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[BUCHREZENSION] Gray Kiss


Titel:
Gray Kiss
OT:
Wicked Kiss
Autor/in:
Michelle Rowen
Genre:
YA, Fantasy
Buchreihe:
Nightwachters #2
Quelle: Danke an den Verlag!

Michelle
Rowens Name steht für erfolgreiche paranormale Romances, Urban
Fantasy und All Age Fantasy. 2009 zeichnete die Kritikerjury der
Romantic Times die Vampirromane der Bestsellerautorin aus. Zusammen
mit einer launischen Katze lebt der bekennende „Bufffy“-Fan in
Ontario, Kanada.
Deutsch
Broschiert/
12,99€
Seiten:
412
Verlag:
Dark Kiss

Englisch
Taschenbuch/ 12,95€
Seiten: 395
Verlag: Mills & Boon


Eine
wahnsinnig gelungene Fortsetzung!
Kurzbeschreibung
Mein
Kuss kann töten. Ich bin Samantha, eine Gray . Ein entsetzlicher
Hunger brennt in mir, und um ihn zu stillen, muss ich küssen. Als
der Fluch begann, habe ich Seelen geraubt jetzt bringe ich den Tod.
Nur bei einem wirkt dieser grausame Zauber nicht: Bei Kraven, einem
Dämon. Dabei ist er der Bruder von Bishop, den ich wirklich will,
aber nicht haben darf. Denn Bishop ist ein Engel mit sterblicher
Seele. Verliebt in einen Engel, geküsst von einem Dämon, gefangen
zwischen zwei Brüdern das ist erst der Beginn meiner Probleme! Denn
immer mächtiger werden in mir die übernatürlichen Kräfte.
Plötzlich kann ich in Bishops Vergangenheit schauen. Und was ich
dort sehe, raubt selbst mir, einer Gray , den Atem.
Buchgestaltung
Das Originalmotiv
wurde übernommen und wie bei Teil eins finde ich, dass es wirklich
super zum Inhalt des Buches passt. Auf Band 1 war Bishop zu sehen,
der dort eine wirklich große Rolle gespielt hat und das dieses
Mädchen Sam sein soll, damit kann ich mich bestens anfreunden. Ich
finde auch den deutschen Titel wesentlich besser, weil Gray Kiss (da
Sam eine „Gray“ ist) irgendwie mehr das Thema trifft.
Meinung
Dark Kiss hat mir
damals wirklich gut gefallen. Trotz einiger, kleiner Schwächen hat
mich besonders die sympathische Protagonistin und die Idee des Romans
schnell in ihren Bann geschlagen. Mit Gray Kiss legte die Autorin nun
den zweiten Teil (und vermutlich Abschluss?) der Reihe vor, der mir
noch mal um einiges besser gefallen hat als sein Vorgänger. Also
Lauscher auf, Freunde! 😉
In Gray Kiss steht
nicht nur Samantha im Vordergrund, sondern alle Nebenfiguren, die wir
bisher kennengelernt haben und dazu kommen sogar noch einige neue.
Was die Entwicklung der Personen betrifft hat Michelle Rowen hier
eine echte Glanzleistung vollbracht, denn wirklich jeder der
Charaktere hat sich sichtbar verändert. Ich fand es wahnsinnig gut
beschrieben, wie die vielen Ereignisse die Persönlichkeiten haben
ernster werden lassen und auch der Zusammenhalt unter Freunden, sowie
Feinden ganz neue Seiten zum Vorschein gebracht hat. Besonders gut im
Gedächtnis geblieben ist mir nachdem Leser aber vor allem, die
hervorragende Spannungskurve, denn im Roman gibt es ein stetiges Auf
– und Ab der Gefühle.
Hier balancierte
die Autorin zwischen sehr viel Spannung, sowie Erklärungen und das
ist ihr wirklich gelungen! Die Abwechslung, die einem hier geboten
wird ist sehr groß und es wurde trotz einiger etwas längerer
Kapitel dennoch nie langweilig.
Der Plot greift
immer sinnvoll ineinander über und bis zum Ende werden wirklich ALLE
Fragen befriedigend beantwortet – etwas, dass es heute nicht minder
selten gibt. Ich hatte beim Lesen durchgehend das Gefühl der Logik
perfekt folgen zu können und das war sehr angenehm. So lösten sich
die Berge an Fragen wie selbstverständlich, aber auch sehr fesselnd
Stück für Stück auf. Normalerweise bin ich es echt gewohnt eine
