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[BUCHREZENSION] Am Ende der Welt traf ich Noah

Titel:
OT:
Am Ende der Welt traf ich Noah
Autor/in:
Irmgard Kramer
Genre:
YA Contemporary
Buchreihe:
Einzelband
Zur
Verlagsseite:
Irmgard
Kramer wurde 1969 in Vorarlberg geboren und wuchs in einem alten
Häuschen auf, das sich lebendig anfühlte. Nach 19 Jahren hängte
sie die Arbeit als Grundschullehrerin an den Nagel und lebt heute als
freie Autorin zwischen Bergen, Kühen und Käse im Bregenzerwald. Sie
schreibt Geschichten für kleine und große Leser sowie Texte für
Magazine.
Hier
geht es zur Webseite von Irmgard Kramer:
www.irmgardkramer.at

Deutsch
Gebunden/
17,95€
Seiten:
352
Verlag:
Loewe

Englisch
Deutsches
Original!
Eine
spannende Liebesgeschichte, die einen sprachlos zurücklässt!
Kurzbeschreibung
Es
war so verlockend: Die Möglichkeit, in eine fremde Rolle zu
schlüpfen, 
lag direkt vor mir. Ich brauchte nur zuzugreifen.

Ein
fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie
wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin
ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa
verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten
Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und
Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn
irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer
krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn
verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin
passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.

Ein
Roman mit viel Atmosphäre, Spannung und einer unerwarteten Wendung
am Ende. Diese atemberaubende Liebesgeschichte von Irmgard Kramer
wird jugendliche und auch erwachsene Leser begeistern und in ihren
Bann ziehen.

