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[BUCHREZENSION] Wie Blut so rot

Titel:
Wie Blut so rot
OT:
Scarlet
Autor/in:
Marissa Meyer
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Lunar Chroniken #2
Quelle:
Danke an den Verlag! 🙂

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der “Luna-Chroniken” sind ihr Debüt als Schriftstellerin.
Deutsch
Gebunden/
19,90€
Seiten: 512
Verlag:
Carlsen

Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,90€
Seiten: 464
Verlag: Puffin


Wer
Band eins mochte, wird den hier lieben! 😀
Kurzbeschreibung
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …
Buchgestaltung
Viele Fans der
englischen Cover haben sich über die deutsche Aufmachung beschwert,
aber ich finde sie ehrlich gesagt ganz hübsch, so wie sie ist. Da es
hier in gewisser Weise um ein Make-over von Rotkäppchen geht, sind
die Wölfe und Signalfarbe Rot gut gewählt. Außerdem glänzt das
Buch richtig schön, durch das reflektierende Cover. Die englische
Aufmachung ist natürlich perfekt. Beide Titel passen meiner Meinung
nach gleich gut zum Roman.
Meinung
Wie Blut so rot
ist das zweite Märchen Makeover von Marissa Meyer. Nacherzählung
passt mal wieder nicht ganz so gut, da die Geschichte zwar in einigen
Punkten mit dem Original übereinstimmt, die Geschichte aber die
meiste Zeit etwas Eigenständiges ist. Die Autorin hat sich dieses
Mal Rotkäppchen zur Vorlage genommen und die Protagonistin heißt
Scarlet, genau wie ihre Haarfarbe im englischen Original. Ich mochte
das Buch viel mehr als noch „Cinder“.
Zu Beginn war ich
allerdings etwas skeptisch, wo die Autorin mit ihrer Erzählung
hinwollte. Es ist nämlich so, dass Band zwei nicht ausschließlich
aus der Sicht vom Scarlet geschrieben ist. Besonders in den Anfängen
der Geschichte häufen sich Kapitel, die Cinders Abenteuer weiter
erzählen und auch Einblicke auf die Situation von Kai geben. Da ich
angenommen hatte, das Buch würde Vergangenes auf eine andere Weise
weiterspinnen, war ich zuerst etwas vor den Kopf gestoßen. Scarlets
Perspektive gefiel mir zunächst so viel besser, dass ich mich fast
gelangweilt habe, wenn diese immer wieder von Cinder & Co
unterbrochen wurde. Im Verlauf der Handlung musste ich aber
feststellen, dass genau diese Tatsache einfach perfekt war, um später
Einblicke in etwas zu geben, dass für die gesamten Lunar Chroniken
von Bedeutung ist. Als gegen Ende dann sogar die Stränge alle
zusammenliefen, war ich richtig begeistert von all dem Tiefgang und
den logischen Schlussfolgerungen.
Scarlet war mir vom
Fleck weg sympathisch. Sie ist ein sehr temperamentvoller Mensch, mit
dem Hang erst zu handeln, dann zu denken. Zudem schlägt ihre
Loyalität gegenüber ihrer Großmutter sich immer wieder durch und
das fand ich große Klasse. Was ich ebenfalls sehr mochte war, dass
Scarlet zwar ein total energischer und selbstbewusster Charakter war,
sie aber auch jede Menge sanftere Seiten hatte. Im Grunde passt harte
Schale, weicher Kern
total gut als Beschreibung zu ihr. Irgendwie
war es schon fast wieder witzig, dass es hier ganz anders war als im
Original Märchen, denn Scarlets Gegenpart Wolf ist trotz einiger Wut
und Aggressivität die meiste Zeit eher der Ruhepol und auf
liebenswürdige Weise verplant und unwissend, was die normalsten
Dinge angeht. So weiß er z.B. nicht, wie eine Tomate aussieht und
schmeckt, was herrlich amüsant war.
Die Geschichte
kommt so schnell in Fahrt, dass man sich als Leser förmlich so
vorkommt als würde man in den Plot hineingeworfen. Ich fand, dass
war ein großer Pluspunkt, besonders da Autorin Marissa Meyer sich
sämtliche Wiederholungen spart. Alles, was wichtig ist, wird kurz
und knapp von Cinder in Erinnerungsrückblicken oder Gedanken
wiedergegeben. Scarlet weiß zunächst auch selbst nicht, inwiefern
sie oder ihre Großmutter überhaupt in Cinders Geschichte verstrickt
sich, das stellt sich auch erst ganz am Ende heraus. Im Grunde ist
Wie Blut so rot also ein eigenes Abenteuer, das erst nach und nach
Verknüpfungen zu dem Vorgängerband und die darin stattgefundenen
Ereignisse macht.
Auf der Suche nach
ihrer Großmutter erlebt Scarlet eine spannende Reise. Sie trifft auf
viele Gefahren und Herausforderungen, muss wichtige Entscheidungen
treffen und man spürt deutlich, dass sie eine große Entwicklung
über das Buch hinweg macht. Die Beziehung zu Wolf entwickelt sich
sehr langsam. Das war angenehm zu lesen, weil man sehr gut
nachvollziehen konnte, wie Scarlet Vertrauen zu ihm fasst. Allgemein
fand ich die Liebesgeschichte einfach traumhaft schön gemacht. Es
gab romantische Szenen, starke Dialoge und Konflikte, die sich immer
mehr aufgewiegelt haben, sodass die Mischung Scarlet/Wolf irgendwann
„explodieren“ musste. Die Szenen, in denen beide mal etwas mehr
Zeit für Entspannung hatten, waren auch total witzig, was daran lag,
das sie eben so verdammt unterschiedlich waren 🙂
Ab der Mitte wurde
das Buch so spannend, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen
konnte! Ich musste einfach wissen, wie es mit Scarlet und Wolf
weitergeht und ob die beiden Großmutter Michelle nun wiederfinden.
Zwischen all diesen Rätseln, gab es auch viele sehr traurige
Momente, die mich echt mitgenommen haben. Hier wird es oft richtig
blutig und gegen Schluss gab es einen richtigen Kleinkrieg.
Nebenbei ist Cinder
auf der Flucht und die Entdeckungen, welche sie über ihre
Vergangenheit macht, sind nicht minder fesselnd. Was auch richtig
toll war: Wir lernen hier einen Charakter kennen, der für das dritte
Buch sicher sehr wichtig sein wird und den man hier schon sehr lieb
gewinnt, weil er so schlagfertig ist. Das letzte Kapitel im Buch fand
ich auch einfach genial gemacht. Ich möchte unbedingt wissen, was
Cress nun mit allem zu tun hat! Ein kleiner Trost ist da die
Leseprobe zum dritten Band, obwohl es einem danach wohl noch schwerer
fällt zu warten.
Wie
Blut so rot
ist in zweiter Band, der mir nochmal besser gefiel
als Wie Monde so silbern. Scarlet war für mich die perfekte
Protagonistin, mir mit all ihrem Gerechtigkeitssinn und Mut sehr
sympathisch. Die Handlung ist schlüssig, spannend und steigert sich
zu einem tolle Finale, das einen den Atem anhalten lässt. Dass in
der Nebenhandlung Cinders Geschichte weitergesponnen wird stellt sich
als großer Pluspunkt heraus, denn hier werden einem nochmal wichtige
Informationen zu teil.
Spannend,
schlüssig, spaßig – Klare Empfehlung von mir! 🙂

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