[BUCHREZENSION] Verliebt in Serie: Rosen & Seifenblasen

Titel:
OT:
Rosen & Seifenblasen
Autor/in:
Sonja Kaiblinger
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Verliebt in Serie #1
Zur
Verlagsseite:


Sonja
Kaiblinger wurde 1985 in Krems geboren. Sie hat als Eisverkäuferin,
Museumsführerin, Werbetexterin, Nachtwächterin,
Flughafen-Mitarbeiterin und Werbespot-Darstellerin gearbeitet, bevor
sie als Lehrerin ihre Brötchen verdiente. In jeder freien Minute
bringt sie die Geschichten zu Papier, die ihr im Kopf herumspuken.
Sie lebt zusammen mit ihrem Freund in der Nähe von Wien.

Deutsch
Gebunden/
14,95€
Seiten:
320
Verlag:
Loewe

Englisch
Deutsches
Original!



Verliebt
in das Buch…wann kommt Band 2? 😀
Kurzbeschreibung
Die
14-jährige Abby ist genervt: Ihre Schwester ist süchtig nach der
kitschigen Seifenoper „Ashworth Park”. Abby und ihre Freundin
Morgan können sich über die Geschichten rund um die englische
Adelsfamilie Ashworth nur kaputtlachen. Doch
als Abby auf unerklärliche Weise selbst in der Serie landet, findet
sie das Ganze nicht mehr so witzig. Tag für Tag zur selben Sendezeit
beginnt sie zu flackern und findet sich kurz darauf in Ashworth Park
wieder. Nun steht sie selbst im Zentrum von Intrigen, Liebschaften
und Familiengeheimnissen. Und zu allem Übel verliebt sich
Serienschönling Julian ausgerechnet in Abby. Das Chaos ist
vorprogrammiert …
Buchgestaltung
Die Buchgestaltung
allein verdient 5 Sterne! Eigentlich ist rosa bei Büchern gar nicht
mein Fall, aber hier passt das einfach perfekt zur zuckersüßen
Geschichte. All diese liebevoll gestalteten Details auf dem Cover,
die schöne Schriftart…hach, ich liebe so etwas einfach! Der Loewe
Verlag hat ja immer tolle Cover aber das hier ist nicht nur
zielgruppengerecht, es ist auch ein wahrer Eyecatcher. Dazu kommt,
dass auch unter dem Schutzumschlag eine Menge los ist…und das alles
für kanpp 15€!!! Ohne Witz, da könnten sich andere Verlage echt
mal eine Scheibe abschneiden xD
Meinung
Wenn man sich das
Buch und den Klappentext jetzt mal so anschaut, dann ist klar, dass
die Zielgruppe eindeutig jüngere Mädchen sind, ABER, dass was schon
Kerstin Gier und Alexandra Pilz so wunderbar in ihren Romanen
geschafft haben, nämlich Leserinnen aller Altersgruppen mit dem
Charme von Worten zu verzaubern, tjaaaa, dass kann auch Sonja
Kaiblinger vorweisen! Ich bin durchweg begeistert von ihrer
wahnsinnig lockeren Art zu Schreiben, dem pfiffigen Humor und all den
wundervollen, sympathischen Charakteren. Einmal angefangen, konnte ich
nicht mehr aufhören zu lesen und hab mit den Po wund gesessen, bis
ich mit dem Buch durch war. Da darf man als Leserin auch direkt
einmal meckern, denn: DIESES ENDE! Ich bin jemand, der Cliffhänger
bestens verkraftet, aber SIE Frau Kaiblinger haben mich zerstört 😛
Ich kann es kaum abwarten, bis der nächste Teil irgendwann erscheint
und „irgendwann“ ist gut, ist das Buch doch gerade erst
veröffentlicht worden.,
Aber mal zurück
auf Anfang. Abby, die gerade einmal 14 Jahre alt ist, spielt unsere
Protagonistin. Obwohl die Autorin ihre Figur typisch Teenager
gestaltet hat, so zeigte Abby doch mehr Reife und Intelligenz als man
es von manch anderen (und viel älteren) Protagonistinnen des Genre
bisher kennt. Mit ihrer frechen und offenen Art, mochte ich Abby vom
Fleck weg und wie Jasper (einer der Nebencharaktere) in einer Stelle
des Buches sagt: Auf den Mund gefallen ist sie sicher nicht. Und
obwohl Abby recht schlagfertig und mutig ist, so hatte sie auch viele
Ecken und Kanten. In vielen Situationen fühlte sie sich verloren und
unsicher und das fand ich richtig gelungen, weil sie einem dadurch
nicht wie eine kleine Superheldin vorkam, sondern eben eine echte
Person. Das Buch hat auch einen ganz tollen Einstieg, der mit sofort
die Lachtränen in die Augen getrieben hat. Abby kommt nach einem
furchtbarem Tag nach Hause und will nur relaxen, aber ihre Schwester
hat sich leider im Wohnzimmer breitgemacht. Wie das so bei
