[BUCHREZENSION] Watersong – Todeslied

Titel:
Todeslied
OT:
Tidal
Autor/in:
Amanda Hocking
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Watersong #3
Zur
Verlagsseite:

Amanda
Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im
Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten
Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin.
Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine
ihrer Trilogien verkauft und mit dem US-Verlag St Martin’s Press
Verträge über mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking
gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der
Welt.
Deutsch
Gebunden/
16,99€
Seiten:
416
Verlag:
cbt

Englisch
Gebunden/
13,10€
Taschenbuch/
7,20€
Seiten:
342
Verlag:
Griffin


Der
beste Band bisher, inzwischen bin ich süchtig!
Kurzbeschreibung
Dunkel
die Gezeiten, ewig ihr Geheimnis

Gemmas
Tage sind gezählt. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis Penn sie
durch ein anderes Mädchen ersetzen – und töten wird. Gemma hat
nur eine Chance, den Fluch zu brechen: Sie muss das jahrhundertealte
Schriftstück finden, auf dem der Sirenenbann verewigt ist, und es
vernichten – selbst wenn sie damit das Leben von Thea, ihrer
einzigen Freundin unter den Schwestern des Meeres, aufs Spiel setzt.
Fieberhaft macht Gemma sich auf die Suche, ohne etwas von Penns
teuflischem Plan zu ahnen. Und der bringt nicht nur Daniel in
Versuchung, sondern auch Gemma und Harper in höchste Gefahr …

