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[BUCHREZENSION] Extraordinary Means

Titel:
OT:
Extraordinary Means
Autor/in:
Robyn Schneider
Genre:
YA Contemporary
Buchreihe:
Einzelband
Englisch-Schwierigkeitsgrad:


Robyn Schneider ist Autorin, Schauspielerin und Videobloggerin. Sie studierte Kreatives Schreiben an der Columbia University und Medizinethik an der Pennsylvania School of Medicine. Sie lebt in Los Angeles – und im Internet.
Deutsch
Noch
nicht erschienen.
Genaueres
unbekannt!
Englisch
Gebunden/
8,30€
Taschenbuch/
13,50€
Seiten:
336
Verlag:
Katherine Tegen




LIFE
GOES ON. UNTIL IT DOESN`T.
Kurzbeschreibung
John
Green’s The
Fault in Our Stars
meets
Rainbow Rowell’s Eleanor
& Park
i
n this darkly funny novel from the critically acclaimed author of The
Beginning of Everything
.

Up
until his diagnosis, Lane lived a fairly predictable life. But when
he finds himself at a tuberculosis sanatorium called Latham House, he
discovers an insular world with paradoxical rules, med sensors, and
an eccentric yet utterly compelling confidante named Sadie—and life
as Lane knows it will never be the same.
Robyn
Schneider’s Extraordinary
Means
is
a heart-wrenching yet ultimately hopeful story about the miracles of
first love and second chances.
Buchgestaltung
Vor dem Lesen: Mhh,
was soll das sein? Sieht ganz hübsch aus. Schlicht, nette Farben und
der Titel ist super. Nach dem Lesen: OMG, BÄUME…die erinnern mich
an DIESE Szene und…wo sind meine Taschentücher? Wieso muss so das
Cover aussehen. Und mal ganz allgemein: Das Cover wirkt vielleicht
wahllos, aber es passt echt gut zum Buch und dessen Inhalt. Ich mag
sowohl Cover, als auch Titel wirklich gerne und hoffe, dass alle von
Schneiders Büchern so in Zukunft gut zusammenpassen werden wie
Extraordinary Means und The Beginning Of Everything.
Meinung
Es ist so schwer,
dass Buch zu bewerten. 4 Sterne – oder doch 5?! Ich habe gelacht,
gelitten, geweint und war wütend. So, so wütend am Ende, was
allerdings nicht mit der Autorin oder ihrer Art zu tun hat,
sondern…dem Leben? Der Ungerechtigkeit dieser Welt? Intoleranten
Menschen? Mich hat schon lange kein Buch mehr so zum Nachdenken
gebracht. Das ist gut. Das ist schlecht. Ich leide irgendwie xD
Das Buch wurde ja
ein klein wenig für Fans von John Green angepriesen und das könnte
ich auch so unterzeichnen – Nur, dass mir persönlich dieses Werk
hier einfach besser gefallen hat, als alle John Green Bücher, die
ich bisher gelesen habe zusammen. Extraordinary Means erzählt die
Geschichte von zwei Jugendlichen, die beide an Tuberkulose erkrankt
sind und deren Leben dadurch ruiniert wurde. Zum einen haben wir da
Lane, der immer alles dafür getan hat, um an sein Traum-College zu
kommen und dessen Leben nun sein Ziel verloren hat. Zum anderen gibt
es da Sadie, die schon so ewig krank ist, dass sie sich denkt, jeden
Tag als Rebellion ein Stück mehr genießen zu müssen. Beide treffen
in einer Art Medizin-Center aufeinander, in dem Jugendliche mit
Tuberkulose behandelt werden.
Vielleicht eine
Info am Rande: Die Autorin hat am Ende des Buches einen langen Brief
verfasst, wieso sie sich für dieses Thema und diese Figuren
entschieden hat. Darin wird auch erklärt, dass dieses Buch, seine
Eigenheiten und auch die Form, in der die Krankheit dargestellt wird
zum größten Teil fiktiv ist und nur wahren Dingen zu Grunde liegt.
Tuberkulose kann in den meisten Fällen behandelt werden und ist
nicht tödlich, aber die Idee hinter der Geschichte hat einen anderen
Effekt. Es ist schwer zusammenzufassen, ohne zu spoilern, aber Robyn
Schneider sagt es am Ende des Romans selber: Das Buch soll die Grenze