gewisse Vorhersehbarkeit zu spüren, wenn es auf das Ende einer Reihe
zugeht, aber hier war das nur selten der Fall. Die vielen Wendungen
kamen doch überraschend daher und das lag daran, dass die Autorin
sich hier neben ihren kreativen Ideen zur Gestaltung der Handlung
noch einiges hat einfallen lassen.
Der
Paranormale-Part der Story nimmt mehr Überhand und wir erfahren
wichtige Details aus der Vergangenheit, die uns besonders die Brüder
näher bringen. Auch aus Samanthas Umfeld erfährt man noch mal
einiges mehr. Im Grunde ist alles eine rundum gute Darstellung der
Umstände gewesen. Neben der Aufgabe, die Samantha und ihre Freunde
noch immer erfüllen müssen, bleibt aber auch das normale Leben
nicht auf der Strecke, was ich sehr authentisch fand. Sam lässt
nicht alles stehen und liegen, sondern findet eine gute Balance
zwischen den beiden Welten, in denen sie so gesehen lebt. Hier mochte
ich besonders den Teil, der mit Jordan und der Schule zu tun hatte,
weil es dort viele zwischenmenschliche Einblicke gab.
Engel und Dämonen
spielen immer noch die Hauptrolle und der Krieg steht mehr denn je
vor der Tür. Man merkt beim Lesen sehr deutlich, dass die Autorin
sich bemüht hat ihren Fans noch viel mit auf den Weg zu geben. Neue
Fähigkeiten, neue Gesichter und neue Dramen machen das Ganze sehr
unterhaltsam.
Die Rückblicke in
die Vergangenheit, die Sam erlebt waren zudem wirklich gut in die
Geschichte eingebaut und haben das ganze Nicht-Liebesdreieck äußerst
realistisch gestaltet. Das ist übrigens noch so eine Sache, für
dich ich Michelle Rowen wirklich vergöttere: KEIN-Liebesdreieck. Man
hatte ja so einige Seitenhiebe im ersten Teil mitbekommen und die
findet man hier auch wieder massenhaft, aber zu keinem Zeitpunkt im
Buch denkt man sich: Ein Mädchen zwischen zwei Brüdern, weil eben
nichts auf eine Art Dreiecks-Kiste hinaus läuft. Stattdessen fand
ich die erneuten Annäherungen zwischen Sam und Bishop wirklich
ziemlich heiß ;P
Die Sache mit dem
Hunger war einfach so ein Element, dass viele verzwickte Szenen zur
Folge und es gab Kapitel, in denen ich wieder laut mitlachen musste.
Der Sarkasmus ist genial! Die Dialoge waren eh ein Teil des Buches,
der mir mit am besten gefallen hat. Man hat einfach das Gefühl unter
echten Menschen zu sein, weil die Gespräche, wie die Handlung ihre
Hochs und Tiefs hat.
Zum Ende hin gibt
es dann sogar noch ein paar Schocker und eine Stelle fand ich
persönlich besonders traurig, denn sagen wir es mal so: Nicht alle
Charaktere, die man im Verlauf des Buches lieb gewinnt überleben das
Ende auch. Trotzdem war es super, dass Sam hier eine ganze Truppe an
Freunden zur Unterstützung hat und nicht jedes Problem/Konflikt
selber lösen kann, auch, wenn sie wie zuvor so oft betont wurde
etwas „Besonderes“ ist.
Ein paar
Kritikpunkte bleiben zum Schluss aber trotzdem übrig. Obwohl ich bei
diesem Romantasy-Buch die meiste Zeit Feuer und Flamme war, so gab es
zu Anfang einfach zu viel Rumknutscherei und Kitsch, für meinen
Geschmack. Dass hier der Twist zwischen den Brüdern so stark auf die
Tatsache fokussiert wurde, dass Sam Kraven, aber nicht Bishop küssen
kann, ging mir ehrlich gesagt ein klein wenig auf die Nerven. Zudem
fand ich es wirklich schade, dass der Einstieg ins Buch durch diese
ganze Sache etwas gestreckt wurde.
Gray
Kiss ist ein fast perfekter Abschluss einer tollen Reihe, die ich
jedem Romantasy-Fan wärmstens empfehlen kann. Sympathische
Charaktere, eine außergewöhnliche Idee und viele spannende Wenden
machen das Buch zu einem richtigen Highlight. Ich bin auf weitere
Bücher der Autorin gespannt! 🙂

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