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[BUCHREZENSION] Plötzlich Prinz – Das Schicksal der Feen

Titel:
Das Schicksal der Feen
OT:
The Iron Traitor
Autor/in:
Julie Kagawa
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Plötzlich Prinz #2
Zur
Verlagsseite:

Schon
in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem
Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die
Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher
spukten – nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als
Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes
Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit
ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in
Louisville, Kentucky.
Deutsch
Gebunden/
16,99€
Seiten:
480
Verlag:
Heyne (fliegt)

Englisch
Taschenbuch/
7,30€
Seiten:
348
Verlag:
Harlequin


Absolut
geniale Fortsetzung und dann dieses Ende…
Kurzbeschreibung
Einfach
so wie die anderen sein – das hat sich der siebzehnjährige Ethan
Chase immer gewünscht. Ein Ding der Unmöglichkeit mit einer älteren
Schwester, die eine der mächtigsten Herrscherinnen im Feenreich
Nimmernie ist. Immer wieder kreuzen sich Ethans Wege mit denen der
Feen. Als Ethans Neffe Keirran spurlos verschwindet, hat Ethan eine
böse Vorahnung, die sich schon bald bewahrheitet: Keirran, der sich
ausgerechnet in eine Fee des Sommerhofs verliebt hat, erregt den Zorn
einer uralten Kreatur, die selbst die Feen fürchten. Ethan bleibt
nichts anderes übrig, als nach Nimmernie zu reisen, um Keirran zu
retten. Begleitet wird er von Kenzie, dem Mädchen, das er mehr
liebt, als er je zugeben würde. Ein Abenteuer mit unbekanntem
Ausgang erwartet sie …
Buchgestaltung
Ich muss leider
sagen, dass ich kein Fan der deutschen Cover dieser Reihe bin, mir
die englischen aber auch nicht wirklich gefallen. Allgemein mag ich
die Aufmachungen beider Verlage nicht und bin froh, dass der Inhalt
der Romane mehr verspricht, als das Gesicht eines Jungen, der nicht
Ethan ist. Ich meine, auf dem englischen ist es jemand anderes
(möchte nicht spoilern), aber trotzdem. Der englische Titel nimmt
der Handlung auch schon ziemlich viel vornweg, daher bin ich froh,
dass der deutsche Verlag sich einen anderen ausgesucht hat, der
wirklich viel besser passt und stimmig zum Gesamtbild ist.
Meinung
Der zweite Band der
Plötzlich Prinz Reihe schließt eigentlich fast nahtlos an den
ersten Band. Ethan und Kenzie sind zurück von ihren Abenteuern und
müssen sich erst einmal der Realität stellen. Während die Schule
weiter geht und Ethan wieder eine Menge Probleme auf sich zu kommen
sieht, ist da auf der anderen Seite immer noch Keirran, der Annwyl
unbedingt retten will und dazu weiterhin Ethans Hilfe braucht. Ich
fand es ziemlich gut, dass die Geschichte im selben Zeitrahmen
spielt, denn so findet man sich schnell in die bereits geschehenen
Ereignisse zurück. Obwohl es schon etwas länger her ist, dass ich
Band eins gelesen habe, fand ich rasch in die Welt zurück und kleine
Erinnerungsstützen in Form von Ethans Gedanken halfen dabei sehr
gut, ohne dass es nervige Wiederholungen waren.
Ethan ist nach wie
vor ein richtig sympathischer Protagonist gewesen. Ihm wird kaum eine
Atempause gegönnt und trotzdem bleibt er seinen Vorsätzen treu. Ich
hatte dieses mal auch von Anfang an mehr das Gefühl, dass die
Geschichte in eine gute Richtung geht. Beim ersten Band der Reihe
habe ich ab und zu wirklich den roten Faden verloren, aber hier wird
direkt mehr erklärt und der Kreis beginnt sich zu schließen. Im
Grunde erwartet einen hier wieder ein typisches Julie Kagawa Buch,
also werden Fans auf gar keinen Fall enttäuscht sein. Alte Bekannte,
viel Magie und Mystery, eine schöne Romanze und ein besonders
dramatisches Ende – Das alles bietet Das Schicksal der Feen
