[BUCHREZENSION] Grischa – Lodernde Schwingen

Titel:
Lodernde Schwingen
OT:
Ruin & Rising
Autor/in:
Leigh Bardugo
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Grischa #3
Zur
Verlagsseite:

Leigh
Bardugo wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf.
Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt,
arbeitet sie als Make-up-Artist. Ihre Grischa-Trilogie schaffte es
sofort auf die Bestsellerlisten und wurde in zwanzig Länder
verkauft.
Deutsch
Gebunden/
18,95€
Seiten:
432
Verlag:
Carlsen

Englisch
Gebunden/
12,87€
Taschenbuch/
8,50€
Seiten:
432
Verlag:
Henry Holt

Gelungener Abschluss, vielleicht sogar das beste Buch der Reihe!
Kurzbeschreibung
Erneut
suchen Alina und Maljen ein Versteck vor dem Dunklen. Ein
unheimlicher Priester, Asket genannt, führt sie in ein finsteres
Höhlengeflecht. Doch hier kann Alina die Macht der Sonne nicht
aufrufen. Mit jedem Tag wird sie schwächer. Um wieder sie selbst zu
werden, um zu leben, muss sie zurück ans Licht. Zusammen mit Maljen,
der nach wie vor zu ihr steht, macht sie sich dann auf die Suche nach
dem Feuervogel, dem dritten Kräftemehrer. Und die letzte
Konfrontation mit dem Dunklen wird kommen.
Buchgestaltung
Ich kann hier
eigentlich nur dasselbe wie bei den anderen beiden Bänden sagen 😉
Ich mag sowohl die englischen, als auch die deutschen Cover, obwohl
mein Leserherz eher für die deutschen schlägt. Diese Art von
„Zeichenstil“ ist einfach genau meins und ich finde es klasse,
dass der Carlsen Verlag etwas daraus gemacht hat, das wirklich zum
Buch passt. Der Originaltitel ist allerdings nicht zu übertreffen!
Meinung
Das Ende naht! Ach,
wie habe ich mich auf den letzten Band der Grischa Reihe gefreut. So
viele positive Meinungen gab es vorab und dauernd musste ich mir
anhören, dass das hier der beste Band der Reihe ist – und dem war
so! Ich persönlich finde, dass die Autorin sich hier noch einmal
enorm gesteigert hat und dies einer der besten Reihenabschlüsse ist,
die ich in letzter Zeit so gelesen habe 🙂
In die Geschichte
lässt es sich relativ leicht wieder hinein finden. Wie schon bei
Band zwei hat Leigh Bardugo eine sehr ruhige Art ihre Bücher zu
beginnen und es gab auch einige Erinnerungsstützen in Form von
Alinas Gedanken. Dafür war ich echt dankbar, denn ich finde bei
komplexeren Geschichten muss das irgendwie sein. Nach dem Kampf gegen
den Dunklen steht Alinas Leben mal wieder Kopf. Zwar ist Maljen noch
immer an ihrer Seite, aber die Suche der beiden ist noch nicht
beendet und es gibt einen Haufen neue Problem. Alina muss sich
versteckt halten, weil sie noch immer in Gefahr ist, doch das
bedeutet keinesfalls Ruhe, denn schneller als sie möchte, wird ihre
Hilfe benötigt. Der dritte Kräftemehrer ist immer noch nicht
gefunden und alte Bekannte kommen ohne Alina nicht zurecht. Während
der Dunkle sich wieder erhebt und das Reich seinem Willen unterwirft,
steht Alina also zwischen Ängsten und ihrer Verantwortung als
Grischa all dem ein Ende zu bereiten.
Zu Beginn hat die
Autorin sich viel Mühe gemacht, die Geschehnisse alle noch einmal
zusammenzufassen. Als Leser bekommt man jedoch schnell mit, welche
Auswirkungen die Vergangenheit auf die Gegenwart hat und diese sind
teilweise echt erschreckend gewesen. Das ganz Land sieht sich einer
Düsternis gegenüber, die es so nicht gegeben hat und mit jeder
Seite spürt man einen weiteren Kampf, der sich unaufhaltsam nähert
und dieses mal alles entscheiden wird. Gerade diese wahnsinnig tolle
Atmosphäre und die Steigerung der Erwartungen war einer der größten
Pluspunkte im Roman. Zuerst ist man sich noch nicht sicher, ob auch
wirklich alle Fäden zusammenlaufen werden, aber das tun sie – Bis
zum bitteren Ende.
Gekonnt lässt die
Autorin hier Figuren auftauchen, die wir alle in Band zwei lieb
gewonnen oder zu fürchten lernen haben und rundet so noch einmal,
dass, was wir bereits kennen mit ein paar neuen Wenden ab. Sehr
gelungen war, dass der rote Faden hier viel ersichtlicher war, als
noch zuvor. Man weiß eben genau, wohin die Reise geht, was sie aber
