[BUCHREZENSION] Die Chroniken vom Anbeginn – Das Buch Onyx

Titel:
Das Buch Onyx
OT:
The Black Reckoning
Autor/in:
John Stephens
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Die Chroniken vom Anbeginn #3
Zur
Verlagsseite:

John
Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er
wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie
Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener
Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem
Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. »Das Buch Onyx«
ist der dritte Band seiner Trilogie der »Chroniken vom Anbeginn«,
die weltweit noch vor Erscheinen bereits in 32 Länder verkauft
wurde.
Deutsch
Gebunden/
19,99€
Seiten:
480
Verlag:
cbj

Englisch
Gebunden/
9,38€
Taschenbuch/
9,16€
Seiten:
432
Verlag:
Corgi Children





Wunderbarer
Abschluss einer empfehlenswerten
Jugendbuchreihe
für groß und klein!
Kurzbeschreibung
Drei
Geschwister, drei Bücher, ein großes Geheimnis…

Kate,
Michael und Emma haben es geschafft, zwei der drei Bücher vom
Anbeginn zu retten: Kate gehört das Buch Emerald, Michael ist der
Wächter des Buches Rubyn. Kein noch so atemberaubendes Abenteuer und
nicht die hinterlistigsten Gegner haben die drei gescheut, um dem
finsteren Magier Magnus die Bücher zu entreißen – und ihre Eltern
endlich zu befreien. Doch der Preis dafür ist hoch: Denn Magnus ist
es gelungen, die kleine Emma zu entführen. Werden Kate und Michael
ihre Schwester finden? Werden sie das Buch Onyx in ihren Besitz
bringen? Und werden sie endlich ihre Eltern wiedersehen, die sie so
lange vermisst haben? Nur eines ist sicher: Es wird ein Kampf auf
Leben und Tod.

