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[BUCHREZENSION] Unsterblich – Tor der Nacht

Titel:
Tor der Nacht
OT:
The Eternity Cure
Autor/in:
Julie Kagawa
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Unsterblich #2
Quelle:
Danke an den Verlag 🙂

Schon
in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem
Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die
Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher
spukten – nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als
Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes
Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit
ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in
Louisville, Kentucky.
Deutsch
Gebunden/
16,99€
Seiten:
544
Verlag:
Heyne (fliegt)

Englisch
Gebunden/ 13,28€
Taschenbuch/ 7,30€
Seiten: 441
Verlag: Harlequin


Ist
dem ersten Teil in jeder Hinsicht sehr ähnlich…
Kurzbeschreibung
Im
Herzen der Dunkelheit bist du auf dich allein gestellt

In
einer Welt, in der die Menschen von den Vampiren wie Sklaven gehalten
werden, hat die siebzehnjährige Allison die einzig richtige
Entscheidung getroffen: Sie hat die Unsterblichkeit gewählt und
genieĂźt nun die VorzĂĽge eines sorgenfreien Lebens unter den
Vampiren. Doch ihre Vergangenheit lässt sie nicht los, und als Allie
an den Ort zurĂĽckkehrt, der einst ihre Heimat war, macht sie eine
furchtbare Entdeckung: Die Rote Schwindsucht, die den Menschen vor
Allies Geburt zum Verhängnis wurde, ist zurückgekehrt. Und diesmal
sind auch die Vampire gefährdet, sich anzustecken. Nur einer kann
vielleicht Abhilfe schaffen: Kanin, Allies »Schöpfer«. Unter den
Vampiren gilt er jedoch als abtrĂĽnnig, und niemand weiĂź, wo er sich
aufhält. Wird es Allie rechtzeitig gelingen, ihn zu finden?

Buchgestaltung
Deutsch: Ist der
Gestaltung des ersten Teils sehr ähnlich und da ich diese damals
schon mochte, habe ich auch hier nichts einzuwenden. Die wechselnden
Farben und das andere „Muster“ gefallen mir sehr gut. Beim Titel
finde ich allerdings, dass sich Tor der Dämmerung/Nacht sehr ähnlich
anhört und das nicht wirklich eine „Steigerung“ ist. Ich kann
mir auch schwer vorstellen, wie der dritte heiĂźen soll. Englisch:
Mir gefallen Cover normalerweise, die ganz simpel gestaltet ist, aber
hier ist mir irgendwie zu wenig zu sehen und auĂźerdem hat das Cover
kaum etwas mit der Geschichte mein, genau wie der Titel, den ich mir
immer noch nicht erklären kann.
Meinung

ACHTUNG: Enthält leichte Spoiler zum Vorgänger.