Geschwistern ist, gab es auch hier herrliche Streitgespräche und
Herumgezanke. Ich musste mich dabei allerdings auf Abbys Seite
schlagen, denn die Lieblingsserie von Deborah „Ashworth Park“ ist
an Kitsch und Klischees echt nicht mehr zu übertreffen.
Da wären wir auch
schon beim nächsten Punkt, denn die Autorin hat sich viel Mühe
gegeben gängige Serien-Klischees aufs Korn zu nehmen, hat dabei aber
auch einen guten Rahmen bewahrt, der eben genau das gezeigt hat, was
wir alle an Serien so mögen. Was ich besonders toll fand, waren auch
wenigen Szenen, die sich ganz wie ein Drehbuch lasen und eben alles
beschrieben, was wir nicht aus Abbys Sicht erlebt haben. Ashworth
Park bzw. die Kulisse/das Setting war eine durch und durch gelungene
Mischung aus Downtown Abbey und gängigen Familiensoaps. Das Tolle
daran war auch, dass Abby sofort den Inhalt der Serie ordentlich
umkrempelt und man als Leser gar nicht erst in irgendeine endlos
Handlung den Einstieg finden muss. Schon ihr erster Auftritt in der
Serie war zum brüllen komisch.
Ebenfalls absolut
gelungen waren alle – ja, ALLE – Charaktere! Egal, ob es nun um
Tante Gladys ging, den Möchtegern-Schönling Julian oder seinen
coolen Bruder Jasper, so wie einige der Gegenspieler, jede Person in
dem Buch hat so viele Facetten, dass man – einmal im Lesesog des
Buches gefangen – am liebsten selber in der Serie mitspielen
möchte. Hier war auch die Charakterentwicklung richtig schön
beschrieben. Dinge, die Abby über die Figuren erfährt ändert
schnell ihre (und unsere) Sichtweise auf die vielen Vorurteile, die
man ihnen gegenüber hat.
Das Buch spielt
übrigens nicht nur in der Serie. Abby „springt“ immer hin und
her. Dieses Rätsel wurde bisher auch noch nicht geklärt, auch, wenn
sie, ihre Schwester und ihre beste Freundin allerhand irrwitzige
Theorien dazu aufstellen. Während Abbys Aufenthalt in der Serie
einfach genial ist, so kann da auch ihr normales Leben mithalten.
Ihre chaotische Familie, verrückte Freundin oder der süße Junge
aus ihrer Schule…hier wird es einfach nie, nie, NIE langweilig und
der Balance-Akt zwischen den Handlungssträngen war einfach perfekt
gemacht. Man könnte echt sagen, hier gab es das Beste aus beiden
Welten vereint.
Die
Liebesgeschichte ist, auch, wenn man das vielleicht erwartet nicht
der Hauptteil der Handlung. Es knistert und es fliegen einige Funken
(und ja, ich habe da schon mehrere Pärchen im Auge *g*) und man will
auch einfach MEHR, aber dafür herrschte auch einfach zu viel Chaos
im Gesamtbild. Trotzdem kann man viel mitlachen und hoffen und
natürlich wünschen und Daumen drücken! 🙂
Auch das Ende fand
ich wahnsinnig toll. Es wurde richtig spannend und ich habe
ordentlich mitgefiebert, als es zur Sache ging und das Leben einiger
Personen in bedrohlicher Gefahr geschwebt haben. Ich kann mir auch
richtig gut vorstellen, wie die Autorin weiter machen möchte.
Endlich mal ein Buch, bei dem man merkt, dass noch viel
Stoff/Handlung übrig ist, sodass es weiter gehen MUSS.
Rosen
& Seifenblasen ist ein fantastischer Fantasyroman, der Humor hat
und Herz und sympathische Charaktere und und und…auf jeder Seite
wird man toll unterhalten (ob man jetzt 14 ist oder eben 25, so wie
ich) und wer sich hier nicht in die Idee verliebt ist selber Schuld.
Ich wette, nach Reihen wie der Edelstein-Trilogie und Hollyhill
glänzt Sonja Kaiblinger bald als der neue Star am Serienhimmel 😛
Wenn ihr süße und lustige Geschichten mögt, dann befehle ich euch,
alles stehen und liegen zu lassen und dieses Buch zu kaufen!

1 Kommentar

  1. Oha! Nach der energischen Aufforderung im Schlusssatz kann ich ja gar nicht anders als das zu kaufen 😉
    Witzig, von anderen hatte ich bisher eher mittelmäßiges über das Buch gehört. Bisher habe ich mit Bücher mit sehr jungen Protagonisten (so wie hier) auch nicht so wirklich gute Erfahrungen gemacht, aber wenn du so überzeugt davon bist, werd ich dem ganzen wohl mal eine Chance geben 🙂
    Liebe Grüße!

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