Buchgestaltung
Cbt hat es mit der
Gestaltung genau richtig gemacht: Sie ist einheitlich. Im Gegensatz
zu den englischen Originalen sind die Motive der deutschen Cover
zusammenpassend und darüber bin ich echt froh. Manche der englischen
Motive sehen einfach nicht nach Jugendbuch aus und bei den deutschen
erkennt man 1) den Zusammenhang der Reihe und 2) Spiegeln sie das
Thema Sirenen wieder. Watersong – Todeslied passt auch hin
vielerlei Hinsicht sehr viel besser als Tidal (in etwa: Sturm,
Gezeiten…) und klingt auch einfach besser.
Meinung
Ich erinnere mich
noch gut an die Zeit, wo ich mit der Reihe angefangen habe und ich
der Meinung war, dass diese sehr viel Potenzial besaß, das man noch
nutzen könnte. Genau das hat die Autorin hier im dritten Band getan
und ich war völlig überrascht wie wahnsinnig gut mir das gefallen
hat. Den zweiten Teil mochte ich sehr gerne, aber Band drei ist noch
mal eine andere Klasse, was den Inhalt und auch die Mythologie
angeht. Amanda Hockings Schreibstil habe ich inzwischen kennen und
lieben gelernt und auch hier war er wieder sehr abwechslungsreich und
schwungvoll. Als Leser kann man sich einfach in jeden Charakter
hineinversetzten und die Beschreibungen der Ereignisse sind immer
sehr lebendig erzählt.
Dieser Teil ist
wieder aus der Sicht von Gemma und Harper geschrieben, sowie einigen
Kapiteln, die Daniel, Penn oder auch Thea aus ihrer Perspektive
schildern. Die Charaktere sind mit in diesem Band so sehr ans Herz
gewachsen, dass ich es kaum abwarten kann, bis der vierte Band
erscheint. Gemma hat immer noch das gleiche Problem wie zuvor: Der
Hunger der Sirene in ihr, lässt sich immer weiter abrutschen und
inzwischen macht sich nicht nur ihre Schwester Sorgen um Sie. Penn
und die anderen belagern immer noch ihre Stadt und lassen sie einfach
nicht in Ruhe und dieses mal hat Penn es sich auch noch zum Ziel
gemacht, Daniel für sich zu gewinnen, weil er ihrem Gesang aus
irgendeinem Grund widerstehen kann. Harper kämpft inzwischen mit
eigenen Sorgen. Sie will bald aufs College gehen, aber natürlich
kann sie ihre Familie nicht einfach so im Stich lassen und Zweifel
über ihre Zukunft lassen ganz schön dunkle Wolken aufziehen.
Während das Buch sich dieses mal besonders damit beschäftigt, wie
die Charaktere versuchen, den Fluch der Sirenen endgültig zu
brechen, gab es auch mal wieder mehr zu lernen.
Die Autorin hat
hier endlich mal richtig tief in die Mythologie Kiste gegriffen und
flechtet ständig neue Informationen zu verschiedenen Kreaturen in
die Handlung ein. Man erfährt nicht nur mehr über die Sirenen an
sich, sondern auch über den Zusammenhang zur griechischen Antike und
es kommen dazu noch allerhand andere mystische Wesen vor, die
wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt noch wichtig sein werden.
Toll fand ich auch, dass einmal mehr das Setting erklärt wurde, denn
so konnte ich mir besser ein Bild davon machen, wie die ganze Story
in unsere Welt passt und die Frage, ob es neben den Sirenen noch
andere „Dinge“ gibt wurde auch geklärt. Das war besonders in den
Phasen des Buches, als es etwas ruhiger wurde, sehr interessant zu
verfolgen und ich bin gespannt, was noch alles kommt.
Wie immer war
Harper aber mein Lieblingscharakter. Zusammen mit Daniel gibt sie
einfach so ein süßes Paar ab und ich hatte auch das Gefühl, dass
die beiden einer der stabilen Punkte in dem Buch sind, an dem sich
nichts ändert. Ich habe mich riesig gefreut, dass es mehr über ihre
Liebesgeschichte zu lesen gab und man auch endlich etwas über
Daniels Hintergründe erfährt. Zwar geht auch die Familiengeschichte
um die Fisher Geschwister weiter und das fand ich ebenfalls klasse,
aber auf Daniels Story habe ich schon länger gewartet und sie hat
ihn umso sympathischer gemacht. Sein Charakter war einfach so loyal
und mutig und clever…jaa, da könnte man sofort dahinschmelzen 😛
und Harper ist sowieso die Stimme der Vernunft, der man gerne folgt.
Gemma mochte ich hier auch wieder mehr, weil ich sie besser verstehen
konnte. Die Autorin beschreibt gut ihre inneren Konflikte. Außerdem
sieht man wieder mehr die Entwicklung in die richtige Richtung bei
ihrer Figur.
Das viele bekannte
Gesichter wie Alex oder Macey dabei waren rundete das Ganze dann noch
mal umso schöner ab. All diese kleinen Details und Verbindungen
wusste ich an dem Buch sehr zu schätzen. Da hat die Autorin gute
Arbeit geleistet.
Penn und ihre
Schwestern werden hier auch etwas zugänglicher. Einmal mehr
kristallisiert sich heraus, wer hier die Wurzel allem Übels ist und
es geht ganz schön brutal zu, wenn die Sirenen wieder Amok laufen.
Was man dem Buch allerdings wieder vorwerfen könnte ist, dass erst
gegen Ende so richtig Action an der Tagesordnung ist. Bei Hockings
Büchern scheint die Autorin darauf zusetzen, eher ein Finale
aufzubauen, als zwischendurch mal mit Schockern zu glänzen. Mich hat
das aber auch kaum gestört, da ich den Rest des Buches so gelungen
fand. Ist es nämlich erst einmal so weit, bleibt man am Ende wieder
einmal total baff zurück, als die Konflikte eskalieren und die
Charaktere vor einer neuen Herausforderung zurückbleiben.

Watersong
– Todeslied ist ein gelungener dritter Band der Reihe, der mir
persönlich bisher am besten gefallen hat. Die Charaktere muss man
einfach lieben, der mythologische Aspekt ist einfach spannend und
Amanda Hocking kann so gut wie niemand sonst unterhaltsame Dialoge
und Situationen beschreiben, die einem sonst vielleicht langweilig
vorkommen würden. Band vier, wo bist du nur?

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