Unsterblich – Tor
der Nacht ist seinem Vorgänger in fast jeder Weise ähnlich – Das
dachte ich mir nach dem ich es beendet hatte und meine Gedanken zu
der BegrĂĽndung der Wertung abschweiften. Was das bedeutet ist klar:
Leser, die Band eins mochten, werden hier begeistert sein und Leser
(wie ich), die noch etwas skeptisch waren, stehen auch hier wieder
vor dem Hin – und Her des Gefühlschaos. Das Buch war in vielerlei
Hinsicht super, aber dennoch sind bei mir dieselben Kritikpunkte
geblieben und da frage ich mich: Liegt das an der Handlung oder den
Charakteren? Vielleicht beiden? Denn bei der Plötzlich Fee Reihe war
ich ein echter Fan und habe jedes Buch bis zum Schluss richtig toll
gefunden.
Dinge, die ich
wirklich mochte…
Julia Kagawa kann
schreiben. Die Frau hat Talent und ich glaube, da kann niemand etwas
gegen sagen. Sie schreibt abwechslungsreich, wortgewandt und kann
ganz toll be – und umschreiben. Egal, was man von ihr liest, man
wird schnell in ihre Welt gezogen und das war hier nicht anders. Das
Setting und die Idee hinter Unsterblich wurden hier zwar nicht weiter
ausgebaut, da man alle relevanten Informationen schon im ersten Band
erhalten hat, aber trotzdem war dieser Punkt auch in der Fortsetzung
ein großes Plus. Im Buch gab es ständig diese Konflikte zwischen
„gut“ und „böse“ und man wurde es einfach nie leid, aus
verschiedenen Perspektiven die Welt der Vampire und Menschen zu
betrachten. Besonders, da die Protagonisten eben aus diesen
unterschiedlichen Welten kommen, auch, wenn die Vampire natĂĽrlich
eine wichtigere Rolle spielen, zumal Allie einer ist.
Im Roman, besonders
dem Anfang gab es dutzende Action und Kampfszenen und ich fand es
richtig genial so mitten im Gefecht dabei zu sein. Allie schwingt ihr
Schwert, es spritzt Blut und dabei verlieren so einige Figuren ihr
Leben. Es war und blieb eine ganze Weile unheimlich spannend, weshalb
ich den Beginn regelrecht verschlungen habe, ohne das Buch aus der
Hand zu legen. Allie als Charakter war auch einfach wieder sehr cool!
Sie ist eben eine Kämpferin, mutig und brutal und schlägt sich aus
jeder Situation wieder heraus. Auch das Wiedersehen mit Zeke fand ich
sehr gut gemacht und ich fand es toll, wie die Autorin hier die
Liebesgeschichte langsam weiter gesponnen hat, ohne zu viel ins
Kitschige abzurutschen.
Dann war ich mir
nicht mehr so sicher…
Ein groĂźer Teil
des Buches handelt eben von der Suche nach Kanin. Im ersten Band gab
es eine endlose Wanderung durch Wälder und Dörfer zusammen mit
Zeke´ Menschengruppe und hier eben das. Teilweise waren mir diese
Passagen einfach viel zu lang, denn es passiert meiner Meinung nach
einfach richtig wenig. Auf ihrer Suche streift Allie etwas ziellos
umher und muss sich wieder mit dem Konflikt auseinandersetzen, dass
sie ja ein Vampir ist und Blut trinken muss. Anstatt jedoch bei der
Entwicklung zu bleiben, die sie zuvor durchgemacht hatte, verfällt
sie in alte Muster. Ihre Gedankenwelt ging mir an dieser Stelle
häufig auf die Nerven. Besonders diese Zufälle, wo sie auf „böse
Menschen“ trifft und nur deren Blut trinkt war wieder so etwas,
dass ich nicht so gut gelöst fand. Etwas unglaubwürdig, dass Allie
als Einzige so viel Durchhaltevermögen haben sollte. Auch die
„Visionen“ die sie und Kanin geteilt haben gefielen mir nicht
immer. Manchmal waren sie sehr interessant, manchmal aber auch
wirklich unnötig bzw. verrieten nichts Neues.
Und das mochte ich
dann ĂĽberhaupt nicht mehr…
Richtig schade fand
ich die ganze Geschichte mit Kanin. Die Beziehung, die er und Allie
im ersten Teil aufgebaut haben war hier irgendwie sehr banal
geschildert. Er war zwar anwesend, aber eben die meiste Zeit nur
durch diese seltsamen „Visonen“ und das hat mich wirklich
gestört. Als er dann „live“ dabei war, wurde er ziemlich in den
Hintergrund gedrängt. Etwas, dass mir die Geschichte aber so richtig
vermiest hat, war Jackal. Ich weiĂź: Viele Leser lieben ihn und
seinen Humor, aber mir war er mega unsympathisch. FĂĽr mich war er
der Mörder, der in Tor der Dämmerung so viele Menschen umgebracht
hat, derjenige, der Allie verraten und fĂĽr viel Leid gesorgt hat.
Ich konnte ihn einfach nicht als neuen Protagonisten akzeptieren und
seine SprĂĽche fand ich furchtbar unpassend und gezwungen. Gerade,
weil Jackal ab der Mitte so viel Einfluss auf den Plot nimmt, hat das
Buch fĂĽr mich immer mehr den Reiz verloren. Und dann dieses
Ende…ich habe so viel Gutes gehört, während ich noch am Lesen
war, aber mich konnte die Wende und der Epilog einfach nicht
überraschen. Es musste eben so kommen und förderlich für den
Verlauf der Liebesgeschichte ist diese Sache auf jeden Fall gewesen.

Der
Mittelteil von Julia Kagawas Unsterblich-Reihe kann spannend und
rasant sein, aber auch langatmig und vorhersehbar. FĂĽr mich war das
Lesen wie einen 50/50 Joker zu besitzen: Mal richtig genial und dann
wieder sehr uninteressant. Besonders Jackal als „neuer“ Charakter
war mir richtig ein Dorn im Auge und der Teil mit der Suche nach
Kanin war mir einfach zu viel Wiederholung von alt bekannten aus dem
Vorgänger. Abgesehen davon gefiel mir aber der Actionfaktor
unheimlich gut und die vielen fesselnden Kampfszenen waren einfach
super gemacht.

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