[BUCHREZENSION] Der Mann in Nachbars Garten

Titel:
OT:
Der Mann in Nachbars Garten
Autor/in:
Elke Becker
Genre:
Adult, Chic-Lit
Buchreihe:
Einzelband!
Seiten der Autorin:
www.elke-becker.com
www.facebook.com/AutorinElkeBecker
www.facebook.com/JJBidell

Geboren
wurde Elke Becker 1970 im schwäbischen Ulm. Ihre früh geweckte
Abenteuerlust führte sie regelmäßig nach Süd- und Mittelamerika.
Vom südamerikanischen Leben fasziniert, schmiss sie mit 30 ihren Job
als Vorstandssekretärin, um in Venezuela Spanisch zu studieren. Dort
begann sie auch mit dem Schreiben.Es folgte eine Ausbildung zur
Drehbuchautorin. 
Aus ihrer Feder stammt das Drehbuch zum Kurzfilm
»Maries Stimme«, der auf zahlreichen internationalen Festivals
gezeigt wurde. Als unabhängige Autorin veröffentlichte Elke Becker
sehr erfolgreich Titel wie »Yoga ist auch keine Lösung« und
»Ticket ins Glück«. Unter dem Namen J. J. Bidell schrieb sie
außerdem die Fantasy-Trilogie »Im Schatten des Mondlichts«. Für
ihr aktuelles Buch »Der Mann in Nachbars Garten« hat sich die
Autorin entschieden, mit Amazon Publishing zusammenzuarbeiten. Seit
2005 lebt und arbeitet Elke Becker auf Mallorca.
Deutsch
Ebook/
4,99€
Taschenbuch/
9,99€
Seiten: 218
Verlag:
Amazon 
Publishing

