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[BUCHREZENSION] Sapphique

Titel:
Sapphique
OT:
Sapphique
Autor/in:
Catherine Fisher
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Incarceron #2
Quelle:
Danke an den Verlag

Catherine
Fisher ist die Autorin vieler fantastischer Kinder- und Jugendbücher
sowie zweier preisgekrönter Gedichtbände. Mit Incarceron gelang ihr
der große internationale Durchbruch. Catherine Fisher lebt und
schreibt in Wales.
Deutsch
Gebunden/
19,99€
Seiten:
480
Verlag:
Penhaligon

Englisch
Gebunden/
14,24€
Taschenbuch/
7,30€
Seiten:
480
Verlag:
Firebird





Guter
Dilogieabschluss, aber nicht besser als der Vorgänger.
Kurzbeschreibung
Er ist
endlich frei, doch sein Herz bleibt gefangen

Finn ist aus
Incarceron entkommen, doch seine Freunde Keiro und Attia sind noch
immer hinter dessen Mauern gefangen. In der so genannten Freiheit ist
nichts so, wie Finn es erwartet hat – und beinahe zu spät wird ihm
bewusst, dass sein Leben noch immer ebenso sehr in Gefahr ist wie
während seiner Haft. Keiro und Attia suchen derweil nach Sapphiques
Handschuh, der die Flucht aus Incarceron ermöglichen soll. Das
Gefängnis selbst hat währenddessen für sich einen Körper
erschaffen. Denn auch Incarceron will in die Freiheit gelangen, genau
wie einst Sapphique – der einzige Gefangene, den Incarceron je
geliebt hat. Der packende Abschluss der zweibändigen
dystopischen Saga!

Buchgestaltung
Die deutsche
Aufmachung von Sapphique gefällt mir (wie auch beim ersten Teil)
sehr viel besser. In meinen Augen sind die Farben beim Original nicht
ganz so stimmig und außerdem passt ein zweiter Schlüssel viel
besser als ein Schloss, zumal keines der beiden Motive jetzt wirklich
eine mega wichtige Rolle spielen. Sapphique ist der Name des ersten
Gefangenen, der Incarceron besiegt hat und dieser nimmt einen großen
Teil der Handlung ein, weshalb der Titel echt super passt.
Meinung
Nach Incarercon war
ich mir gar nicht so sicher, was in dem zweiten Teil noch passieren
würde. Ich meine, ein paar der Handlungen mussten einfach
fortgesetzt werden und auf bestimmte habe ich mich auch sehr gefreut,
aber im Großen und Ganzen konnte mich die Autorin sehr oft positiv
überraschen. Attia und Keiro wurden von Finn bei seiner Flucht
zurückgelassen und genau an diesen beiden hing in diesem Teil mein
Herz am meisten. Bisher waren sie für mich eher Nebencharaktere
gewesen, die ganz OK waren, aber hier gefielen mir die Szenen mit den
beiden wahnsinnig gut. Man müsste ja auch meinen, dass es irgendwie
langweilig wäre wieder davon zu lesen, wie das lebende Gefängnis
seine Insassen seinen Willen unterwirft, aber das war nicht der Fall.
In Sappique gab es viele neue Seiten von diesem schrecklichen Ort zu
sehen und dadurch wurde es ziemlich spannend.
Finn und Claudia
hingegen müssen sich draußen einer Menge Probleme stellen. So war
das ganze Rätsel um die Sache mit dem Prinzen ein zentraler Punkt,
aber auch die Veränderungen in der Gesellschaft und natürlich die
vielen Konflikte, die Band eins so stark gemacht haben. Während die
beiden versuchen Pläne zu schmieden, um ihren Freunden zu helfen und
die Ungerechtigkeiten zu beenden, passiert auch allerhand in ihrer
Beziehung. Im Gegensatz zu Band eins konnte ich hier auch mehr
nachvollziehen, wieso beide denn nun zusammen waren. Zuvor hat mir
irgendwie etwas mehr Persönlichkeit gefehlt. Durch den Einsatz der
beiden und ihre Gefühle, die dieses mal etwas offener beschrieben
wurde, hatte ich den Eindruck, eine Entwicklung mitverfolgen zu
können. Besonders Finn wurde mir immer sympathischer. Claudia ist da
aber immer noch so eine Sache gewesen. Ich verstehe, dass sie ihr
Image und ihre Gewohnheiten nicht einfach so ablegen konnte, aber
dennoch hat mich die stellenweise Oberflächlichkeit an ihr sehr
genervt.
Obwohl die Figuren
oft in Lebensgefahr stecken, es wild und rasant zugeht, so hat das
Buch auch seine Längen. Wenn ich beide Teile so vergleiche, sehe ich
nämlich auch irgendwie die exakten Schwächen der Romane. Das liegt
natürlich zum einen an dem Stil der Autorin, der ab und an etwas
ausschweifend wird und mich dann mit ihrer Erzählweise nicht
komplett packen konnte. Zum anderen daran, dass es immer wieder diese
kleinen Längen gab, welche den Plot gestreckt haben, wo er zuvor
noch sehr flüssig und angenehm zu verfolgen war. Durch die langen
Dialoge und die Handlung, die öfter mal stehen blieb, stockte ich
eben auch beim Lesen.
Großer Pluspunkt
war aber hier, dass man auch mehr vom Setting mitbekommt. Dieser Mix
aus Dystopie und Fantasy ist sehr facettenreich und einzigartig
gewesen und es gab viele Kapitel, in denen ich mich kaum mehr los
reißen konnte. Besonders die Art und Weise, wie man hier mehr das
große Ganze betrachten konnte, gefiel mir. Es ging eben nicht mehr
nur um die Geschichte eines Jungen, der fliehen wollte und eines
Mädchen, dass mehr von der Welt sehen wollte. Es ging auch viel um
Moral und den Kampf für etwas, bei dem man mit seiner Überzeugung
dahinter stehen kann. Die vielen Konflikte und Probleme, die sich für
die Protagonisten auftun und auch die Suche nach Sapphique waren
nicht immer leichter Tobak.
Dank des erneuten
Perspektivenwechsels gibt es auch wieder die gewohnte Abwechslung zu
spüren, die einhergeht, wenn man mehrere Handlungsstränge zusammen
verfolgen kann. Dann das Ende…ich bin mir noch nicht ganz sicher,
was ich davon halten soll, aber enttäuscht hat es mich nicht. Es war
auf eine sehr komplexe Weise erklärt und erzählt und ich verstehe
auch, dass manche damit nicht zurecht kommen werden. Man muss schon
offen sein und hinter den Horizont einer gelesenen Geschichte blicken
können, damit man damit zufrieden sein kann.

Sapphique
war ein guter und solider Abschluss der Incarceron Dilogie. Wer Band
eins mochte, wird Band zwei lieben und diejenigen, die damals schon
etwas zwiegespalten waren, werden hier etwas mehr überzeugt. Ich
finde es gut, dass die Bände sich so ebenbürtig sind und mir beide
fast gleich gut gefielen. Das sorgt dann aber auch leider dafür,
dass ich die selben Schwächen in der Handlung und den Charakteren
gesehen habe. Dennoch war es ein spannendes Abenteuer mit einer bis
heute einzigartigen Idee, auf das man sich definitiv einlassen
sollte.

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