[BUCHREZENSION] Sternengewitter


Titel:
Sternengewitter
OT: Catch A Fallen Star
Autor/in:
Kim Culbertson
Genre:
YA, Contemporary
Buchreihe:
Einzelband!
Quelle:
Danke an den Verlag 🙂

Kim
Culbertson hat bereits mehrere preisgekrönte Jugendromane verfasst.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Kalifornien, wo sie
Englisch und Schreiben unterrichtet. Sternengewitter ist ihr erstes
Buch, das auf Deutsch erscheint.
Deutsch
Taschenbuch/
8,99€
Seiten:
352
Verlag:
cbt

Englisch
Gebunden/ 11,26€
Seiten: 304
Verlag: Scholastic


Eine
süße Sommergeschichte mit Star-Faktor 🙂
Kurzbeschreibung
Das
Provinznest Little steht völlig Kopf, als ausgerechnet dort ein
Hollywood-Film gedreht werden soll. Nur die 17-jährige
Hobby-Bloggerin Carter Moon zeigt sich völlig unbeeindruckt – erst
recht von Hollywood- Beau Adam Jakes, mit dem ihre Freundin Chloe ihr
Zimmer tapeziert hat. Doch dann bekommt Carter ein unglaubliches
Angebot: Um das ramponierte Image des Stars aufzupolieren, soll sie
vor der Presse seine Freundin geben! Widerwillig geht Carter auf den
Deal ein – bis sie plötzlich merkt, dass ihre Gefühle für Adam
nicht nur im Skript stehen …
Buchgestaltung
Beide Aufmachungen
passen zum Buch so viel steht fest. Protagonistin Carter ist nämlich
ein riesen Fan vom Sternegucken und die englische Variante zeigt sie
auf einem Dach mit dem Sternenhimmel. Catch A Falling Star klingt
auch nicht nur schön, es bezieht sich auf den Inhalt des Buches. Das
gleiche gilt allerdings auch für die deutsche Gestaltung, die ich
persönlich viel süßer finde! Ein Pärchen, das Hände hält und
überall diese kleinen Sternchen, dass gefiel mir viel besser, ebenso
wie der Titel Sternengewitter, der richtig gut zu dem Filmthema
passt.
Meinung
Momentan befinden
wir uns ja alle wieder in diesen heißen Monaten, wo wir gerne zu den
so genannten „Sommerbüchern“ greifen. Geschichten, die
unterhalten, aber bei dem Wetter nicht unsere Gehirnzellen grillen 😛
Sternengewitter ist eine der unzähligen Neuerscheinungen von Random
House, die genau unter diesen Begriff fällt. Wie so viele
Contemporary Romane erwartet den Leser hier eine süße Romanze, ganz
viel zum Lachen und eine luftige Atmosphäre.
Das Thema
Star-trifft-normales-Mädchen fand ich schon immer toll, egal, ob in
Filmen oder Büchern und deshalb wollte ich Sternengewitter unbedingt
lesen. Vom Konzept her hat es mich anfangs allerdings sehr stark an
Der Geschmack von Glück von Jennifer E. Smith erinnert. Das
ist jetzt nicht unbedingt etwas Schlechtes, aber die Parallelen waren
eindeutig da. Eine Kleinstadt, dann hatte die Protagonistin sogar
auch einen Hund und der Star in diesem Buch hat sich natürlich durch
die Liebe zu Carter verändert. Was das Buch aber lesenswert macht,
sind die vielen, kleinen Überraschungen, die man im Verlauf des
Plots so miterleben darf.
Carter ist eine
super sympathische Protagonistin, der man abkauft, dass sie eben
stinknormal ist und mit stinknormalen Leuten kann man sich eben
identifizieren. Ich fand es toll, dass dieser ganze Rummel einfach an
ihr vorbei gezogen ist, weil ich persönlich nie diese Besessenheit
der Leute an manchen Filmstars verstanden habe. Die Kleinstadt in der
Carter lebt ihr ihr zu Hause und entgegen allen Klischees liebt
Carter es dort zu sein. Das war auch so eine Sache am Buch, die ich
