Uncategorized

[BUCHREZENSION] Bis zum letzten Tropfen

Titel:
Bis zum letzten Tropfen
OT:
Not a Drop to Drink
Autor/in:
Mindy McGinnis
Genre:
YA, Endzeit
Buchreihe:
Not a Drop to Drink #1
Zur
Verlagsseite:

Mindy
McGinnis beschäftigt sich ununterbrochen mit Büchern und
Geschichten: Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie in einer
Bibliothek. Ihre zweite Leidenschaft gehört dem Überleben in der
Wildnis. Sie kocht gern Konserven ein, musste sich bisher aber noch
nie außerhalb der Zivilisation behaupten. Mindy McGinnis lebt in
Ohio.
Deutsch
Gebunden/
14,95€
Seiten:
320
Verlag:
Heyne (fliegt)

Englisch
Gebunden/
13,10€
Taschenbuch/
7,00€
Seiten:
352
Verlag:
Katherine Tegan



So
öde und trocken wie die Landschaft im Buch…
Kurzbeschreibung
In
einer Welt ohne Wasser kann jeder Tag der letzte sein…

Nach
einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist
sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat
schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit
ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre
Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter
dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages
ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den
Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre
geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren
vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst.
Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss
sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie
die Farm nicht retten.

Buchgestaltung
Ehrlich gesagt
finde ich die englische Aufmachung besser. Obwohl der deutsche Verlag
das Motiv übernommen hat, so finde ich die Farben beim Original
einfach viel schöner. Klar könnte man jetzt argumentieren und
sagen, das Ganze wurde dem Thema des Buches angepasst, aber dezente
Farben können auch ein Hingucker sein. Ansonsten finde ich das Motiv
und auch den Titel sehr gelungen.
Meinung
Bis zum letzten
Tropfen war eines der Bücher, auf das ich mich besonders gefreut
habe. Lange bin ich um die Geschichte herum geschlichen und letzten
Ende war es nur eine Frage der Zeit, bis ich sie endlich lesen würde.
Ich hatte vorab schon einige Rezensionen inhaliert und dachte demnach
vorbereitet zu sein.
Das Buch sollte
langsamer sein, aber spannend.
Keine richtige
Dystopie, aber mit Thriller-Elementen.
Einen am Ende
richtig packen und mitreißen.
Alle meine
Erwartungen versiegten aber so schnell, wie das Wasser es im Setting
des Buches immer wieder tat. Zunächst einmal hatte ich wahnsinnige
Probleme mich überhaupt in das Buch einzulesen. Die Autorin
beschreibt zu Beginn weder richtig, wie die Charaktere aussehen, noch
wie alt diese sind und ich habe bis fast zur Mitte des Buches echt
gedacht Lynn wäre gerade mal zehn oder so! Die Umgebung beschränkt
sich auf wenige Dinge. Man könnte also sagen, der Roman ist sehr
minimalistisch angelegt. Lynn hat ein Haus, dieses steht vor einen
Wasserquelle und ab und an geht es noch in den Wald zum jagen. Das
war es auch schon. Es gab zwar ein paar Erklärungen zu der Idee
hinter der Geschichte, was ich auch gut fand, aber da die Handlung
sehr gradlinig ist, muss man sich hier nicht auf viel gefasst haben.
Die Idee mit dem wenigen Wasser und dem Kampf darum klang super. In
der Umsetzung sah das Ganze aber recht langweilig aus. Lynn lernt
früh die Wasserquelle zu verteidigen, aber richtige
Auseinandersetzungen gab es nicht. Vielmehr bestehen die Konflikte
daraus, dass ab und an mal auf Kojoten geschossen wird. Wow!
Das wohl größte
Problem hatte ich aber mit dem Stil der Autorin. Ihre Art zu
schreiben hat mich sehr an die Dustlands Reihe erinnern, denn die
Worte werden simpel gewählt, entsprechen teilweise nicht einmal
richtiger Grammatik und Lynn scheint auch etwas zurückgeblieben zu
sein. Das war eigentlich verständlich, denn ihre Welt besteht nur
aus dem wenigen, dass sie kennt und eben ihrer Mutter. Als diese fort
ist, hat Lynn mich doch stark an ein verlorenes Dschungelkind
erinnert. Ich war schnell genervt von ihren naiven und dümmlichen
Gedanken. Ich glaube eigentlich sollte Lynn ziemlich taff und
entschlossen rüber kommen, aber ich empfand da leider das Gegenteil.
Die Tatsache, dass sie sich selber versorgen oder schießen kann hat
da leider auch keinen Unterschied mehr gemacht. Aber, um es noch mal
zur Sprache zu bringen, dass mit dem Alter hat mich am meisten
gestört. Lynn benimmt sich einfach nicht wie sechzehn. Kein einziges
mal.
Erst als es auf
einmal heißt: Sieh nur ein hübscher Junge, tjaa, da melden sich
dann doch einige Hormone und die Beziehung zwischen den beiden geht
dann schneller, als man es irgendwem zugetraut hätte. Was ich der
Autorin allerdings hoch anrechne ist, dass die neu eingeführten
Figuren viel Zeit hatten, zu zeigen, was in ihnen steckt. Das lag
sicher daran, dass der Roman wirklich sehr, sehr langsam abläuft. Im
Grunde kann man die Handlung bestens in ein paar Sätzen
zusammenfassen. Mir war das einfach zu wenig Plot und ich
größtenteils war mir furchtbar langweilig.
Lynn die Wasser
sammelt, Essen macht, mit anderen redet und und und…in der Welt/dem
Leben der Figuren geschieht kaum etwas Nennenswertes und erst gegen
Ende baut sich ein Konflikt auf, der dann schwach auf wenigen Seiten
abgehandelt wird. Und dieses ständige Morden. Ist ja schön und gut,
wenn man sein Land verteidigen will, aber jeder hat doch ein Fünkchen
Mitleid in den Knochen! Ich meine, Lynn nimmt ja auch sofort die
Familie mit den Kindern auf, aber alle anderen sind ihr ein Dorn im
Auge. Das war auch so eine Sache, die ich gar nicht richtig
verstanden habe. Wo hat die Protagonistin ihre persönliche Grenze
gezogen?
Allgemein war das
Lesen eher eine Quälerei für mich, aber ich habe mich angetrieben
und die Hoffnung nicht aufgegeben. Zum Schluss hatte das Buch dann
sogar einige Dinge, die ich mochte. Es gab Action und Kämpfe und die
waren nicht gerade schlecht gemacht. Vielleicht waren es wirklich die
hohen Erwartungen, die mir ein Bein gestellt haben, aber selbst ohne
komme ich nicht umhin zu denken, dass man dieses Buch wirklich nicht
gelesen haben muss.

