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[BUCHREZENSION] Half Bad

Titel:
Half Bad
OT:
Half Bad
Autor/in:
Sally Green
Genre:
YA, Fantasy
Buchreihe:
Half Bad #1
Quelle:
Amazon Vine 🙂
Dieses Buch erscheint am 31. März!

Sally
Green lebt mit ihrem Mann und ihrem zehnjährigen Sohn in Warrington,
England. Ihre stressige Karriere im Finanzwesen hat sie gegen
Hühnerhaltung und Marmeladenherstellung eingetauscht und endlich die
Zeit gefunden, die immer wieder erdachten Geschichten auch
aufzuschreiben. Nebenbei absolviert sie einen Bachelor in Literatur
und Kreatives Schreiben an einer Fernuniversität. Half Bad – Das
Dunkle in mir ist ihr Debütroman.
Deutsch
Gebunden/
17,99€
Seiten:
432
Verlag:
cbj

Englisch
Gebunden/ 13,50€
Taschenbuch/ 8,60€
Seiten: 416
Verlag: Viking Juvenile


Mal
gut, dann nicht…
Kurzbeschreibung
Wenn
das Böse in dir lauert, bist du dann dazu verdammt?

Nathan
wird gejagt. Seit seiner frühesten Kindheit wird er von der
Regierung beobachtet, verfolgt, eingesperrt. Denn Nathan lebt in
einer Welt, in der – mitten im modernen Alltagsleben – Hexen
existieren. Weiße Hexen, die sich selbst für gut erachten und die
Regierungsmacht in ihren Händen halten. Schwarze Hexen, die
gefährlich und skrupellos sind und im Untergrund arbeiten. Und
Nathan, der beides ist – denn seine Mutter war eine Weiße und sein
Vater Marcus ist der gefürchtetste Schwarze aller Zeiten. Nathan ist
ihm nie begegnet, aber von so einem Vater kann er nur Dunkles und
Böses geerbt haben. Oder?


