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[BUCHREZENSION] Blind Date mit einem Rockstar

Titel:
OT:
Blind Date mit einem Rockstar
Autor/in:
Teresa Sporrer
Genre:
YA, Contemporary
Buchreihe:
Lost In Stereo #2
Quelle: Danke an Verlag und 
Autor für die Leserunde!

Teresa Sporrer wurde 1994 in der kleinen österreichischen Stadt Braunau am Inn geboren. Da ihr Heimatdorf fast nur aus Feldern und Bäumen besteht, zieht es die Autorin seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr regelmäßig auf verschiedene Rockkonzerte und Festivals. Neben ihrer Liebe zur Musik hegt sie noch eine große Leidenschaft für Bücher und kümmert sich regelmäßig um ihren eigenen Bücherblog. Momentan bereitet sich die Autorin auf ihr Lehramtsstudium vor und arbeitet an neuen Geschichten, die sehr wahrscheinlich wieder von Rockstars handeln werden.

“Verliebe dich nie in einen Rockstar” ist der erste Teil der mehrteiligen Rockstar-Reihe. Im Dezember folgt mit “Blind Date mit einem Rockstar” der zweite Teil. In “Zehn mal fantastische Weihnachten” ist eine Kurzgeschichte der Rocker enthalten. 

Weitere Teile sind in Planung.
Deutsch
Ebook/
3,99€
Seiten:
circa 304
Verlag:
Impress

Englisch
Deutsche
Originalausgabe!



