[BUCHREZENSION] Bevor die Nacht geht

Titel:
OT:
Bevor die Nacht geht
Autor/in:
Patrycja Spychalski
Genre:
YA Contemporary
Buchreihe:
Einzelband!
Zur Verlagsseite:

Patrycja
Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun
Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie
eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen
Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen
sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie
schrieb mehrere Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren
ersten Roman Ich würde dich so gerne küssen verfasste.

Deutsch
Broschiert/
14,95€
Seiten:
288
Verlag:
cbt

Englisch
Deutsches
Original!
Das
Beste Buch der Autorin bisher! 🙂
Kurzbeschreibung
Ein
Tag, eine Nacht – eine große Liebe!

Als
Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der
Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick!
Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt,
dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu
kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob
soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch
für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für
ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem
Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch
Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie –
und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst!

Buchgestaltung
Ich bin einfach
total begeistert von der Aufmachung, denn das Cover ist ein echter
Eyecatcher. Es passt auch einfach nur soooo wunderbar zur Geschichte,
dass muss man einfach feiern. Da der Roman in Berlin spielt, sieht
man eine Art Skyline der Stadt im Hintergrund. Dazu der Mond, der
super zum Titel und der Situation passt und noch die beiden
Protagonisten, die mit ihrer Haltung symbolisieren, dass diese
Geschichte ganz schön chaotisch ist – Ich bin durchweg überzeugt
vom Design.
Meinung
Bevor die Nacht
geht ist das vierte Buch von Autorin Patrycja Spychalski und auch das
vierte, das ich lese, denn ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen
und gemocht. Dieses hier hat mir aber besonders gut gefallen und
daher würde ich auch sagen, dass es bisher ihr bestes Buch ist. Hier
ist auch die Erzählperspektive etwas anders, als man es von ihr
gewohnt ist, denn der Roman wird aus der Sicht von Kim und Jacob
erzählt. Die Kapitel sind auch nie besonders lang, deshalb passt der
Wechsel zwischen den beiden noch einmal besser. Hier wurde auch nie
etwas wiederholt, sondern die Sichtweisen stellen eine komplette
Geschichte vor, in der nicht alles hundertmal wieder erwähnt wird –
das fand ich sehr gelungen. Was ich sofort mochte, war der locker
leichte Einstieg in die Handlung. Ganz unkompliziert fängt alles mit
einer Fahrt in der U-Bahn an, bei der sich beide kennenlernen.
Irgendwie war die
ganze Situation auch einfach total niedlich gestaltet und die
Gedanken von Kim und Jacob im Bezug auf die jeweils andere Person zu
lesen hat total viel Spaß gemacht. So spannend fand ich ein erstes
Aufeinandertreffen wirklich selten. Danach wird auch nicht lange
herum gefackelt, sondern es geht los. Eigentlich fährt Jacob nur so
durch die Gegend, da er Berlin verlassen muss und Kim war auf dem Weg
eine Besorgung zu tätigen, aber plötzlich wird das Ganze zu einer
Mission: Kim will Jacob Berlins beste Seiten zeigen, damit er bleibt
und das ist gegen Ende vielleicht nicht mehr ganz uneigennützig. Da
Berlin neben den Jugendlichen eine Hauptrolle spielt, bekommt man als
Leser ebenfalls eine grandiose Führung durch die Stadt und
interessante Orte. Ich war bereits einmal selber dort, aber meine
Eindrücke konnten kaum mit dem Beschriebenen mithalten und ich werde
mich eines Tages ganz sicher mal auf die Spuren von Kim und Jacob
begeben! 🙂
Ich fand auch
einfach die ganze Atmsophäre wunderbar…obwohl das Buch eher einen
lustigen Ton anschlägt, so gab es deutlich Momente, in denen man
gespürt hat, dass hinter jedem Gesicht eben eine Geschichte steckt.
So erfährt man auch mehr über die Beweggründe der beiden
Protagonisten und sie wachsen einem dadurch auch schneller ans Herz,
als man denkt. Beide waren für mich tolle Persönlichkeiten, zu
denen ich rasch Zugang gefunden habe. Ich habe jede Sekunde auf dem
Weg mit ihnen genossen und musste ziemlich oft bei den humorvollen
Dialogen lachen. Die Gedankengänge waren übrigens mindestens genau
so klasse beschrieben…es war auch einfach mal eine Abwechslung
wieder in den Kopf eines Jungen zu schlüpfen.
Da das Buch in
einem relativ kurzem Zeitraum spielt kann man jetzt natürlich nicht
erwarten, dass einen hier riesige weltbewegende Wenden umhauen, aber
das ist auch gar nicht Thema des Buches. Es geht einfach um eine
lockere Liebesgeschichte, die das beste von Berlin mit dem besten des
Genre verbindet: Ganz viel Charme.
Kim hat mich durch
ihre offene und abenteuerlustige Art richtig schnell begeistern
können und Jacob hat mit seiner ruhigeren und neugierigen eine tolle
Ergänzung zu ihr dargestellt. Natürlich weiß man von Anfang an, wo
das alles hinführt, wenn beide so viel Zeit miteinander verbringen,
aber wie ich immer sage: Es geht ja um den Weg zum Ziel und nicht das
Ziel selbst und dieser war richtig gut gemacht.
Ich persönlich
hätte mir sogar noch mehr Seiten gegen Ende gewünscht, weil ich so
in der Geschichte drin gewesen bin und Kim und Jacob nicht verlassen
wollte. Die Sache bei kürzeren Büchern ist ja leider immer, das sie
viel zu schnell vorbei sind.

Mit
„Bevor die Nacht geht“ ist Patrycja
Spychalski ein toller Roman geglückt, der Reiseführer Berlins und
lustige Liebesgeschichte in einem ist. Man kann sich von der schönen
Kulisse und den Charakteren leicht verzaubern lassen. Unter all den
Sommerbüchern trifft man hier mal wieder eine etwas andere
Geschichte an, die für meinen Geschmack ruhig noch etwas länger
hätte andauern können 😉

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