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[BUCHREZENSION] Von den Sternen geküsst

Titel:
Von den Sternen geküsst
OT:
If I Should Die
Autor/in:
Amy Plum
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Die For Me #3
Quelle:
Danke an den Verlag 🙂

Geboren
wurde Amy Plum in Birmingham, Alabama. Schon bald lockten sie große
Städte wie Paris oder London hinaus in die Welt. Eine Zeit lang
arbeitete sie als Kunsthistorikerin in New York, bevor sie
schließlich mit ihrem Ehemann ein großes Bauernhaus in der
französischen Provinz bezog. Wann immer es die turbulenten Tage mit
ihren beiden Kindern und ihrem Hund Ella erlauben, sitzt Amy Plum in
dem kleinen alten Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt an
ihren Romanen.
Deutsch
Gebunden/
18,95€
Seiten:
412
Verlag:
Loewe

Englisch
Gebunden/
13,10€
Taschenbuch/
6,01€
Seiten:
408
Verlag:
Atom




Nicht
ganz so gut wie der Vorgänger, aber ein gelungenes Ende!
Kurzbeschreibung
In
Vincent hat Kate ihre große Liebe gefunden. Doch ihr gemeinsames
Glück währt nicht lange. Denn Vincent ist kein Mensch, sondern ein
Revenant. Immer wieder opfert er sein Leben, um andere Sterbliche zu
retten. Nicht genug damit: Numa-Anführerin Violette hat seinen
Körper vernichtet und Kates Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft
zerstört. Ihr Freund ist nun eine wandernde Seele, er existiert nur
noch als Geist. Eine winzige Chance, ihn wieder ins Leben
zurückzuholen, scheint es zu geben. Doch Violette setzt alles daran,
Vincent für sich zu gewinnen. Werden Kate und Vincent es schaffen,
den bösen Mächten zu trotzen, und doch noch zueinander finden? „Von
der Sternen geküsst“ ist der letzte Band einer Trilogie. Die
beiden Vorgängertitel lauten „Von der Nacht verzaubert” und
„Vom Mondlicht berührt”. Mehr Infos rund ums Buch unter:
www.AmyPlum.de
Buchgestaltung
Die deutschen Titel sind einfach wunderschön und stechen die englischen klar aus. Auch bei VON DEN STERNEN GEKÜSST ist das der Fall. Da die Aufmachung mit den all den Details mir beim ersten Band gefiel und seitdem dieselbe ist, habe ich nichts daran auszusetzen. Die blauen Akzente gefallen mir aber etwas besser als die Vorgänger Farben. Das englische Cover ist auch nicht schlecht, aber es nimmt in meinen Augen nicht wirklich Bezug zur Geschichte. 
Meinung
Amy Plums Art zu
Schreiben ist mir während ihrer Trilogie wirklich ans Herz
gewachsen. Im ersten Band war ich noch skeptisch, ob die Autorin ihr
Potenzial zu nutzen weiß, aber das hat sie im Mittelteil eindeutig
bewiesen. Der Abschluss der Reihe war etwas, auf das ich mich lange
gefreut habe, aber meiner Meinung nach konnte er die Steigerung in
Band zwei nicht wirklich toppen. Es gab ein paar Schwächen, die
Plums Stil gleichzeitig aber auch ausmachen, welche für mich VON
STERNEN GEKÜSST zu einem etwas wackeligen Abenteuer gemacht haben.
Da wäre zum
Beispiel der Anfang des Romans. Entgegen aller Befürchtungen, dass
Vincent nun bald seinen Tod findet, wandert sein Geist im volanten
Zustand durch Paris. Bereits auf den ersten Seiten wird dem Leser ein
Dialog zwischen Kate und ihm präsentiert. Ich fand allgemein diese
ganzen „inneren“ Dialoge teilweise ziemlich fehl am Platz.
Vincent versorgt Kate mit Unmengen an Informationen, welche sie an
die anderen Revenants weitergeben kann, ohne, dass jemand sich groß
die Mühe machen musste diese selber herauszufinden. Die Autorin hat
so einen Teil der Spannung aus ihrer eigenen Geschichte genommen und
auf mich wirkte der Beginn manchmal so, als würden den Charakteren
alles ganz leicht vor die Füße geschmissen bekommen.
Kate mochte ich in
diesem Buch aber so gerne wie eh und je. Durch Vincents körperliche
Abwesenheit rückten viele der Nebenfiguren in diesem Band etwas mehr
in den Fokus und mir hat das Wiedersehen mit ihnen allen sehr gut
gefallen. Kates Beziehungen zu einigen, besonderen Figuren, wie Jules
oder auch Charlotte wurde noch einmal ein wenig vertieft und ich fand