Durchwachsen,
aber mit absolut gelungenen Höhepunkten…
Kurzbeschreibung
Wenn
Serena sich einer Sache ganz sicher sein kann, dann dieser: Rockstars
sind allesamt Schweine! Ja, vielleicht hat die Sache zwischen ihrer
Freundin Zoey und Acid ein Happy End gehabt, aber das war ja mal eine
totale Ausnahme. Ganz anders sieht es mit seinem Bassisten Simon aus,
der ihr nicht nur rein sportlich immer wieder das Herz bricht,
sondern auch gerne so tut, als ob er sie nicht kenne. Mag sein, dass
er wie ein junger Gott aussieht mit seinen hohen Wangenknochen, dem
breiten Kinn, den galant geschwungen dunkelbraunen Haaren und
verboten grünen Augen, sein Charakter ist trotzdem so schwarz wie
der Teufel selbst. Da hilft nur eins: Ablenkung! Denken zumindest
ihre besten Freundinnen, die ihr eifrig ein paar Blind Dates
organisieren. Nur leider hat keiner damit gerechnet, dass Simon da
bald mit von der Partie ist …
Buchgestaltung
Passt wieder
perfekt…
Zum Inhalt!
Der Reihe!
Einfach allem!
Meinung
Ach, was war ich
gespannt auf den zweiten Band! Ich habe den ersten Teil zwar erst vor
Kurzem entdeckt und auch gelesen, aber trotzdem war die Neugier auf
Band zwei riesig. Serena war ein Charakter, der mir in Band eins ganz
gut gefallen hat, aber hier leider nicht wirklich, dass muss ich
direkt zu Beginn mal los werden. Allgemein hatte das Buch einen
katastrophalen Start für mich und ich hätte es ehrlich gesagt auch
gerne aufgegeben, aber das habe ich nicht getan und es hat sich
gelohnt! Für mich hat dieses Jahr kein Buch eine solche Wende
hingelegt und mir dann noch bewiesen, dass mehr drin steckt als auf
den ersten Blick von mir erwartet wurde.
Serena ist ein
Charakter mit dem man erst mal klar kommen muss. Sie spricht in der
dritten Person von sich und das fand ich in Zoeys Geschichte echt OK,
aber es auf jeder Seite, in jedem Dialog zu lesen, wurde mir echt
schnell zu viel. Im Gegensatz zu Zoey wurde ich mit ihr einfach nicht
warm – nicht ganz unverständlich, sind die beiden Freundinnen doch
wie Tag und Nacht. Serena ist schon ein sehr zickiger und
kratzbürstiger Mensch, der weniger Humor mitbringt und dafür mehr
Beleidigungen. Das konnte ich zu Beginn der Geschichte kaum
nachvollziehen. Sie selbst erklärt dem Leser, dass sie viele Gründe
für ihr Verhalten hat, aber die habe ich leider nicht mitbekommen.
Es gab da einfach immer nur Simon, eine Person, die Serena aus ihrer
Vergangenheit kennt und mit der sie schlechte Erinnerungen verbindet.
Eine gute Idee, wie ich auf Anhieb fand und wieder Erwarten etwas
anderes, aber der Weg bis ich sie sympathisch fand war holprig, lang
und teilweise echt nervig.
Etwas, dass ich
wirklich wunderbar an Teresa Sporrers Geschichten finde ist und
bleibt ihr Stil. Sie kann herrlich locker leicht schreiben und baut
winzige Wiederholungen als Stütze in ihre Geschichten ein, die
absolut nicht stören. Das ist mir immer wieder aufgefallen und
konnte bei mir punkten. Was ich richtig genial fand war auch die Art
und Weise wie die ganzen anderen Charaktere hier immer passend Platz
finden. Die Autorin hat sich ein ganzes Netz an Figuren und
Verknüpfungen aufbaut, dem man immer super folgen kann und das hier
noch gestärkt wurde. Ich habe die ganzen Szenen richtig geliebt, in
denen Zoey, Violet und Nell vorkamen und man Einblicke in deren Leben
erhielt, sowie der Beziehungen der Freundinnen zu Bandmitgliedern.
Man müsste ja meinen, dass man hier eine ähnliche Geschichte wie in
Band 1 vorgesetzt bekommt, aber das war nicht der Fall. Hier gibt es
eine eigenständige und abwechslungsreiche Handlung, die bis auf das
Setting, die Figuren und deren Liebe zur Musik nichts gemeinsam
haben.
Nachdem ich mich
erst mal in die Geschichte hinein gelesen hatte (auch, wenn das eine
Weile dauerte) habe ich schnell gemerkt, dass ich dem Buch einiges
abgewinnen kann, denn obwohl ich Serena nicht so gern hatte wie
gewollt, so fand ich die vielen Ereignisse im Buch echt zum Schießen.
Natürlich gab es den ein oder anderen Zufall zu viel, was im wahren
Leben vielleicht etwas unrealistisch wirkte, aber jedes Mal, wenn
Serena und Simon zusammen in einem Boat saßen, wurde es sehr spaßig.
Die Beziehung der beiden hatte eine ganz andere Dynamik als die von
Zoey und Alex und so war ich immer wieder sehr gespannt, ob nun Drama
oder Versöhnung folgte.
Im Verlauf der
Handlung hat die Autorin bewiesen, dass sie es gerne kunterbunt mag,
denn die vielen Höhe – und auch Tiefpunkte der Erzählungen
vermochten es mich mit jeder Seite mehr und mehr zu packen. Besonders
toll fand ich auch die Bruchstücke der Vergangenheit, die gezeigt
haben, wie Serena sich fühlte. Das hat mir sehr geholfen ihren
Charaktere besser verstehen zu können. Und sei sie noch so
durchgeknallt und zickig, es gab viele Stellen, an denen ich sie lieb
gewonnen habe. Die Szenen mit ihren Freundinnen zusammen, zeigen, was
für ein guter und aufrichtiger Mensch sie sein kann und manche davon
haben mich echt berührt.
Freundschaft über
allem ist auch hier wieder ein sehr wichtiges Thema, das klar bei mir
punkten konnte. Selten habe ich eine Reihe gelesen, die so viel Wert
auf das alles legt und es war einfach herrlich die Dynamik der Gruppe
zu verfolgen, weil Teresa Sporrer die Freundschaft der Mädchen sehr
authentisch gestaltet hat. Mir persönlich wurde es in der Mitte ab
und an etwas zu viel Geschwatze und Austausch, aber das ist eben
Geschmackssache. Ich bin der Meinung, dass man eben nicht immer alles
jedem seiner Freunde sofort erzählt, aber allgemein führt die
Truppe ja ein aufgeschlossenes Verhältnis. Wo wir auch wieder bei
dem (leidigen) Sex-Thema angekommen wären. Im ersten Teil der Reihe
und auch hier fand ich es großartig, dass niemand ein Blatt vor den
Mund nimmt und Sex klar thematisiert wird, eben so wie es Jugendliche
tun. Das war witzig, aber teilweise auch ein wenig übertrieben.
Besonders gegen Ende konnte ich nicht mehr über die Sex-Sprüche
lachen, weil die Witze doch etwas abgenutzt waren. Auch die
eigentliche Sex-Szene im Buch war mir viel zu kurz und wirkte etwas
lieblos, das sie kaum ein paar Sätze angehalten hat. Ich stehe
absolut nicht auf halbe Buch-Pornos, aber etwas mehr wäre besser
gewesen.
Die ganze Sache mit
dem Blind Date war für mich der Knüller und Höhepunkt des Buches.
Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen, lachen und lachen, so
verrückt und spaßig waren die Stellen, in denen Serena und Simon
sich näher kommen. Auch die vielen Hinweise auf noch kommende
Geschichten bzw. Charaktere, wie Zoeys Schwester Ellen haben mich
wahnsinnig neugierig gemacht!
Das Ende des Buches
ist ein guter Abschluss gewesen. Was ich der Handlung hoch anrechne
ist, dass unnötiges Drama vermieden wurde und das Spiel mit den
Klischees blieb auch nicht aus – wirklich sehr humorvoll! Meiner
Meinung nach hätten es gegen Ende sogar noch ein paar mehr Kapiteln
sein können, denn Simon und Serena finden dank ihrer Freunde doch
recht schnell zusammen. Bei ihrer Vergangenheit war das aber
vielleicht auch gut so.
Weil
ich nicht sofort Zugang zu Serena hatte, war das Buch besonders zu
Beginn sehr durchwachsen für mich. Nach Eingewöhnungszeit
kristallisierten sich aber klar der tolle Stil und die Liebe zum
Detail der Autorin heraus. Teresa Sporrer hat ein Händchen für
flüssige, humorvolle Geschichten über Freundschaft und Liebe, die
mit Klischees spielen und wirklich tolle Unterhaltung sind. Für mich
hatte der Band einige Schwachstellen und noch Potenzial nach oben,
aber das ist eben Geschmackssache. Ich fiebere jedenfalls Band drei
(Violet) entgegen, weil ich mit ihr mehr anfangen konnte als es wohl
bei Serena jemals der Fall sein wird 😛

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