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[BUCHREZENSION] Open Road Summer

Titel:
Open Road Summer
OT:
Open Road Summer
Autor/in:
Emery Lord
Genre:
YA, Contemporary
Buchreihe:
Einzelband!
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Verlagsseite:
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Emery
Lord ist Mitte 20 und schreibt Geschichten über die High School,
beste Freunde/innen, schräge Familien und die wunderbare,
verwirrende und einzigartige Kraft der Liebe. Emery Lord lebt in
Cincinnati. “Open Road Summer” ist ihr erstes Jugendbuch.

Deutsch
Broschiert/
14,95€
Seiten:
380
Verlag:
Gulliver
(Belz
& Gelberg)

Englisch
Gebunden/
12,76€
Taschenbuch/
7,30€
Seiten:
342
Verlag:
Walker


Musikalischer
Road-Trip direkt ins Herz!
Kurzbeschreibung
Ein
Buch zum Umarmen. »Wenn man eine beste Freundin hat, mit der man
lachen kann, und dazu ein bisschen gute Musik, ist das schon mal die
halbe Miete.« Es soll der Sommer ihres Lebens werden: Reagan hat
sich gerade von ihrem Freund getrennt und will endlich ihr Leben in
den Griff kriegen. Sie begleitet ihre beste Freundin, den
Country-Star Lilah Montgomery, auf einer ausverkauften Tour durch die
USA. Lilah hat selbst mit Liebeskummer zu kämpfen und die beiden
Mädchen vertrauen auf ihre unendliche Freundschaft. Bis der
charismatische Matt Finch als Opening Act angeheuert wird und nicht
nur Reagans Gefühle komplett durcheinanderbringt … Ein Roman zum
Wohlfühlen – voller Liebe und Musik, und darüber, dass das Herz
den richtigen Weg weist, wenn man nur auf es hört.
Buchgestaltung
Die englische
Aufmachung ist wirklich sehr süß, aber die deutsche gefällt mir
wesentlich besser. Meiner Meinung nach geht es im Buch besonders um
die Freundschaft zweier Mädchen, die einen schönen Sommer leben und
das spiegelt der deutsche Roman eher wieder. Außerdem ist die
Aufmachung der perfekte Leitspruch an sich: Sommer, Sonne, fluffige
Mädchengeschichte – genau das findet ihr hier! Open Road Summer
ist dazu noch sooo ein schöner Titel. Dieses Lieder bezieht sich auf
den ersten Song, den Lilah Montgomery geschrieben hat und sozusagen
der Anfang ihrer Karriere war und für die Reise im Buch
verantwortlich ist.
Meinung
Ein Lächeln im
Gesicht. Ein Kribbeln auf der Haut. Und die Songtexte des Buches im
Ohr. So werdet ihr euch fühlen, wenn ihr Open Road Summer beendet
habt. Das Buch hat seine kleinen Schwächen, aber alles in allem ist
eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Liebe und eine
Reise zu sich selbst. Nicht zu vergessen, dass der Road-Trip
musikalisch untermalt wird und eine richtig schöne Atmosphäre
aufkommen lässt. Ich würde am liebsten selbst in den Sommer
abtauchen, aber bei uns dauert dies ja noch ein Weilchen 🙂
Emery Lord hat mit
Open Road Summer ein tolles Debüt geschaffen. Der Einstieg in die
Geschichte geht schnell von statten und alle Infos zu den Figuren und
ihren Hintergründen lernt der Leser auf der Reise kennen. Reagan ist
nicht das normale nette Mädchen von nebenan, sondern ein Haufen
Probleme an sich. Sie mag ihre Stiefmutter nicht, kämpft mit dem
Verlust ihrer Mom und trauert ihrem Ex-Freund nach, der mehr als nur
ihr Herz gebrochen hat (ihren Arm, um genau zu sein). Dadurch fand
ich Reagan gleich zu Anfang schon sehr interessant. Sie hat eine
starke Meinung zu jedem Thema und ein loses Mundwerk, das sie
besonders oft zum Einsatz bringt, um ihre beste Freundin zu schützen.
Lilah Montgomery oder auch Dee genannt, ist nämlich das genaue
Gegenteil von der flippigen Reagan. Sie ist ein
Country-Star-Sternchen, das mit einem gutem Image ein Vorbild für
junge Mädchen bietet. Dee hat nicht nur dieses Image, sie lebt es
auch, da es ihrer Persönlichkeit entspricht. Eines haben beide
Mädchen gemeinsam: Sie haben eine Liebe verloren. Denn auch Dee
hängt noch an Ex-Freund Jimmy und wird durch die Spekulationen der
Medien immer wieder in ein tiefes Loch gezogen.