es schön, dass Amy Plum sich solche Mühe gemacht hat, noch einmal
zu zeigen: Hier geht es nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern
auch um die Freundschaft der Figuren untereinander.
In meinen Augen
beschäftigt sich das Buch aber eine Weile mit zu vielen Dingen, die
bereits im Vorgänger ein Thema waren. Die Sache mit den Numa und den
Revenants wurde hier wiederholt, ebenso wie das Herumrätseln, was
die Motive des Gegenspielers angeht bzw. der Gegenspielerin. Ich muss
leider sagen, dass Violette für mich absolut fehl besetzt in der
Rolle der Schurkin war. Mir fiel es wahnsinnig schwer ihrem Charakter
die ganze böse Masche abzukaufen, weil ich nie den Eindruck hatte,
das hinter ihr genug Tiefgang steht, damit ihre Motive auch wirklich
glaubwürdig waren. Dass sie in so kurzer Zeit so viele Leute auf
ihre Seite ziehen konnte und das System der Numa untergraben, fand
ich auch etwas seltsam. Irgendwie hatte VON STERNEN GEKÜSST einfach
dieses typische „Romantasy-Problem“ bei dem der Plot
nebensächlich wird, wenn die Liebenden erst einmal wieder vereint
sind. 
Von dem Augenblick an, da Kate und Vincent nämlich wieder
zueinander finden, gerät der ganze Kampf um Leben und Tod etwas in
den Hintergrund. Violette hat zwar einige Auftritte, aber die kamen
immer wie aus dem Nichts. Ich finde, da hätte man viel mehr draus
machen können.
Die
Liebesgeschichte war dafür aber wieder einmal sehr schön. Ich gebe
zu, dass es einige Kapitel gab, die etwas kitschig waren, aber im
Großen und Ganzen konnte ich gut darüber hinweg blicken, weil Kate
und Vincent eben ein so tolles Paar abgeben. Es gab viele Stellen der
Zweisamkeit für beide, wichtige Dialoge und noch einmal wurde mir
klar, wie viel beide durchgemacht haben und wie die Ereignisse
besonders Kate verändert haben. Eine wichtige Entscheidung stand für
sie sowieso von Anfang an aus, denn wie kann sie für immer mit
Vincent zusammen sein, wenn sie nur ein Mensch ist oder eben einen
bleiben will?
Ab der Hälfte holt
die Erzählung dann einiges an Geschwindigkeit auf, sodass man sich
wunderbar in jede Menge spannende Wenden fallen lassen konnte. Zwar
waren die Entwicklungen (was eines dieser Probleme war, dass ich mit
der ganzen Reihe hatte) nicht sonderlich überraschend, aber
nichtsdestotrotz konnten sie mich unterhalten und das ist es doch,
was letztendlich zählt, oder? Die Sache mit dem Meister war dann
allerdings wieder so ein Punkt, bei dem ich mir gewünscht hätte,
dass die Autorin mal gegen den Strom der Klischees schwimmt. Leider
ist das nicht passiert und ich war etwas enttäuscht deswegen.
Ein Pluspunkt war
auf jeden Fall, dass man in diesem Abschlussband einmal Einblicke in
das Gesamtbild erhält. Die Menschen der Stadt machen einen Teil der
Geschichte aus und bilden eine Art dritte Parttei, die berücksichtigt
wurde. Das fand ich sehr gelungen, zumal Amy Plum mit ihren
Erklärungen die Vergangenheit der Numa, Revenants und Menschen
verknüpft hat, um den roten Faden der Reihe zu stärken. Ebenfalls
gelungen waren auch die logischen Schlussfolgerungen. Es gab keine
Stelle an der man sich stören musste, weil etwas nicht
zusammenpasste.
Das Ende ist dazu
noch sehr rund geschrieben. Man bleibt zufrieden mit den Ausgängen
zurück, wenn auch das eigentliche Finale etwas zu dramatisch
dargestellt wurde, da mehr Schaden beschrieben als eigentlich
verursacht wurde.
Der
Abschluss der Von der Nacht verzaubert-Reihe hat mir gut
gefallen. Trotz einiger Schwächen fand ich ein paar Lesestunden
Unterhaltung zwischen den Seiten. Der tolle Schreibstil, die
sympathischen Charaktere und das aufregende Setting ziehen nach wie
vor in ihren Bann. Im Gesamtpaket hat mir jedoch etwas gefehlt,
darunter ein ordentlicher Bösewicht oder die Abgrenzung diverser
Klischees. Alles in allem ist die Reihe aber jedem Fan von
romantischen Geschichten zu empfehlen, denn nicht nur die schönen
Titel lassen einem bei dieser Trilogie träumen!

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