Leider konnte mich das
Buch nicht überzeugen. Ein merkwürdiger Schreibstil, Charaktere, zu
denen ich keinen Zugang fand und ein Plot, der mich einfach nicht
fesseln konnte – Bis zum letzten Tropfen bekommt keine Empfehlung
von mir. Wenn ihr allerdings Fans der Dustlands Reihe seid, könnt
ihr dem Buch vielleicht mehr abgewinnen als ich.  

3 Comments

  • Wonder_

    Hmm.. Ich persönlich mochte das Buch, aber deine Meinung kann ich trotzdem gut nachvollziehen.
    Allerdings finde ich dein Urteil über Lynn etwas hart.. Man muss schließlich bedenken: Das Mädchen hat keine Schulbildung. Keinen Kontakt zu anderen Menschen außer ihrer Mutter. Fernsehen, Internet, sonstiges hat sie nicht, sprich ihre Mutter ist das einzige was ihre Entwicklung beeinflusst. Von demher fand ich ihren Charakter in gewisser Weise schon schlüssig und stimmig.

  • Effi Pampelmuse

    Oh nein! Hätte dieses Buch so gerne gelesen! Bist nun aber nicht die einzige von der ich eine solche Rezension las. Alle positiven Rezis waren eher von Blogs, die, naja, eher unkritisch sind xD haha Hatte trotzdem Hoffnung, es klang so toll.

  • Tina

    Oh schade Tanja 🙁 Dich hat anscheinend dasselbe gestört, wie mich nur noch mehr anscheinend. Bei mir hats vor allem der letzte Teil wieder rausgerissen, deshalb 3.5 Sterne. Eben das Minimalistische fand ich passend, aber mehr hätte für meinen Geschmack ruhig passieren können. Mal sehen, eventuell lese ich den zweiten Band noch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Doofes Pflichtfeld (sorry, muss sein!)

*

Ich bin einverstanden!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.