Was ich schon zu
Beginn nicht mochte – das will ich sofort loswerden – war die
Darstellung der Reaktionen der Freundinnen oder eben auch Agentin auf
die Schlagzeilen der Medien. Sicher ist es hart zu lesen, was für
einen Mist die Klatschblätter sich zusammenreimen, aber ich wurde
das Gefühl nicht los, dass Dee und Reagan irgendwie in einer Blase
leben, was das angeht. Wenn man ein Star ist, steht man in der
Öffentlichkeit, muss mit Kritik und Spott umgehen können, aber Dee
ist jedes mal fast daran zerbrochen und musste erst mal eine Runde
niedergeschlagen in der Ecke sitzen. Auch Reagans Vorstellung von der
Arbeit und Vorgehensweise der Paparazzi war ziemlich unrealistisch.
Jeder normale Mensch weiß doch, dass diese Art von Menschen richtige
Blutsauger sein können und keine Moral kennen – Das wurde im Buch
etwas überdramatisch inszeniert. Es ist auch kein großer
Kritikpunkt, aber es hat mich einfach wirklich frustriert und
genertv.
Zum Glück lag der
Roman bald auf dem Fokus der Freundschaft zwischen Reagan und Dee und
der Liebesgeschichte. Denn Matt Finch, der heiße Sänger, soll Dees
Freund mimen und mit ihr durch Amerika touren. Dabei kommen sich vor
allem Reagan und Matt näher und eine zuckersüße Romanze nimmt
ihren Lauf. Die Autorin hat es wirklich toll hinbekommen, die
Freundschaft zwischen den Mädchen zu beschreiben. Ich habe
verstanden, warum sie einander vertrauen, was sie miteinander teilen
und warum es für beide so wichtig ist, dass sie gemeinsam touren.
Dee braucht die emotionale Unterstützung und Reagan will ihr Leben
ändern.
Die Art und Weise
wie das Tourleben beschrieben wurde, fand ich ziemlich cool. Musik
spielt im Buch eine große Rolle und die Autorin hat sich nicht
gescheut immer wieder selbst geschriebene Lieder zu zitieren. Das
Schöne daran war, dass diese immer Bezug zum Roman hatten. Die
Botschaft dahinter gefiel mir auch: Lieder sind pure Gefühle, das
echte Leben und ein Teil der Künstler selber. Stellenweise habe ich
mich einfach zurückgelehnt und die englischen Texte genossen, die
der Geschichte wahrhaftig eine Art Klang verliehen haben. Matt hat
dabei ganz besonders große Auftritte, denn seit dem Zusammentreffen
mit Reagan benutzt er sie als Muse. Es gab schon einige witzige und
niedliche Szenen, wenn er wieder anfing zu singen – Besonders diese
eine ganz am Ende.
Das Buch ist zwar
voller Klischees, aber ich habe selten ein Starbuch gelesen, das sich
so echt angefühlt hat. Die Figuren konnten mich von den ersten
Seiten an für sich einnehmen und ich habe sie alle drei schnell ins
Herz geschlossen. Matt war auch einfach so ein liebenswerter und
toller Love-Interest, dass ich mich dabei ertappt habe, die ich
selber mitgeseufzt und gefühlt habe. Ich will auch einen Matt –
das steht nach Open Road Summer so etwas von felsenfest! 😛
Das Buch hat
allerdings wieder diese typischen Probleme, die nur entstehen, weil
die Charaktere zu stur zum reden sind. Dadurch gefiel mir der
Umschwung gegen Ende nicht mehr ganz so gut, wie der Rest. Natürlich
sind solche Liebesgeschichten gar nicht dafür gemacht, einen zu
schocken und zu überraschen, aber trotzdem hätte die Autorin ein
wenig mehr Originalität in das Ende stecken können. Zusehens war
ich von dem Hin – und her genervt und hätte am liebsten Reagan mal
kräftig durchgeschüttelt. Alles in allem habe ich aber genau das
bekommen, was ich wollte: Eine Geschichte voller Freundschaft, Liebe,
Musik und Sommer-Feeling.

Open Road Summer ist eine
charmante, herzliche und humorvolle Geschichte über den Road-Trip
zweier Freundinnen, die herausfinden, was sie mit ihrem Leben
anfangen vollen. Große Gefühle, wunderschöne Songstellen und eine
Prise Witz machen das Buch sehr unterhaltsam. Allerdings ziehen
Klischees und Dramatik die Story ab und zu etwas runter.
Zusammenfassend mochte ich es aber gerne und empfehle es klar weiter. 

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