Buchgestaltung
Als ich das Cover
das erste Mal gesehen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch
unbedingt lesen muss. Der rote Koffer spielt eine tragende Rolle in
der Geschichte und das Motiv ist einfach rundum gelungen. Ein
besseres Cover hätte der Roman gar nicht bekommen können. Den Titel
finde ich auch richtig schön und passend – Was soll ich sagen, die
Aufmachung ist sommerlich, toll anzusehen und trifft den Nagel auf
den Kopf, besser hätte der Verlag das nicht hinbekommen können.
Meinung
Nach Beenden dieses
Buch hatte ich nur einen Gedanken: Ich bin verdammt froh, nicht bis
ans Ende der Welt hatte gehen zu müssen, um diesen Roman lesen zu
können. Nach vielen eher durchschnittlichen Büchern hat mir Autorin
Irmgard Kramer gezeigt, dass gute Literatur niemals ausstirbt –
auch nicht bei einem Sommerbuch. AM ENDE DER WELT TRAF ICH NOAH ist
auch viel mehr als das. Das Buch erzählt eine Geschichte über
Abenteuer, Mut, Freundschaft und eine Liebe, die zwischen Traum und
Realität steht. Ich bin noch immer ganz mit den Gedanken bei
Protagonistin Marlene und frage mich: Ist das wirklich passiert?
Stellt euch vor
eurer Leben ist alles andere als aufregend. Eure Eltern unterdrücken
euch mit ihren Vorstellungen der Zukunft, alles erscheint irgendwie
trist. Und plötzlich seht ihr diesen roten Koffer am Straßenrand.
Fragt euch: Wieso steht der hier? Und dann hält ein Wagen neben euch
und fragt euch, ob ihr Irina seid, denn der rote Koffer ist ein
Erkennungszeichen. Würdet ihr das Abenteuer wagen? Für etwas
verrückt hält sich Marlene schon, als sie in den Wagen steigt und
das wohl größte Abenteuer ihres Lebens erlebt – Eines, das alles,
wirklich alles verändert. Zusammen mit Marlene rätselt man zunächst
eine ganze Weile herum. Wer ist Irina eigentlich? Was ist das für
ein komischer Job? Was für ein abgelegenes Haus? Und was stimmt mit
Noah, dem Jungen, der dort lebt, nicht? Fragen über Fragen.
Der Einstieg in das
Buch geht einfach super schnell. Kaum hat man den ersten Satz
gelesen, wird mein in die Handlung gesaugt. Ich wollte abends nur
„mal eben rein lesen“ und stattdessen lag ich bis vier Uhr
morgens wach und konnte nicht mehr aufhören, musste wissen, was vor
sich geht, was am Ende passiert! Dabei ist das Buch wirklich kein
Thriller oder hat solche Elemente im Plot, viel mehr verbirgt die
Autorin ein Mysterium vor ihren Lesern, welches am Ende des Roman wie
eine Lawine über einen hinweg rollt. Abgefahren! Irre! Unglaublich!
Das hat meine innere Stimme mir zugeflüstert, als ich erst einmal
einmal hinter das Geheimnis des roten Koffers gekommen bin. Die Reise
dahin war nicht nur ein Abenteuer für Marlene, sondern auch mich.
Irmgard Kramer hat
einen toller Schreibstil. Mein erster Eindruck vom Roman war, das er
handwerklich wunderschön geschrieben ist. Mit einer Leichtigkeit
unter der aber nicht die vielen, facettenreichen Beschreibungen
leiden und einer Prise Humor, die Marlene unvergleichlich gemacht
haben. Marlene ist eine Protagonistin, die einem wie eine beste
Freundin rasch ans Herz wächst. Sie ist normal und bodenständig und
möchte einfach mal etwas erleben – Wer will das nicht? Besonders
in den ersten Kapitel konnte man sich ein gutes Bild von ihrem Leben
machen und versteht auch woher ihre Verrücktheit rührt einfach bei
einem Fremden ins Auto zu springen. Die Idee des Romans ist einfach
die perfekte Situation, um sich Hals über Kopf in etwas zu stürzen,
dass auf verschiedene Arten spannend ist.
Neben der
zauberhaften Liebesgeschichte, die mal ganz ohne Unmengen an
Beschreibungen wie wunderschön, begehrt und begabt doch alle sind,
auskommt erreicht man beim Lesen unterschiedliche Stufen von
Spannung. Man fiebert all den Geheimnissen mit, die Marlenes neue
Identität birgt. Man möchte wissen, was hinter den Nebenfiguren
steckt. Und je weiter man liest, umso mehr fragt man sich: Werde ich
irre? Passiert das alles wirklich oder bilde ich es mir ein? Wo liegt
Lüge und wo Wahrheit? Marlene stellt nämlich verschiedene Theorien
auf und die Autorin hat es geschafft mich immer wieder vor den Kopf
zu stoßen. Vorhersehbar ist das letzte Wort, das ich im Zusammenhang
mit dem Buch nehmen würde.
Noah war auch eine
tolle Romanfigur. Eine gelungene Mischung aus distanziert,
interessant, freundlich und eigensinnig. Ich konnte verstehen, warum
Marlene sich in ihn verliebt hat. Allgemein hatten die tragenden
Figuren alle sehr stark ausgeprägte Charakterzüge und das hat mir
sehr gut gefallen. Das Setting des Roman hatte auch einen gewissen
Charme. Das verwilderte Haus mit seiner eigenen Geschichte und das
ganze Grundstück war toll beschrieben und hat mich ein wenig an Jane
Austen Romane erinnert und die mochte ich immer sehr gerne.
Kommen wir zu dem
Ende. Das Ende. Plötzlich ging alles so rasend schnell und ich
wusste echt nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Habe ich alles richtig
verstanden? Was hat die Autorin sich da nur für eine aufwühlende
Wende einfallen lassen? Meine Gefühle wurden wie bei einer
Achterbahnfahrt gehörig durchgeschüttelt. Mit einer Portion Skepsis
und einem lachenden, sowie weinenden Auge habe ich die Buchdeckel zu
geklappt, aber eines steht fest: Das Buch ist von vielen Seiten aus
durch und durch außergewöhnlich beendet worden. Das ist sicher
Geschmackssache, aber ich mochte es. Und einige Dinge werde ich mich
wohl noch eine Weile fragen, weil AM ENDE DER WELT TRAF ICH NOAH
nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.

Am
Ende der Welt traf ich Noah ist ein Buch mit einer tollen Startidee,
welche die eigene Abenteuerlust weckt. Liebesgeschichte und Mystery
in einem überrascht die Autorin an vielen Stellen, wenn die Leser
sich fragen müssen: Was ist Wahrheit und was Lüge? Zwischen absolut
romantischen Szenen, gibt es eine Menge Geheimnisse und Aufregung,
die das Buch nie langweilig machen. Marlene ist eine herzliche Figur,
die man gerne begleitet und mit der man mitfiebert. Nur das Ende, ich
wette, dieses Ende wird noch so einige Meinungen spalten, weil es
echt speziell ist 😀

2 Comments

  • Lottasbuecher

    Hallöchen liebe Tanja,
    also bei mir war es so, dass ich den Anfang ziemlich schleppend fand, das Ende dafür aber grandios. Es liegt so viel Gefühl darin und ich mag sowas einfach gerne. 😀
    Ich habe deine Rezension bei mir verlinkt und hoffe, dass das für dich okay ist! 😀
    Ich folge auch gleich mal, dein Blog gefällt mir unheimlich gut.

    Liebst, Lotta

  • Romantic Bookfan

    Hallo Tanja,

    das Buch steht ganz oben auf meiner Wuli und deine Rezi hat mich darin bestärkt, dass ich es unbedingt lesen will! Nur beim Ende scheint es ja rasant zuzugehen und warum du wohl auch ein weinendes Auge hattest…nein, nichts verraten 😉

    LG Desiree

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