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[BUCHREZENSION] PAWN

Titel:
OT:
Pawn
Autor/in:
Aimée
Carter
Genre:
YA, Fantasy
Buchreihe:
The Blackcoat Rebellion
Quelle:
Ungekürztes HB ausgeliehen 🙂

Aimée
Carter was born and raised in Michigan, where she currently resides.
Her first novel for young adults, THE GODDESS TEST, will be published
by Harlequin Teen on April 19th, 2011. The sequel, GODDESS
INTERRUPTED, will follow in January 2012.
Deutsch
Noch
nicht erschienen.
Genaueres
unbekannt!
Englisch
Gebunden/
13,10€
Taschenbuch/
8,70€
Seiten:
343
Verlag:
Harlequin




The
First Move Is Hers…
Kurzbeschreibung
For
Kitty Doe, it seems like an easy choice. She can either spend her
life as a III in misery, looked down upon by the higher ranks and
forced to leave the people she loves, or she can become a VII and
join the most powerful family in the country.

If
she says yes, Kitty will be Masked—surgically transformed into Lila
Hart, the Prime Minister’s niece, who died under mysterious
circumstances. As a member of the Hart family, she will be famous.
She will be adored. And for the first time, she will matter.

There’s
only one catch. She must also stop the rebellion that Lila secretly
fostered. The same one that got her killed…and one Kitty believes
in. Faced with threats, conspiracies and a life that’s not her own,
she must decide which path to choose—and learn how to become more
than a pawn in a twisted game she’s only beginning to understand.

Buchgestaltung
Ich finde die
Aufmachung einfach klasse! Passend zum Titel gibt es oben in der Ecke
einen kleinen Bauer als eins für den ersten Band der Reihe und dann
Ziel, welches das Gesicht mit den außergewöhnlichen Augen von Kitty
und Lila anvisiert – passt einfach perfekt. Auch die Farben sehen in
der Kombinationen super aus, weil das simple Grau den Titel besonders
gut hervorhebt.
Meinung
Ich
habe wirklich viel über die Debütreihe von Aimée Carter gehört
und das meiste davon war einfach richtig übel. Als ich Pawn
irgendwann mal bei Goodreads entdeckt habe, dachte ich mir: Oh, das
klingt interessant, aber sofort haben musste ich das Buch auch nicht.
Wie der Zufall es so wollte, konnte ich mir das HB (im englischen
Original ungekürzt) ausleihen und siehe da – Ich war echt hin und
weg.
Es
gab sehr viele Dinge an diesem Roman, die mich regelrecht begeistern
konnten! Ich hätte niemals erwartet, das Buch so sehr zu mögen und
Band zwei ist schon so gut wie gekauft (Leider dauert es ja noch
etwas, bis dieser erscheint). Aber fangen wir mal von vorne an. Ich
glaube, viele Leser haben hier mal wieder eine Dystopie erwartet, die
nach dem schrecklichen 0815 Muster vorgeht, das uns allen zum Hals
raushängt, aber PAWN ist einfach KEINE Dystopie. Das Buch spielt
zwar etwas weiter in der Zukunft, aber der Abstand zu unserer
Gegenwart liegt im Bereich des möglichen. Im Grunde sind 71 Jahre
vergangen und das System der Regierung ist von einer Demokratie zu
einer Art „Hierarchie“ gewechselt. Eine besondere Familie (die
Harts) steht an der Spitze der Menschen und hat sozusagen die
Kontrolle über das Volk, weil diese sich über Jahre hinweg nach
oben gearbeitet haben. Gleichzeitig gibt es einen Test, den jeder mit
17 machen muss, um so in ein Ranking von 1-7 eingeteilt zu werden,
wobei 1 = schlecht und 7 = das Beste ist. Den höchsten Rang erhalten
jedoch nur die Harts, eine 6 bekommen nur 2% der Bevölkerung und die
meisten Leute liegen zwischen 2-4. Kitty, die Protagonistin stammt
aus einem Heim, denn in der Welt von PAWN ist es so, dass alle
Familien für ihr zweites Kind so etwas wie eine „Versicherung“
zahlen müssen und da die meisten nicht so viel Geld haben, landen
die Zweitgeborenen in Heimen und werden als „Extras“ mit dem
Nachnamen „Doe“ betitelt. In so einem Heim hat Kitty ihr Leben
verbracht und es sieht auch nicht besonders rosig aus, als sie beim
Test eine 3 kassiert…
Wie
gesagt, dass Setting in PAWN fand ich angenehm Fantasylastig und es
wurde eben nicht richtig hardcore auf Dystopie gemacht. Allgemein war
das Buch eine tolle Mischung Mystery, Thriller und auch Action.
Meistens spielte der Roman auf kleine Schocker und Wenden ab und es
ging viel auf psychologischer Ebene zu, was den Terror und die Angst
der Protagonistin anging. Wie der Klappentext verrät, ändert sich
für Kitty alles, als sie das Angebot bekommt Lila Hart zu werden.
Das läuft natürlich alles im Geheimen ab und Kitty hat am Anfang
selber gar keine Ahnung davon! Sie wird praktisch gezwungen und
„gemasked“ ohne ihre Zustimmung. Etwas schade, dass das im
Klappentext so anders rüber gekommen ist. Mich konnte dafür der
Start des Buches dann noch mal etwas mehr überraschen.
Kitty
selbst war eine Protagonistin, die ich wirklich richtig gern hatte.
Anders als bei vielen Figuren, denen ich so in letzter Zeit begegnet
bin, macht sie die ganze Geschichte über einen starken Wandel durch.
Von der ersten Seite an, bis zu letzten wägt sie immer alles aus
neutraler und ihrer eigenen Sicht ab. Teilweise war das richtig
heftig, wenn schlimme Momente vorbei waren und nicht immer war ich
mit Kitty auf einer Wellenlänge. Das, worauf man sich aber immer
verlassen konnte war, dass sie am Ende die Entscheidung trifft, mit
der sie sich identifizieren konnte. Aimée Carter hat meiner Meinung
nach einen sehr komplexen Charakter mit ihr geschaffen und es kommt
echt selten in YA Büchern vor, dass eine Prota so viel mit sich
selbst zu kämpfen hat. Das lag natürlich besonders an der Rolle die
sie zu spielen hatte und an der Grenze, wo ihr altes mit ihrem neuen
Leben verschwamm. Dazu kommt, dass Kitty ein Handicap hat und das
fand ich auch super gemacht. Richtig genial fand ich auch ab der
Mitte ihre neue kick-ass Einstellung gegenüber den Harts.
Die
Dialoge in dem Buch waren stellenweise echt Oscar-reif! Und damit
meine ich die Art von Dialog, die dir eine Gänsehaut beschert, dich
zum Nachdenken anregt und dir als Leser so viel mehr mit auf dem Weg
gibt, selbst nachdem die Geschichte zu Ende ist. Neben Kitty waren
einfach ALLE Figuren sehr facettenreich gestaltet und wenn unter
ihnen Gespräche erfolgten kam die Handlung jedes Mal enorm weiter.
Die ganze Weise wie hier die Informationen mit Gefühlen und
Persönlichkeiten in den Dialogen zusammengebracht wurden hat mich
schwer beeindruckt.