Buchgestaltung
Die englischen
Cover können meiner Meinung nach absolut nicht mit den deutschen
mithalten. Schon vom ersten Band hat hat mir die deutsche Aufmachung
wunderbar gefallen. Die Idee mit den Köpfen der Kinder, in die es in
den Büchern geht, je nachdem welches gerade an der Reihe ist und die
schönen Details am Rande sind einfach unschlagbar. Auch die Farben
stehen ein wenig im Zusammenhang mit den Chroniken vom Anbeginn. Vor
jedem Kapitel gibt es zudem eine schöne Zeichnung, ähnlich dem
Covermotiv. Außerdem sieht das ganze auch nach dem Genre aus, zu dem
es gehört: Bücher für Kinder und Jugendliche. Bei den englischen
Covern sieht alles eher lieblos zusammen geklatscht aus, wenn ich
ehrlich sein soll.
Meinung
Die Chroniken vom
Anbeginn hat mir vom ersten Band an wahnsinnig gut gefallen, daher
war der Abschluss der Reihe an große Erwartungen geknüpft, die John
Stephens wieder einmal erfüllen konnte. Das Schöne an der gesamten
Trilogie ist, dass sie wirklich für jedes Alter geeignet ist, da bin
ich mir sicher! Der Autor hat eine ganz wunderbare Art Wörter zu
einem Roman zusammenzuweben, denn obwohl die Wortwahl sehr
abwechslungsreich ist, bleibt er auch auf einem Niveau, das Kinder
gut verstehen können. Früher habe ich die Bücher gerne mit Harry
Potter verglichen, weil beide Reihen einfach magisch und spannend
sind und auch bei dem dritten Band bleibe ich dabei. Das Buch Onyx
hat zwar inhaltlich keine großen Übereinstimmungen mit dem
berühmten Zauberer, aber von der Atmosphäre und den Figuren her,
ist die Reihe nicht minder packend und überraschend.
Der Anfang hatte
eine etwas traurigere Note, weil Emma entführt wurde und Kate und
Michael nicht wissen, wie sie ihre kleine Schwester finden sollen.
Der grässliche Magnus ist zudem zurück und will die letzte Chronik
finden, bevor die Kinder es tun. Der Fokus im Buch lag dieses mal
nicht nur vermehrt auf Emma, um deren Buch vom Anbeginn es ging,
sondern eigentlich allem. Man merkt, dass der Autor sich viele
Gedanken über die begonnen Handlungsstränge gemacht hat und diese
im letzten Teil auch alle nach und nach zusammenlaufen müssen und es
eben auch tun. Dabei hat die Geschichte dieses mal einige Stellen
gehabt, an denen man schon wusste, was geschieht, aber das hat mich
absolut nicht gestört. Immerhin gab es einige Dinge, auf deren
Erfüllung man als Leser sehnsüchtig seit Band zwei gewartet hat und
die Wege, die John Stephens gewählt hat waren eine lebhafte
Achterbahnfahrt.
Die Kapitel
wechseln wieder zwischen den Sichten von Figuren, die eine tragende
Rolle spielen. So ist auch Gabriel wieder mit von der Partie, der
einen heißen Spur bezüglich der Eltern von Kate, Michael und Emma
folgt. Viele Geheimnisse werden gelüftet und alte Bekannte tauchen
wieder auf, als es zum großen Finale geht.
Wie auch in den
Vorgängern waren die drei Kinder das Herzstück des Romans und genau
wie schon in Emerald und Rubyn habe ich sie alle drei geliebt. Sie
sind einfach Figuren, mit denen man sich identifizieren kann, weil
sie alle drei unterschiedlichen Alters sind. Besonders mit Kate habe
oft mitgelitten, denn die Ereignisse, die sie und den grässlichen
Magnus verbinden haben für viel Herzschmerz gesorgt. Sie stand vor
der Entscheidung sich zwischen zwei Arten von Liebe zu entscheiden
und gegen Ende wurde das Buch dadurch einfach sehr melancholisch,
wenn man ihren Gedanken folgte. Man hat auch einfach gemerkt, wie
Kate weiter an ihrer Verantwortung gewachsen ist und in Zusammenhang
mit dem Rat ein Machtwort gesprochen hat. Michael war mit seiner
nerdigen Seite auch immer wieder für Lacher gut und Emma, die kleine
Kämpfernatur hat bis zur letzten Seite nicht aufgeben wollen.
Was ich zudem sehr
gelungen fand war, dass nochmals mehr andere Figuren bzw. Erwachsene
mit eingebunden wurden. Dadurch wurde die Handlung realistischer,
weil keine drei Kinder gegen einen böser Magier allein hätten
bestehen können. Der Autor hat die Figuren eine Menge kluge
Schachzüge planen lassen. Aber auch die Reisen zu fantastischen
Orten gehen hier nicht verloren. Bei der Such nach der Chronik des
Todes geht es an düstere und mystische Orte, die lauter Gefahren
bargen. Es gab so viele spannende Stellen, dass ich sie gar nicht
alle auflisten kann. Außerdem ist es wirklich so, dass Opfer
gebracht werden, um den Krieg gewinnen zu können und das hat mich in
einen Kapitel ganz schön Nerven gekostet. Der Abschied von ein paar
tragenden Figuren ist mir sehr schwer gefallen, aber trotzdem hat er
perfekt in das Bild gepasst, das der Autor vermitteln wollte.
Der Zusammenhalt
der Geschwister war auch stärker denn je und besonders der Wert von
Familie und Freundschaft war wieder hoch und das wusste ich genau wie
bei den anderen Teilen der Reihe wieder sehr zu schätzen. Emma steht
als Jüngste auch oft vor einer Gabelung, wenn es heißt: Entscheide
dich für den leichten oder den richtigen Weg und John Stephens hat
so noch einiges an Moral eingebaut.
Ich konnte mich gar
nicht mehr vom Buch losreißen, als es in der Mitte richtig los ging
und viele Geschehnisse sich überschlagen. Die Magie der Chroniken
kosten ihren Preis und die Vergangenheit spielt ebenfalls noch einmal
eine Rolle. Zwischen Lachern und ein paar Tränchen habe ich das
Lesen jede Sekunde genossen.
Im Vergleich zu
Emerald und Rubyn hatte ich allerdings ein paar Abstriche zu machen.
Insbesondere die ganze Sache mit den Eltern der Geschwister hat mir
nicht so gut gefallen. Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, sie
waren viel zu unwichtig für den Handlungsverlauf, wo man zuvor immer
darauf wartete, dass dies bezüglich etwas Großes passieren würde.
Es war auch nicht schlecht gemacht, aber dennoch hätte man meiner
Meinung nach etwas mehr aus der Sache herausholen können. Ebenso
fand ich das Opfer, das der Zauberer gebracht hat ein wenig zu
dramatisch.

Das
Buch Onyx ist der gelungene Abschluss einer meiner Lieblingsreihen,
die nun leider ein Ende gefunden hat. John Stephens hat eine tolle
Begabung authentische Figuren zu gestalten, die man mit ihre Kanten
und Ecken einfach lieben muss. Die ganze Reihe ist einfach nur
empfehlenswert, weil sie herrlich abwechslungsreich, magisch und so
voller Spannung ist, das kleine und große Leser gleichsam verzaubert
werden, wenn es heißt: Der Kampf gegen das Böse hat begonnen!

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