unheimlich mochte! Es ging mal nicht um dieses „sieh nur, was du
von der Welt verpasst“ oder „du musst raus hier, um was zu
erleben“ Thema, was in so vielen Romanen immer das Ziel der
Protagonistin ist. Carter möchte in Little bleiben, weil ihr das
Leben so wie es dort ist gefällt und daran war absolut nichts
verkehrt. Die Autorin hatte auch eine wundervolle Art zu beschreiben,
wie wichtig Familie sein kann und eben die damit verbundenen Wurzeln,
wie man so schön sagt. Gerade durch diese etwas nachdenkliche Note,
gefiel mir das Buch wirklich gut.
Dad hatte
immer gesagt, ich sei gut darin besondere Momente zu erkennen und die
kleinen Dinge des Lebens wertzuschätzen. Mit einem mal erschien mir
das seltsam. Momente waren eigentlich recht langweilige, kleine
Zeiteinheiten. Für die meisten Menschen waren sie Konfetti oder
Schneeflocken; sie bedeuteten für sich genommen nicht viel und
wurden erst wichtig, wenn sie gehäuft auftreten. Für mich galt wohl
das Gegenteil. Ich mied die Berge von Konfetti und Schnee, die sich
in meinem Leben angelagert hatten, weil ich Angst hatte
herauszufinden, welcher Auftrag darin an mich sich wohl verbergen
mochte. Ich lebe im Jetzt, um nicht nach vorne blicken zu müssen.“
– Auszug aus S. 270
Neben Carters
Familie spielt auch ihre Star-besessene beste Freundin eine große
Rolle. Die Freundschaft der beiden Mädchen war nicht immer so
leicht, aber die vielen Konflikte wurde gut ausgetragen und wurde nie
zum großen Drama.
Es ging auch sehr
viel um die Medien und was Menschen des öffentlichen Lebens so alles
tun, um die Aufmerksamkeit zu behalten, die ihnen zuteil wird bzw.
wie diese damit umgehen. Adam zu durchschauen gelingt mit jeder Seite
im Buch ein Stück mehr und es war schön zu sehen, wie er sich in
der kurzen Geschichte entwickelt und Vertrauen zu Carter fast. Die
vielen Dialoge zwischen den beiden waren oft humorvoll, aber meistens
enthielten sie doch eher wichtige Informationen.
Die Zeit, in der
Carter Adams Freundin spielt war dafür die unterhaltsamste. Adam ist
eben ein richtig sterotypischer Star, der ein wenig eingebildet und
verzogen daherkommt und damit musste Carter sich erst mal anfreunden.
Im Buch gab es viele Nebencharaktere, die trotz ihrer wenigen
Auftritte ans Herz wachsen können.
Dann ist da noch
die Sache mit den Sternen. Die eigentliche Geschichte wird nämlich
hin und wieder unterbrochen und es gibt Blogeinträge zu lesen, die
von Carter stammen. Diese führt nämlich einen Blog, auf dem es um
Sterne geht und ihre Metaphern zu den aktuellen Geschehnissen hatten
immer etwas mit den Sternen zu tun. Ich fand es richtig klasse, dass
ihr Hobby immer wieder aufgegriffen wurde, weil man so bestens sehen
konnte, wie wichtig ihr das alles war.
Das Ende gefiel mir
auch gut. Es war wie in einem dieser süßen, romantischen Filme, bei
denen man sich am liebsten zurücklehnt, Popcorn isst und einfach mit
lächelt!

Sternengewitter ist
vielleicht nicht der neue Star am Himmel der Contemporary Bücher,
aber es ist eine unterhaltsame, süße Romanze, die das tut, was alle
guten Sommerbücher tun: Sie macht Spaß und bereitet viel Freude!
Wer auf der Suche nach einer Geschichte mit sympathischen Charakteren
und wunderschönem Schreibstil ist, der sollte hier nicht zögern,
sondern anfangen zu lesen 😉

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