Englisch
Deutsches
Original!
So
gut kann Chic-Lit sein! 🙂
Kurzbeschreibung
Eva
lebt seit wenigen Wochen ihren Karrieretraum als Grafikerin in
London. Unvermittelt stellt ihr Freund Sascha sie vor die Tatsache,
dass er ihr nicht in die britische Metropole nachfolgen wird. Er
lässt sie eiskalt sitzen. Enttäuscht und wütend stürzt sie sich
in die Arbeit. Als ihre Eltern nach einem Autounfall ihre Hilfe
benötigen, muss sie zurück in das spießige Dorf ihrer Kindertage,
um sich dort um ihren griesgrämigen Vater zu kümmern. Durch die
Rückkehr in ihre Heimat riskiert Eva allerdings nicht nur ihren
Traumjob, sondern auch ihr Herz. Doch mit der Liebe ist es wie mit
den verbotenen Früchten: die Versuchung lauert in Nachbars Garten.
Buchgestaltung
Das Cover passt definitiv zum Inhalt des Romans! 😀
Meinung
Was ist das und
wieso liest die Tanja das? Eine ziemlich gute Frage, denn eigentlich
lese ich ja fast nur Jugendbücher und dieses Genre war bisher
einfach nicht Meins. Wie man aber an diesem Beispiel sehen kann, muss
man einfach mal den Kopf in andere Bücher stecken und vielleicht
können sie einen dann so überraschen, wie es das neuste Werk von
Elke Becker bei mir konnte. Der Mann in Nachbars Garten ist ein Buch
voller sympathischer Charaktere und einer Story, die mitten ins Herz
zielt.
Im Vergleich zu
einem Jugendbuch haben wir hier natürlich als erstes die ältere
Protagonistin, die mit beiden beiden im Leben steht. Es war sooooo
erfrischend sage ich euch, mal etwas anderes zu lesen, als dieser
immer anwährenden Teenie-Probleme der jungen Leute, die einfach
immer und überall gleich sind. Eva hat sozusagen ihren Traumjob an
der Angel und zieht dafür sogar in eine fremde Stadt, weit weg von
ihrer Heimat. Eigentlich sollte ihr Freund sie begleiten, doch der
lässt sie einfach sitzen und so gerät Evas positive Energie schon
schnell ins Wanken. Doch das ist nur das kleinere Übel, denn ihre
Eltern haben kurz darauf einen Unfall und Eva kehr zurück nach
Hause, um ihre Familie zu unterstützen. Und schon beginnt das
Abenteuer den Alltag zu balancieren und man weiß einfach, dass das
alles in einem fetten Chaos enden wird. Eines, das den Leser sehr
amüsieren wird!
Eva war mir als
Protagonistin augenblicklich sehr sympathisch. Sie hat das Herz am
rechten Fleck, ist eine starke Persönlichkeit und wenn jemand ihre
Hilfe braucht, ist sie zur Stelle. Dabei kann ihr das Temperament
auch auch schnell durchgehen, wenn sie sich ärgert oder frustriert
ist und das hat zu mega witzigen Szenen geführt! Für sie ist es
nicht leicht, dass, was sie sich gerade aufgebaut hat wieder hinter
sich zu lassen und den Fokus ihres Lebens wieder auf Dinge zu legen,
für die sie keine Verantwortung haben möchte. Dabei merkt man als
Leser jedoch sofort, dass Eva genau dort hingehört. Die vielen
Nebencharaktere, wie ihr Bruder oder Vater, ihre verrückte Freundin,
ihre Nichten…all diese Figuren haben immer das Beste in ihr zum
Vorschein gebracht. Und während sie die alten Beziehungen vertieft,
lässt sie ihr Ziel nicht aus den Augen. Es war schon beeindruckend,
wie hartnäckig sie ihren Job nicht aufgeben wollte. Was ich übrigens
richtig klasse fand, war auch der Job an sich. Eva entwickelt nämlich
Marketing/Werbe-Konzepte für allerlei und es war spannend ihr dabei
über die Schulter zu blicken.
Obwohl das Buch
eigentlich nur den stinknormalen Alltag beschreibt, macht Elke Becker
dies mit so viel Witz und Charme, dass es mir schwer fiel, den Roman
zur Seite zu lesen. Besonders nach der ersten Begegnung mit David
will man einfach immer wieder, dass beide zusammen treffen! Dabei
macht die Autorin es den beiden nicht wirklich leicht,
zusammenzufinden. David hat selber ein ordentliches Päckchen zu
tragen, denn seine (noch) Frau macht ihm das Leben wegen des
gemeinsamen Sohnes echt schwer. Was ich einfach zuckersüß fand
waren auch die kleinen Details in der Geschichte, denn so fangen z.B.
Evas Nichte und Davids Sohn an sich zu mögen und sorgen immer wieder
für kleine und große Zufälle.
Ab der Mitte wurde
das Buch auch immer spannender, weil ich wissen wollte, wie es weiter
gehen wird. Behält Eva ihren Job? Bleibt sie bei ihrer Familie (und
David) oder zieht es sie doch zurück in die Großstadt? Das Dilemma
war herrlich und gegen Ende hat die Geschichte dazu auch noch
ordentlich Tiefgang bewiesen.
Was ich allerdings
als kleinen Kritikpunkt anrechne ist, dass man lange braucht, um
hinter Davids Fassade zu blicken. Zwar ist das Buch auch aus seiner
Sicht geschrieben (was mir bestens gefiel), aber in Evas Augen kam er
mir eine Weile zu perfekt und als absoluter Traummann rüber.
Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich doch noch etwas zu
jung bin, um solche Gedanken nachvollziehen zu können 😛 Also in der
Hinsicht auf einen starken Mann, der einen Sicherheit schenken soll
und all der Kram. Wer weiß?

Der
Mann in Nachbars Garten ist ein gelungener Chic-Lit Roman, der super
unterhält, weil er witzig und authentisch ist. Starke Charaktere
schleichen sich schnell in das Leserherz und der Schmachtfaktor ist
nicht zu verachten. Besonders toll ist, dass die Autorin sich sehr
viel Zeit für Entwicklungen nimmt, wodurch die Geschichte aus dem
Leben selbst stammen könnte und man besonders gut die Figuren und
ihre Motive nachvollziehen kann. 

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