Um
an Marcus heranzukommen, stellt der Rat der Weißen eine tödliche
Falle – mit Nathan als Köder. Bald wird Nathan von beiden Seiten
gejagt und muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt:
für die gute Seite in ihm – oder für die böse …
Buchgestaltung
Die Aufmachung ist
ganz gelungen. Zu dem „Motiv“ kann man ja nicht allzu viel sagen
🙂 Das Coole an dem Buch ist auf jeden Fall der matte Glanz, der das
gesamte Buch in Silber und Rot zum Leuchten bringt. Ein echter
Hingucker im Regal. Half Bad ist auch so ein sehr zweideutiger Titel.
Man kann ihn positiv oder eben negativ sehen, wie die Sache mit dem
halb vollem oder halb leerem Glas. Das passt übrigens sehr gut zur
Geschichte, da Nathan ständig in diesem Konflikt steht.
Meinung
Kurz gesagt: Mit
Half Bad bin ich nicht richtig warm geworden. Den vielen
Pressestimmen nach, sollte das Buch etwas Neues, etwas Fesselndes,
etwas ANDERES sein. Anders ist es auf alle Fälle, da kann niemand
etwas gegen sagen, aber wie das nun einmal mit anders so ist,
bedeutet anders eben nicht immer gleich gut. Der Beginn des Buches
war sehr interessant gestaltet. Der Leser wird in einer Art
Vorgeschichte vom Protagonisten persönlich angesprochen und wie eine
aktive Person so in die Handlung hineingezogen. Das war wirklich ein
Erlebnis, das ich nicht bereut habe, weil es sich sehr
außergewöhnlich angefühlt hat. Ich war jedoch sehr froh, dass die
eigentliche Geschichte „normal“ aus der Sicht des Charakters
geschrieben ist, denn auf Dauer wäre diese Art von Involvieren sehr
anstrengend geworden, da bin ich mir sicher.
Nathan ist der
Spross des mächtigsten, schwarzen Magiers aller Zeiten. In der Welt
die Autorin Sally Green erschaffen hat finden wir uns in einem etwas
mittelalterlichen Zeitalter gepaart mit modernen Elementen wieder.
Das lässt sich so erklären: Das Setting in Half Bad zeigt eine
Gesellschaft, die unserer ähnlich ist, jedoch von Orten und
Beschreibungen her doch etwas dem 21. Jahrhundert hinterher hinkt. So
werden dort Hexen noch verfolgt, wenn sie eben dunkel sind, es gibt
aber auch eine Art Schule für angehende Magiebetreiber. Darunter
„Menschen“ wie Nathan, der ein Halbbut ist, was bedeutet halb
Gut/Böse. Die Kräfte solcher Figuren zeigen sich in den
unterschiedlichsten Wegen, wobei ich mir nicht immer ganz sicher war,
wie genau man sie nun definieren kann. Das ist so eine Sache am
Roman, die mich unter anderem etwas gestört hat. Man erfährt zwar
einiges, aber gleichzeitig weiß man als Leser nie Genaues.
Ursprünge, Grenzen, Regeln – All das wurde ein wenig außer Acht
gelassen, wenn es um Erklärungen und dergleichen ging.
Der männliche
Protagonist verhält sich aber als solcher und seine Perspektive war
angenehm zu lesen, wenn auch etwas distanziert. Ich konnte jedenfalls
keine wirkliche Beziehung zu ihm aufbauen, da mir seine Motive und
Gedanken nicht immer schlüssig waren. Allgemein hatte ich Probleme,
die Charaktere in diesem Buch anzunehmen. Die einen waren mir zu
platt beschrieben, die anderen zu unsympathisch und die wirklich
wichtigen Akteure im Plot waren zu undurchschaubar. Wenn ich ein Buch
lese möchte ich wenigstens verstehen können, woher Figuren ihre
Eigenschaften beziehen, etwas über sie erfahren und obwohl dass bei
Nathan mit seiner Hintergrundgeschichte der Fall war, so fand ich,
dass er sich sehr widersprüchlich verhalten hat. Oft war das
verwirrend.
Die Handlung an
sich dreht sich größtenteils um Nathan, seine Gabe und die Leute,
die ihn wegen seiner Abstammung verfolgen und auf seine Seite ziehen
wollen. Meistens ist das Ganze etwas langsamer und gemächlicher
inszeniert, weshalb viele Passagen des Buches, das nicht gerade kurz
ist einfach zu zäh zu lesen waren. Im Grunde gab es zu viele Seiten
für die eigentlichen Punkte, die abgehandelt wurden. Dafür war die
Atmosphäre jedoch sehr interessant. Der Roman kommt etwas düsterer
daher, wenn er auch nicht die versprochene Thriller-Stimmung
mitbringt. Durch die harten Zeiten und Ungerechtigkeiten im Plot ist
die Reise der Figuren kein Zuckerschlecken und so wartet die Autorin
an der ein oder anderen Ecke doch mit überraschenden Wendepunkte
auf, die nochmal Schwung mit sich brachten. Besonders durch den
Wechsel zwischen Ort und Zeit innerhalb einiger Kapitel wurde die
Geschichte im Verlauf etwas schneller und so auch spannender.
Die Liste an
Dingen, die mir jedoch gefehlt hat, ist zu lang, um die vielen Dinge
auszugleichen, die in diesem Debüt durchaus gelungen umgesetzt
wurden. Fehlende Charakterentwicklung, mangelnde Ereignisse, rascher
Wechsel an Figuren…das Ende des Romans kommt dann übrigens im
Vergleich zum Rest ziemlich abrupt.
Sally
Greens Debütroman hat einige tolle Ansätze, die Mischung des
Settings, die Einfälle bezüglich der Hexer und Halbblüter.
Allgemein hat der Roman aber zu viele nicht ausgefeilte Punkte in der
Handlung selbst. Die Charaktere sind schwer zugänglich und das Buch
an sich sehr distanziert geschrieben. Von mir gibt es daher leider
keine Empfehlung und das Lesen der Folgebände bleibt bei mir aus.

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