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[BUCHREZENSION] Steelheart

Titel:
Steelheart
OT:
Steelheart
Autor/in:
Bradon Sanderson
Genre:
All Age, Fantasy
Buchreihe:
The Reckoners #1
Quelle:
Danke an den Verlag! 🙂

Brandon
Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit
phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und
unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein DebĂŒtroman »Elantris«
avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen
JugendbĂŒchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga
um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland
als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwÀhlt, Robert
Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben.
Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.

Deutsch
Gebunden/
17,99€
Seiten:
448
Verlag:
Heyne (fliegt)

Englisch
Gebunden/
13,80€
Taschenbuch/
7,30€
Seiten:
400
Verlag:
Delacorte


Wahnsinns
Schmöker mit Action ohne Ende!
Kurzbeschreibung
Selbst
der stĂ€rkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo. Als
David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er
kannte. Einige der Überlebenden erlangen SuperkrĂ€fte, die sie dazu
nutzen, sich die ĂŒbrigen untertan zu machen. Als David acht ist,
muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser
Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein
Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu
rĂ€chen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die
Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekÀmpft. David
ahnt, dass sogar der mÀchtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er
muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewĂŒrfelte GrĂŒppchen
der WiderstandskÀmpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht
jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen 

Buchgestaltung
Klasse, dass das
Original ĂŒbernommen wurde – Titel, sowie Motiv, denn ich finde
beides passt einfach perfekt zum Buch und dessen Inhalt. Endlich mal
ein Cover, das die Trostlosigkeit und zerstörte Welt wiedergibt, die
uns im Buch begegnet. Mitten drin sehen wir dann den Protagonisten
David, der durch eine Wand aus Stahl gegangen zu sein scheint, was
auf den Kampf mit Steelheart hinweist.
Meinung
Ich habe lange Zeit
nach dem Lesen gebraucht, um meine Gedanken zum Buch wirklich sammeln
zu können. Steelheart ist einer dieser Romane, die einen so dermaßen
von der ersten Seite an packen, dass man kaum den Atem anhalten kann
und selbst bei der hohen Seitenanzahl kaum merkt, dass man sich dem
Ende nÀhert. Brandon Sanderson konnte mich schon mit The Final
Empire begeistern, aber nicht so sehr wie es sein Jugendbuch
geschafft hat. Der Prolog ist ungewöhnlich lang und dennoch gibt er
sofort eine Situation wieder, die einen in die Geschichte reinzieht.
David sieht wie sein Vater stirbt und zum ersten mal begegnet er
einem Epic. Als Leser weiß man genau so wenig wie David, was vor
sich geht. Wo kommen die Epics her und ihre KrÀfte erst? Und ist die
Welt nun dem Untergang geweiht. Ähnlich einer dystopischen Welt, hat
sich der Autor hier eine Zukunft vorgestellt, die fĂŒr die Menschen
nicht wirklich rosig ist. Es gibt mal keine von Menschen geleitete
Regierung, sondern ein ĂŒbermĂ€chtiger Gegner leitet das System:
Steelheart.
Das ganze Setting
spielt ja eigentlich in unserer Welt, auch durch die verschiedenen
Epics, deren KrÀfte und Konflikte war die Welt, in der wir uns
wiederfanden unheimlich interessant gemacht. David, der in einem der
WaisenhÀuser aufwÀchst hat als Lebensziel den Mörder seines Vaters
zur Rechenschaft zu ziehen. Und wenn man jetzt denkt, das wĂŒrde fĂŒr