und ich war mal wieder sehr von der Handlung in ihren Bann
geschlagen. Man müsste ja meinen, nach dem neunten Buch, das ich von
der Autorin gelesen habe, würde es einem irgendwann langweilig
werden, aber stattdessen wird man immer wieder mit neuen Dingen
überrascht.
Ethans Sichtweise
gefiel mir wieder super gut. Er ist eben eine gute Mischung aus
jemanden, den man verstehen kann und den man für seinen Mut
bewundert. Ich fand seine Gedanken und Handlungen immer äußerst
logisch und musste mich daher nie an falschen Entscheidungen stören,
wie das so oft in anderen Büchern der Fall ist. Außerdem fand ich
es super niedlich, wie man mehr Einblicke in seine Gefühlswelt
erhalten hat und sehen konnte, wie sehr er Kenzie doch mag. Da ich
Kenzie hier ja bereits kannte, hatte ich auch keine
Startschwierigkeiten mehr mit ihr. Ich fand es gut, dass die Autorin
uns etwas mehr an ihrem Hintergrund teilhaben ließ. Man lernt so
z.B. ihre Familie mehr kennen und ihre Krankheit wird auch nicht
beiseite geschoben, noch definiert sie Kenzies Charakter. Ethan und
sie waren einfach ein ganz wunderbares Team, dessen Reise ich
wahnsinnig gerne gelesen habe.
Und obwohl ich
selber ein Profi bin, was das Nimmernie angeht, so oft war ich dort
nun schon unterwegs, so hat die Autorin wieder neue Orte geschaffen
und alte Fehden beschrieben, die erneut ein Setting und eine
Atmosphäre geschaffen habe, die ich klasse fand. Im Buch gab es
wieder einige „Zwischenstopps“ auf der Suche nach Annwyl und
einen Heilmittel und jeder einzelne davon hatte Bedeutung. Wir sehen
wieder Teile der Feenwelt, die uns vertraut ist, gleichzeitig aber
auch fremd. Meghan, Ash und Puck sind auch wieder mit von der Partie,
was nicht zuletzt an Keirran liegt.
Ich muss sagen,
dass ich Keirran in diesem Band mit seiner egoistischen Art oft
verflucht habe und besonders gegen Ende war schon offensichtlich in
welche Richtung alles gehen würde, aber dennoch war es dadurch nicht
weniger spannend. Allgemein ging ab der Mitte so mega die Post ab,
dass ich das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus den Händen gelegt
habe. Der Roman endet in einem wirklich fiesen Cliffhänger und ich
hätte am liebsten sofort weiter gelesen. Das ist eigentlich echt
selten der Fall bei mir und ich kann das neue Jahr kaum erwarten 🙂
Die
Liebesgeschichte war auch wieder toll. Es gab diese sanften und
schönen Momente im Plot, in denen man sich einfach zurücklehnen und
genießen konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass es davon sogar mehr
gegeben hätte, aber Julia Kagawa lässt ihre Figuren ja immer einen
sehr steinigen Weg gehen, bevor sie einmal glücklich sein dürfen.
Verflucht sei sie! 😛
Was mich allerdings
etwas gestört hat war, dass das Buch deutlich mehr Längen im
Gesamtbild hatte, als ihre anderen Bücher. Hin und wieder habe ich
mich dabei ertappt, wie ich ein paar Beschreibungen übersprungen
habe, weil mir das alles zu langatmig erzählt war. Ich werde auch
den Gedanken nicht los, dass einige der Dialoge gut hätten
gestrichen werden können. Das Buch wäre dadurch jedenfalls etwas
straffer gewesen und man hätte sich einige Seiten gespart.
Das
Schicksal der Feen ist eine tolle Fortsetzung des Spin-Offs, die ich
sehr genossen habe. Ethan bleibt ein liebenswerter Charakter, Kenzie
sorgt für jede Menge Schwung und mit den vertrauten Nebenfiguren ist
das Team perfekt. Die Abenteuer im Nimmernie werden einfach nie
langweilig. Auch dieses Kagawa Buch war magisch, mystisch und
abgesehen von ein paar Durststrecken spannend bis zum Schluss. Und
dieses Ende! Ich werde echt platzen, bis es dann 2015 mit Ethans
Geschichte weiter geht. Immerhin steht das Schicksal der Feen auf dem
Spiel und das will ich mir nicht entgehen lassen.

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