nicht minder spannenden für mich gemacht hat. Alina war eine Figur
mit der ich nicht immer ganz einig war, aber hier hat sie noch mal
bewiesen wie stark und vernünftig sie sein kann und mich mal nicht
mit ihrer Sturheit in den Wahnsinn getrieben. Ganz anders sah es da
bei Maljen aus, den ich in diesem Band einfach nicht leiden konnte.
Neben den anderen Charaktere, besonders Nikolaj war er einfach mal
wieder total blass und uninteressant. In meinen Augen sogar eines der
Hindernisse auf dem Weg zum Ziel, wenn ich mich da an so einige
Szenen erinnere…jaaa, Maljen zu ertragen, fand ich hier echt
schwer.
Was den Dunklen
angeht, so hat die Autorin es geschafft seiner Person etwas mehr
Substanz zu geben. Ich war und bin kein Fan von ihm, aber hier habe
ich das erste Mal wirkliches Interesse an seinem Schicksal gehabt und
fand das Ende wirklich toll gemacht. Natürlich gab es die ein oder
andere Stelle, die meinem Geschmack nach etwas zu übertrieben waren,
aber je länger ich darüber nachdenke, umso mehr mochte ich das
Ende, eben gerade, weil es mal etwas anderes war, vielleicht auch ein
bisschen unerwartet, angesichts der auch so sicheren Seite, auf der
sich viele Autoren ja immer trotz großer Vorankündigen bewegen.
Eines war mir allerdings von Anfang an klar und das hatte mit Alinas
Kräften zu tun…trotzdem war ich überrascht, wie gut Leigh Bardugo
das alles hinbekommen hat. Enttäuscht war ich, trotz vieler
Vorahnungen keineswegs, vielmehr fand ich die Wenden echt brillant.
Was mir außerdem
positiv aufgefallen ist: Der Schreibstil ist hier noch mal einen
Zacken drastischer und sparsamer und man muss sich nicht mehr mit den
High Fantasy typischen Beschreibungen rumschlagen. Vielleicht liegt
es aber auch daran, dass man bei diesem letzten Band schon mitten im
Setting etc. ist und die Autorin das bei ihrer Vorleistung nicht mehr
nötig hatte, wer weiß?
Leider hatte das
Buch wieder einige Längen, was sich bei Geschichten, die von einer
Reise erzählen, wohl nie ganz vermeiden lässt. Zwischendurch waren
mir die ruhigen Phasen etwas zu ruhig, aber das war auch schon bei
Band 1-2 eines meiner Kriterien und das hat sich nicht geändert.
Allgemein denke ich einfach, dass die Autorin bestimmte „Ticks“
hat, die es in allen Büchern gibt. Wenn man also die Vorgänger
mochte, dann wird man hier nichts zu meckern haben, aber ich erkenne
doch schon dieselben Muster an Dingen, die mich ab und an immer
wieder gestört haben. Nichtsdestotrotz reißt die Spannung und die
vielen Höhepunkte der Geschichte vieles wieder heraus. Nicht zu
vergessen, dass in dieser Trilogie eine Welt und ein System
geschaffen wurde, dass es so noch nicht gab und ich in jedem Buch
einfach klasse fand. Das Grischa keine Innovation zeigt, darf man
jedenfalls nicht sagen.
Lodernde
Schwingen war ein gelungener Abschlussband, wenn nicht sogar der
beste der Reihe. Große Gefühle und solide Spannung werden hier noch
einmal gut vereint. Meine Kritikpunkte der Reihe gegenüber haben
sich jedoch auch hier wieder gehalten. Maljen, der mich zu Tode
genervt hat, Längen in der Erzählung etc. aber dennoch ist die
Atmosphäre der Wahnsinn und das Ende wird sicher wieder die Geister
spalten. Ich fand es klasse!

4 Kommentare

  1. Ich liebe diese Reihe einfach total und fand den Abschluss wirklich fantastisch. Die Längen haben mich hier gar nicht gestört, ich war einfach total gefangen in dieser märchenhaften Welt. Sehr schöne Rezi (macht mir direkt Lust, die ganze Reihe direkt nochmal von vorne zu beginnen 😉

  2. Hi Tanja xD
    schöne Rezi! Ich habe meine gestern auch gerade gepostet 🙂 Schön das dir das Buch so gut gefallen hat 😀 Mir hat dieser Teil auch am besten gefallen, auch wenn ich die anderen zwei auch schon super toll fand. xD Bei mir hat das Buch sogar 10 Sternchen bekommen, ich liebe die ganze Trilogie einfach sooooo <3 haha, ich könnte da echt lange darüber schwärmen, besonders über Nikolaj xD

    glg Nadja

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