[BUCHREZENSION] Der unvergleichliche Ivan

Titel:
Der unvergleichliche Ivan
OT:
The One And Only Ivan
Autor/in:
Katherine Applegate
Genre:
Kinderbuch, Fiktion
Buchreihe:
Einzelband!
Quelle:
Danke an den Verlag 🙂

Die
amerikanische Bestsellerautorin Katherine Applegate hat zahlreiche
Bücher veröffentlicht, darunter gemeinsam mit ihrem Mann Michael
Grant die Animorphs-Reihe mit weltweit über 35 Millionen verkauften
Exemplaren. Katherine Applegate lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und
allerlei Haustieren in Kalifornien.
Deutsch
Gebunden/
14,95€
Seiten:
264
Verlag:
Knesebeck

Englisch
Gebunden/ 12,30€
Taschenbuch/ 6,30€
Seiten: 320
Verlag: Harper Collins
Wer
diesen Roman nicht mag, hat ein Herz aus Stein! 🙂
Kurzbeschreibung
Ivan,
ein Silberrücken-Gorilla, lebt in einer heruntergekommenen
Zirkus-Mall. Sein Leben im Dschungel vermisst er kaum. Stattdessen
denkt er an seine Freunde: die alte Elefantendame Stella, den
herrenlosen Hund Bob und Julia, die kleine Tochter des Tierpflegers.
Ivans großes Hobby ist die Kunst: Er überlegt, wie er den Geschmack
einer Mango oder das Rauschen der Blätter in Farben und Linien
festhalten kann … Doch als mit Ruby, dem Elefantenbaby, eine neue
Attraktion in die Mall kommt, wird Ivan aus seiner Lethargie
gerissen. Und schließlich liegt es an ihm, durch seine Kunst für
seine Freunde und sich alles zum Besseren zu wenden. 
Buchgestaltung
Ich finde es
wunderbar, dass der Verlag das Original übernommen hat, denn es
passt wirklich perfekt zum Buch! Das Cover wurde im selben Stil
gehalten, wie die Bilder im Innenteil – und davon gibt es eine ganze
Menge. Diese sind wirklich wunderschön anzusehen und machen die
Geschichte noch greifbarer. Auch die Formatierung des Buches sorgt
dafür, dass man die Intensität der Worte viel besser spürt. Die
Übersetzung des englischen Titel ist ebenfalls gelungen. Alles in
allem hat der Verlag hier nichts falsch gemacht und dafür gibt es
großes Lob meinerseits.
Meinung
Der
unvergleichliche Ivan ist eine unvergleichliche Geschichte. Bevor ich
dieses Buch gelesen hatte, war ich mir ziemlich sicher niemals Fan
von einem Roman sein zu können, der aus der Sicht eines Tieres
erzählt wird. Ehrlich gesagt fand ich den Gedanken zwar immer
interessant, aber auch etwas abwegig. Ich meine, kann man denn mit
einem Gorilla als Charakter eine Handlung überhaupt nachvollziehen
oder wirklich mit Figuren sympathisieren, die keine Menschen sind?
Auf beides lautet die Antwort ja und wenn ihr, genau wie ich, etwas
skeptisch seid, dann sollte ich diese Zweifel beseitigen. IVAN ist
ein Buch für jung und alt und ich bin mir sicher, dass jeder diesem
Werk etwas abgewinnen kann, wenn er ein Herz hat.
Die Geschichte
beruht auf einer wahren Begebenheit, welche die Autorin dazu
veranlasste einen fiktiven Roman daraus zu machen. Am Ende des Buches
ist das alles noch einmal genauer erklärt und allein diese Tatsache
fand ich zum Abschluss des Buches hin sehr interessant. Dadurch kann
man sich die Beweggründe, über eine solche Story zu schreiben noch
einmal besser vorstellen. Die Bilder, bei fast jedem Kapitel sind
besonders für jüngere Leser sicher ein großes Plus. Als Erwachsene
habe ich darauf nicht so extrem viel wert gelegt, aber während des
Lesens war es wirklich schön ein Bild vor Augen haben zu können,
was Ivan und seine Freunde angeht.
Die Kapitel im Buch
sind sehr kurz. Allgemein ist das Buch wirklich so geschrieben, dass
der Text einem unter die Haut geht oder zum lachen bringt. Die
Autorin verwendet eine sehr einfache Sprache, daher war ich umso
überraschter, wie der gesamte Roman einen in seinen Bann ziehen