“But the world is out there, and it understands that the illusion of knowledge and freedom is not the same as the real thing. Eventually it will fade, and there are those who will do whatever it takes to make that happen sooner rather than later.” 

Das
Thema: Du bist mehr als eine Nummer in deinem Nacken wird immer
wieder aufgegriffen und zieht sich wie der rote Faden durch das ganze
Buch. Viele gesellschaftliche Probleme wurden angesprochen und
unglaublich viele Blickwinkel wurden abgedeckt, sodass alle Seiten im
Buch perfekt durchleuchtet wurden.
PAWN
ist kein Buch voller Kämpfe und Action, die Spannung ist jedoch
trotzdem vorhanden, weil die Autorin viele Grausamkeiten mit
eingebracht hat. Der Horror dem Kitty sich manchmal gegenüber sieht
ist nicht immer leicht zu verdauen. Der Blick hinter die Fassade von
Lila und der ganzen Familie Hart ist ein Spiel, wie es der Titel so
toll sagt und Kitty ist der Bauer, der geopfert werden soll. Die
Geschichte hat auch keine Durststrecken, bleibt dauerhaft logisch und
fesselnd. Mir ist es schwer gefallen auch nur mal eine winzige Pause
einzulegen, weil mir die Charaktere so dermaßen ans Herz gewachsen
sind.
Auch
die Liebesgeschichte war genau mein Ding. In dem Heim, in dem Kitty
aufgewachsen ist, hatte sie einen Freund und dieser bleibt Teil der
Geschichte, komme was wolle. Dabei baut Kitty zu jemand anderen eine
Freundschaft auf, aber es gibt einfach NIE ein Liebesdreieck, trotz
so mancher problematischer Szenen.
Das
Ende hat dann nochmal eine gute Spannungskurve, wenn auch einige der
Entwicklungen vielleicht etwas zu glatt abliefen. Die einzigen Dinge,
die mich am Buch teilweise gestört haben waren a) die Wiederholungen
einiger Sätze, die manchmal einfach zu viel waren, Top darunter: Die
Sehnsucht nach dem alten Freund und das stark ausgeprägte
Gerechtigkeitsbewusstsein b) Kitty, die manchmal einfach zu leicht
mit dem Tod von Personen umgegangen ist, die ihr Nahe standen und c)
Einige Mitglieder der Hart Familie, die man einfach hassen muss.
PAWN
hat mich richtig gefesselt und begeistern können. Das Buch hat mir
durchweg gute Stunden der Unterhaltung geboten und gerade die
Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten und tiefen Gefühlen
gefielen mir wahnsinnig gut. Der Roman ist auf eine authentische
Weise spannend und braucht dafür nicht das ganze
Dystopien-einer-gegen-das-ganze-Land-Thema, mit Kitty und all den
Geheimnissen der Harts läuft es auch so sehr rund und man bekommt
genug rebellische Akts zu sehen.

Mit
der abwechslungsreichen Spannungskurve, den vielen Mystery-Thriller
Momenten und der süßen Liebesgeschichte hat Aimée
Carter alles richtig gemacht. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Wieso
dauert es noch so lange bis Band zwei? 🙂

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