waren wieder gewohnt durchdacht
umgesetzt.
Cold
Spell ist durchaus unterhaltsam, aber nicht das beste Buch von
Jackson Pearce. Etwas mehr Orientierung am roten Faden und weniger an
ihren anderen BĂŒchern, hĂ€tte dem Plot gut getan. Eine sympathische
Protagonistin und die wahnsinnig tolle AtmosphÀre machen das zwar
nicht ganz wett, das Buch aber doch einen Blick wert. Wenn man etwas
mehr Geduld mitbringt, kommt die Spannung doch noch aus ihrem Loch
gekrochen und zwischenzeitlich darf man mit grĂŒbeln und raten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Doofes Pflichtfeld (sorry, muss sein!)

*

Ich bin einverstanden!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darĂŒber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.