konnte. Wahrscheinlich waren es gerade diese kurzen, kraftvollen
Sätze, die präzise alles beschrieben, die einem schnell in die
Handlung und das Leben von Ivan hineinkommen ließen.
Zum Inhalt muss ich
eigentlich gar nicht mehr viel sagen, denn der Klappentext fasst sehr
gut zusammen, was das Buch so ausmacht. Besonders Themen wie
Freundschaft und Mut stehen stark im Vordergrund. Ivan macht in
diesem Buch eine sehr große Entwicklung durch und zeigt dem Leser,
was es bedeutet über seine Grenzen hinauszugehen. Ich habe eine
Weile immer gedacht: Was kann er als Gorilla schon tun? Umso
beeindruckender war die Authentizität mit der hier alles beschrieben
wurde. Man nimmt der Geschichte jeden Moment ab, da hinter den
fiktiven Elementen der Erzählung eben auch viel Wahres steckt. So
lernt man etwas über das Verhalten der Tiere im Buch und deren
Hintergründe. Hinter jedem Gedanken und auch Gespräch (besonders
unter den Menschen) wird einem näher gebracht, wie die Tiere sich
gefühlt haben oder was ihnen bei ihrem derzeitigen Leben so fehlte.
Das hat mich an vielen Stellen sehr traurig gemacht. Als es daran
ging für die Zirkusnummern zu trainieren, die Sache mit dem Essen
oder auch die Tatsache, dass die Käfige für die Tiere zu klein sind
oder es eben zu oft zu einsam wurde, ja, das alles ist manchmal
richtig schwer zu ertragen gewesen. Allgemein rüttelt das Buch einen
immer wieder wach, wenn es um den großen Wunsch von Ivan geht. Sein
Versprechen Ruby die Freiheit zu zeigen ist immer spürbar.
Zu Anfang besticht
das Buch allerdings durch die ganzen witzigen Momente, die eben
dadurch entstehen, dass Ivan als Tier einen ganz anderen Blickwinkel
auf den Alltag hat als wir Menschen. Dinge, die uns ganz normal
erscheinen, kennt Ivan nicht oder er gibt ihnen seltsame Namen. Ich
musste sehr oft beim Lesen mitlachen.
Die sympathischen
Charaktere in den unterschiedlichen Altersklassen sorgen zudem dafür,
dass jeder eine Figur finden wird, die einen nicht mehr loslässt.
Egal ob Tier oder Mensch, hier finden sich sehr viele
Persönlichkeiten wieder.
Das Schöne ist
auch einfach, dass ständig etwas passiert. Es gibt keinen Moment im
Buch, der unnötig erscheint, sondern immer nur Szenen, die einen ein
Stück voran bringen. Im Grunde könnte man das Buch auch in einem
Rutsch lesen. Ab der Mitte passieren dann viele Dinge hintereinander
und besonders als es dem Ende entgegen geht wird es super spannend.
Man muss einfach wissen, wie es mit Ivan weitergeht und ob er es
schafft sein Ziel zu erreichen. Ich finde, beim Lesen hofft man
einfach mit, aber man hat auch keine Vorstellung davon, was noch
kommen kann. Das Buch ist nicht immer fair, aber realistisch. Ich
glaube, dass Kinder eine Menge von Ivan lernen können, was Loyalität
und Mut angeht, denn darin ist er ein echtes Vorbild.
Mich konnte das
Buch tief berühren und mit einem lachenden und einem weinendem Auge
zurücklassen. IVAN ist ein Buch für jeden, der sich auf eine
abenteuerliche und unvergessliche Geschichte einlassen möchte, die
in der Lage ist in ihrer Einfachheit zu verzaubern und sich für
lange Zeit ins Herz einzuschleichen 🙂

1 Kommentar

  1. Wow, das ist mal ne tolle Rezi die Lust auf das Buch macht. Seit Glennkill bin ich auch sehr skeptisch was Bücher angeht, die aus Sicht eines Tieres geschrieben werden, allerdings scheint hier die Umsetzung besser. Das es dann auch noch auf einer realen Begebnheit beruht macht es noch interessanter. Hab mir bei amazon gleich mal einen Blick ins Buch verschafft :)!
    Auf jedenfall interessant und einen Kauf wert!

    LG Piglet ♥

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