einen Plot allein nicht reichen – keine Sorge! Brandon Sanderson
hat sich eine Menge Ideen aus den Fingern gesogen, um das Abenteuer
von David so richtig packend abzurunden. Kaum landet man in der Welt
des Romans gibt es erste Verfolgungen, Strategiespiele, KĂ€mpfe und
vieles mehr. In Rasender Geschwindigkeit muss man zusammen mit David
fliehen, VerbĂŒndete finden und darf nicht vergessen seinen Verstand
einzuschalten! Das Buch ist nÀmlich wahnsinnig intelligent
geschrieben, was nicht zuletzt an David liegt.
Als weibliche
Leserin macht man sich ja hin und wieder so seine Gedanken, um
mÀnnliche Protagonisten. Meistens kann man sich nicht mit ihnen
identifizieren, aber hier wurde eine Figur geschaffen, die wohl jeder
mögen wird. David hat nicht nur einen Hang zu total schlechten
Witzen (die genau dadurch wieder amĂŒsant werden), sondern ist
taktisch und strategisch hochbegabt. Jeden seiner Schritte plant er
um 300 Ecken, jede Handlung spielt er im Kopf erst einmal durch.
Genau deshalb gibt es auch Geschehnisse, in denen er blindlings in
Gefahren rennt oder man als Leser vor lauter Dummheit den Kopf
schĂŒtteln muss. Stattdessen bewundert man ihn fĂŒr seine
Auffassungsgabe und seine Intelligenz und es ist nicht immer leicht
ihm zu folgen, weshalb so manche Überraschungen im Buch
vorprogrammiert sind.
Auch die Idee der
Epics an sich konnte mich total packen. Die vielen bis ins Detail
ausgeklĂŒgelten Eigenschaften und deren TĂŒcken, die wahnsinnig
spannenden Auseinandersetzungen und KĂ€mpfe oder auch die
Manipulation der Menschen als schwache Spezies fand ich unheimlich
gut umgesetzt. Langweilig wird es NIE.
Sogar bei den
Nebenfiguren hat der Autor alles richtig gemacht. David schließt
sich nÀmlich schnell einer Gruppe von RÀchern an, die Epics jagen
und mit genau diesen setzt er sich zum Ziel Steelheart zu finden und
zu töten. Die bunt gemischte Truppe ist mir schnell ans Herz
gewachsen, denn die Charaktere sind sehr unterschiedlich und ergÀnzen
sich gerade durch ihre Macken und StÀrken sehr gut. Eine
Liebesgeschichte gab es nicht so wirklich, zumindest finde ich, dass
man das nicht so nennen kann, aber ich bin mir echt sicher, dass da
noch etwas folgen wird.
Das Beste am Roman
war aber einfach die Unvorhersehbarkeit! Egal wie sehr ich mitgedacht
habe, ich habe sehr viele Dinge einfach nicht kommen sehen. Dank des
ausdrucksstarken und vielseitigem Schreibstils bin ich im Buch
versunken und habe mit David an meiner Seite Grausamkeiten,
Ungerechtigkeiten und Angst durchlebt. Steeleheart erinnert in
vielerlei Hinsicht an einen Comic: Abgedreht, teilweise etwas
ĂŒberzogen und massig Action finden sich darin wieder, wenn es heißt
die Guten sind die Bösen und die Bösen sind ebenfalls böse.
Stellenweise hatte
ich aber ein Problem mit einer bestimmten Sache: Es lief sehr glatt.
Ich will nicht behaupten, dass die RĂ€cher nicht auch RĂŒckschlĂ€ge
einstecken mussten und besonders ein Verlust war echt der totale
Schocker, aber hin und wieder kam mir eben dieser Gedanke. Was David
sich vornimmt wird immer umgesetzt und klappt auch immer
hervorragend. So „perfekt“ wie es manchmal zu ging, gab es doch
mehrere Szenen, die unrealistisch erschienen und das hat etwas
gestört.

Steelheart
ist ein genialer Mix aus Spannung gut durchdachter Handlung und mega
sympathischen, sowie cleveren Figuren. Geballte Action steht an der
Tagesordnung, wenn die RĂ€cher den Kampf gegen die Epics antreten und
gerade der „Comic-Stil“ des Buches hat mir super gefallen.
Endlich mal wieder ein Fantasybuch, das so episch ist wie seine
Bösewichte selbst! Empfehlung auf ganzer Linie. Band zwei soll so
schnell es geht kommen!

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