zwischen Leben und Tod zeigen, den Weg sich selbst unter schlimmen
Umständen zu finden und nicht zu vergessen, dass Freundschaft und
Liebe mehr überdauern als Jahre, als ein Leben selbst.
Im Gegensatz zu
ihrem Debüt, ist Extraordinary Means aus der Sicht zweier Figuren
geschrieben – Lane und Sadie eben. Das Ganze beginnt relativ
harmlos und nach und nach wird der Leser an die Situation und die
Krankheit gewöhnt, die im Latham Center alle Patienten betrifft.
Robyn Schneider hat einfach ein Talent dafür ihren Figuren eine
einzigartige Stimme zu geben. Man merkt deutlich den Unterschied
zwischen Lane und Sadie. Gedanken, Gefühle, einfach alles hat
perfekt zu den Persönlichkeiten der beiden gestimmt. Lane ist eher
ruhig und praktisch veranlagt, Sadie hingegen impulsiv und ein echter
Freigeist. Natürlich ist von Beginn an klar, dass die beiden sich
ineinander verlieben und das die Geschichte unter keinem guten Stern
steht. Sadie sagte das sogar selbst mehrmals. In Latham darf man kein
Happy End erwarten und vielleicht lag deshalb noch mal mehr Spannung
auf allem.
Ich bin wirklich
kein Fan von solchen „Krankheits-Büchern“, wo die Protagonisten
auf Biegen und Brechen die unsterbliche Liebe finden, weil ihnen die
Zeit davon läuft, aber hier war das auch gar nicht so. In der
Abgeschiedenheit und Isolation haben Sadie und ihre Freunde ihre
eigene, kleine Welt geschaffen und Lane stolpert dort durch einen
Zufall hinein. Die Autorin kann einfach wundervoll beschreiben, wie
Freundschaften entstehen, wie die Dynamik der Gruppe einem das Gefühl
gibt, dass man Teil davon ist – Teil davon werden möchte. Und
diese langsame, gefühlvolle Beziehung, die sich zwischen Lane und
Sadie entwickelt, hat mich wirklich mitgenommen. Ich mochte die
Charaktere auch einfach sehr gerne. Auch die Nebenfiguren sind mir
echt schnell ans Herz gewachsen.
Es gab unheimlich
viele humorvolle Stellen, aber genauso viele, die zum Nachdenken
angeregt haben. Ich sitze immer noch hier und denke über viele
Zitate aus dem Roman nach. Zum Beispiel die Sache mit dem Sterben und
Leben. Ist das wirklich das gleiche? Läuft der Beginn eines Lebens
aufs Sterben zu und sterben wir deshalb nicht alle irgendwie, ohne zu
leben? Dabei ist das Buch auch gar nicht hoch philosophisch oder
poetisch verfasst, es trägt einfach nur viele ehrliche und wahre
Gedanken in sich, die aufgeschrieben so unheimlich viel Sinn gemacht
haben.
Obwohl das Buch
eine eher ruhige Atmosphäre hat und der Fokus auf der
Liebesgeschichte liegt, so musste ich an mehreren Stellen doch den
Atem anhalten und versuchen nicht in Tränen auszubrechen. Und dann
dieses Ende…ich hab noch immer eine mega Wut im Bauch. Ein Detail
hat alles verändert, ein Fehler und die Intoleranz einer Person, das
Leben einer anderen verurteilt. Das ist wirkliche keine leichte
Lebenslektion, welche die Autorin uns begreiflich macht und sicher
auch eine, mit der viele Leser nicht zufrieden sein werden. Aber, wer
das Erstlingswerk von Robyn Schneider kennt, der weiß, dass Happy
Ends immer relativ sind.

Extraordinary
Means ist ein Roman für Contemporary Fans, die gerne etwas abseits
der üblichen Fluff-Geschichten wandern. Die Geschichten mit Herz und
Humor und Lebensweisheiten mögen. Die Geschichten mit Figuren mögen,
die so viele Ecken und Kanten haben, dass sie Bauklötze sein
könnten. Einfach Geschichten, die nicht immer nur glücklich und
lustig sind, sondern echt, authentisch und einen mit bittersüßen
Gedanken und Gefühlen zurücklassen, die zum Nachdenken anregen.

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