[BUCHREZENSION] Die Seiten der Welt

Titel:
OT:
Die Seiten der Welt
Autor/in:
Kai Meyer
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Einzelband!
Zur
Verlagsseite:

Kai
Meyer geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und
arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von
Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel
veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer
der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke
erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden
in dreißig Sprachen übersetzt.
Deutsch
Gebunden/
19,99€
Seiten:
560
Verlag:
FJB

Englisch
Deutsches
Original!



Originelle
Ideen gekonnt mit Bekanntem vereint!
Kurzbeschreibung
JEDES
BUCH HAT GEHEIME SEITEN – EIN MAGISCHER ROMAN VOLLER PHANTASTISCHER
ABENTEUER. Während
sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten
schon riechen: den besten Geruch der Welt.“

Furia
Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer
Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia
auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit
ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln. Doch dann
wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr
Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen
Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat,
die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie
in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die
Entschreibung aller Bücher.

Buchgestaltung
Ich finde die
Aufmachung einfach klasse! Von glänzenden, goldenen Material bis hin
zur Typografie gefällt mir einfach alles an dem Cover. Es ist ja
wirklich schwer etwas Neues im Jugendbuchbereich zu gestalten, aber
die Auswahl der Farben und des Motivs finde ich wirklich suuuuuper.
Auch der Titel hat es in sich. JUHU!
Meinung
Ich kann zwar nicht
von mir sagen, dass ich seit Anfang an Kai Meyer Fan bin, aber
dennoch habe ich diesem Buch hardcore entgegen gefiebert. Ich mochte
alle seine neueren Werke und Seiten der Welt war für mich ein
absolutes Muss. Das Buch hat mich auch wirklich nicht enttäuscht,
konnte mich besonders die Grundidee so enorm begeistern und fesseln,
auch, wenn die Ausführung nicht immer die Beste war.
Der Einstieg in die
Geschichte gelingt schnell. Meyers Schreibstil ist eine herrliche
Aneinanderkettung von abwechslungsreichen Worten, die einen schnell
in ihren Bann ziehen. Es wird auch nicht lange herum gefackelt und
frei nach dem Motto „show, don´t tell“ entführt uns der Autor
in eine ganz eigen Welt. Furias Familie gehört zu den so genannten
Bibliomanten, die mit Hilfe eines Seelenbuches Magie aus Büchern
beziehen und Wundersames wirken lassen können. Schon die ersten
Kapitel sind Spannung pur, denn Ausflüge und Informationen
vermitteln einem ein perfektes Bild von Furias Leben und den
Geheimnissen ihres Vaters. Die Sache mit der Bibliothek, Origami
Kranichen die Staub fressen oder Schimmelrochen die einen angreifen
waren einfach zauberhaft! Kai Meyers Ideenreichtum konnte ich
teilweise echt nur bestaunen. Furia, wie sie mit Büchern spricht und
die Bibliothek, die ein Eigenleben hat und all diese bizarren Dinge,
die dort vor sich gehen. Wenn man Bücher liebt, dann kann einen die
Geschichte einfach nur faszinieren.
Furia selbst fand
ich als Protagonistin auch wirklich gut. Sie ist etwas jünger, als
ich es mir gewünscht hätte und besaß ein Maß an Sturheit, das
nicht immer förderlich war, aber zusammenfassend gefiel mir ihre
komplexe Persönlichkeit gerade wegen all der Macken sehr. Ich kann
nicht behaupten, ihr Verhalten immer toll gefunden zu haben, aber
irgendwie hat das auch den Reiz des Buches ausgemacht. Ihr Bruder Pip
hingegen war einfach nur total süß und lustig. Ich fand es schade,
dass seine Rolle im Buch so knapp bemessen war und man ihn eigentlich
nur zu Beginn sieht.
Allgemein hatte
dieses Meyer Buch wieder so einige…Eigenheiten. Wenn ihr öfter ein
Buch vom Autor gelesen habt, dann wisst ihr sicher, was ich meine.
Meyer Bücher sind an vielen Stellen immer etwas seltsam und das hier
war keine Ausnahme. So geht es in den ersten Kapiteln nicht nur
rasant, sondern auch brutal zu. Zwischenzeitlich habe ich auch den
roten Faden verloren, weil ich das Gefühl hatte, es wurde sich zu
viel auf Nebenhandlungen konzentriert. Der Wechsel von Furias
Perspektive zu den Gegenspielern war meiner Meinung nach auch etwas
unnötig. Man erhielt dort nicht wirklich Einblicke in Motive, es
waren eher kurze Sequenzen, die in meinen Augen nicht so viel Sinn
gemacht haben. Zumindest, was den Plot betraf. Dieser ist im übrigen
sehr gut durchdacht. Furias Geschichte hatte viele Höhepunkte und es
gab ein tolles Setting, das einiges in Petto hielt.

Zu viel zu verraten
wäre schade, daher lasst euch gesagt sein, ihr werdet eine Reise
erleben, die euch an Orte führt, die es so noch nicht gab. Zudem hat
der Autor ziemlich gut Recherche betrieben. Viele seiner fiktiven
Orte und Namen knüpfen an etwas Reales an und das fand ich ziemlich
interessant, zumal die Erklärungen im Buch immer sehr gut
nachvollziehbar eingeflochten wurden sind.
Ich muss allerdings
gestehen, dass es meines Empfindens nach doch einige Längen im Text
gab. Viele Details haben mich persönlich einfach nicht interessiert
oder eben auch einige Dialoge waren einfach überflüssig fürs
Vorankommen. Das hat keinen großen Teil der Geschichte ausgemacht,
meinen Lesefluss aber doch ins Stocken gebracht. Andere Kai Meyer
Bücher waren etwas, nennen wir es mal, kompakter.
Die Nebenfiguren
fand ich dafür wiederum echt toll. Besonders eine kleine Romanze am
Rand hat mir echt gut gefallen! Das Ende des Buches ließ mich dann
aber etwas zwiegespalten zurück. Die letzte Wende hat viel gerettet,
aber trotzdem bleibe ich mit einem seltsamen Gefühl im Magen zurück.

Die
Seiten der Welt ist ein Abenteuer voller wundersamer Ideen und
reichlich Action. Wird es hin und wieder auch etwas seltsam, so ist
man dies von Kai Meyer ja schon gewohnt. Es gehört eben zu seinem
Stil. Der Roman überzeugt vor allem durch originelle Einfälle,
gepaart mit dem, was wir schon von anderen Büchern kennen und
lieben. Alles in allem Meyers bester Einzelband in meinen Augen und
eine Empfehlung für Fantasy-Begeisterte.

4 Kommentare

  1. Yay Tanja, du mochtest es auch gerne 😉 Wenn ich mir deine Rezi so anschaue, bin ich aber mehr als froh das Hörbuch gehört zu haben. Manchmal hab ich das Gefühl, wenn ich Hörbuch hlre, verwandle ich mich in einen ganz anderen Menschen. Da bin ich geduldig, ich komm besser mit nervigen Charakteren klar und bin allgemein viel genügsamer. Da hatte mir das Buch unheimlich gut gefallen, aber ich weiß, gelesen wäre es mindestens einen Ticken schlechter ausgefallen.

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