[BUCHREZENSION] Die Vernichteten

Titel: –
OT: Die Vernichteten
Autor/in: Ursula Poznanski
Genre: YA Dystopie
Buchreihe: Die Verratenen #1
Quelle: Danke an den Verlag!

Geboren am 30. Oktober 1968 in Wien. Nach Beendigung des Gymnasiums Studium der: Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften (in ungefähr dieser Reihenfolge, ohne Gewähr und ohne Abschluss). Seit 1996 Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlichte Buchautorin.

Deutsch
Gebunden/18,95€
Seiten: 528
Verlag: Loewe

Englisch
Deutsches
Original!

Nach langsamen Start, ein Finale, das umhaut!

Kurzbeschreibung

Das grandiose Finale einer außergewöhnlichen Thriller-Trilogie – ein meisterhaftes Verwirrspiel. Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.
Buchgestaltung
Das perfekte Cover
passend zum Reihenabschluss. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass der
Verlag alle drei Bücher der Trilogie zusammenhängend gestaltet hat
und mir gefallen die Motive sehr gut. Die Vernichteten ist auch so
ein Titel, der wirklich gut passt, wenn man das Buch einmal
ausgelesen hat und den Inhalt kennt.
Meinung
Trilogien neigen ja
öfter dazu den Leser an irgendeinem Punkt zu enttäuschen und beim
Anfang des Buches hatte ich das Gefühl, hier würde das auch so
sein, aber ich habe mich einfach geirrt. Der Beginn des Buches hat
mir nämlich nicht so gut gefallen. Die ersten Kapitel fand ich mega
spannend und dann gab es eine Abfolge aus Wildnis, verschiedenen
Clans und Seiten im Setting, die ich nicht sonderlich interessant
fand. Ich verstehe schon irgendwie, warum das Buch einen etwas
langsameren Start hingelegt hat, denn am Ende erschließen sich durch
die vielen Details des Anfangs dem Leser so viele Sachen, dass man
regelrecht geflasht ist. Dennoch war der Einstieg mir einfach zu zäh.
Die Charaktere befinden sich im Grunde in einer ähnlichen Lage wie
im Band eins: Auf der Flucht. Irgendwie wollte ich mit dieser
Situation aber nicht ganz warm werden, besonders nicht, da es über
200 Seiten dauert, bis die Handlung auf ernsthafte Themen
zurückgreift.
Alles, was jedoch
danach kam, war genau so wunderbar, wie man es bisher von der Reihe
gewohnt ist. Es wäre jetzt gelogen zu sagen, dass ich mit allen
Wenden (besonders DEM Ende) so richtig zu 100% zufrieden bin, aber
Ursula Poznanski hat es wieder einmal geschafft gekonnt Thriler mit
Dystopie zu vereinen. Die Charaktere waren mitunter wieder das Beste.
Ria, Sandor und die anderen sind mir in der Trilogie so sehr ans Herz
gewachsen, dass ich die vielen schmerzhaften und grausamen Momente,
die sie wieder durchmachen, kaum ertragen konnte. Ria hat mal wieder
das schwerste Los von allen gezogen, denn sie lernt einiges über
ihre Herkunft und Vergangenheit, dass für sie ein heftiger Schock
ist, den Leser selbst aber vielleicht nicht ganz so sehr überrascht.
Das fand ich allerdings gar nicht so schlimm, denn in diesem dritten
Teil hatte ich mehr das Gefühl, man dürfte mitdenken und rätseln
als alle Fäden langsam zusammenführen. Und obwohl ich häufig
wusste, was geschehen würde, so war es dennoch spannend. Die Autorin
hat eben mehrmals bewiesen, dass man sich nicht zu sicher sein darf –
das Blatt kann sich immer wieder wenden, ob man das will oder nicht.
Der zweite Part des
Romans besticht vor allem durch die vielen Informationen, die endlich
alle Fragen beantworten und darüber hinaus auch noch letzte Details
zu den sympathischen Figuren preisgeben. Teilweise war es schon eine
Art Selbstfindung, die Ria und die anderen durchmachen musste. Nach
den Ereignissen aus Band eins, die ihr ganzes Leben verändert haben,
mussten alle sich klar wer: Zu welcher Person bin ich geworden und
was möchte ich in Zukunft sein? Wie manche sich dabei entscheiden
ist ziemlich krass gewesen, weil man sich doch irgendwie wünscht,
dass alle ihr Happy End in dieser Welt finden. Leider ist dem nicht
so…
Die Beziehungen der
Charaktere untereinander war dieses mal auch wieder sehr stark. Was
ich klasse fand war, dass es auch mehr um die Bindung von Ria zu
ihren Freunden ging und nicht nur um das kleine Liebesdreieck, was
sich seit Band zwei irgendwie angebahnt hat. Das Virus stellte nach
wie vor die größte Bedrohung dar und der Showdown war sehr gelungen
und fesselnd beschrieben.
Zudem werden auch
einige alte Hinweise wieder aufgegriffen und so etwas erlebt man auch
eher selten in Büchern. Hier hat man gemerkt, dass so vieles perfekt
durch geplottet war und der rote Faden sich von der ersten bis zur
letzten Seite gezogen hat. Die dystopischen Elemente wechseln sich
super mit Thriller-mäßigen ab und es gab viele Stellen, an denen
mir das Herz bis zum Hals geklopft ist. Der Abschluss war vielleicht
nicht perfekt, aber dafür spektakulär eingefädelt.
Die
Vernichteten ist ein gelungener Abschluss einer Reihe, die schon fast
ein neues Genre erschaffen hat. Spannend wie in einer Dystopie,
gruselig und grausam wie in einem Thriller und mit so vielen tollen
Ideen und Möglichkeiten wie bei Fantasy. Ein Roman, der erst leise
anklopft und einen dann um den Verstand bringt. Es wird wieder
actionreich und herzzerreißend, als Loyalität, Freundschaft und
Familie auf dem Spiel stehen. Ursula Poznanskis verschont keinen
ihrer Charaktere und genau das macht auch den Reiz der Story aus. 

4 Kommentare

  1. Hallo Tanja,

    bekomme beim Lesen der Rezension ja glatt eine Gänsehaut. Finde mich wirklich in vielem wieder, was du geschrieben hast. Die Reihe ist wirklich mal richtig toll, der Schreibstil fantastisch. Freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

    Liebe Grüße

    Kay

  2. <3 <3 <3 Das ist einfach meine Reihe 😉 Mir gehts auch so, dass ich nicht mit allem 100% zufrieden war. Aber alles in allem gelungen und zufriedenstellend. Lustigerweise fand ich den Beginn diesmal besser, als noch beim zweiten Band^^ Aber so kanns aussehen 😉

    Liebe Grüße!

  3. Eine wirklich tolle und neugierig machende Rezi zum Buch! 😉
    Bei mir liegt der Finalband auf dem SUB, da ich vermute das ich zuerst nochmal die Vorgänger lesen muss, um in die Geschichte reinzukommen…was meinst du? 🙂

    Liebste Grüße,
    Leslie <3

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