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[BUCHREZENSION] Misty Falls

Titel:
Misty Falls
OT:
Misty Falls
Autor/in:
Joss Stirling
Übersetzerin:
Michaela
Kolodziejcok

Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Die Macht der Seelen #4
Zur
Verlagsseite:

Joss
Stirling studierte Anglistik in Cambridge und arbeitete als
Diplomatin in Polen. Mittlerweile schreibt sie sehr erfolgreich
Romane für Kinder und Jugendliche. Mit ›Finding Sky‹, dem ersten
Band der ›Macht der Seelen‹-Trilogie, war sie 2013 von der
Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie
lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Oxford.

Deutsch
Gebunden/
16,95€
Seiten:
400
Verlag:
dtv
Englisch
Taschenbuch/
9,20€
Seiten:
294
Verlag:
Oxford
Gute
Fortsetzung der Reihe – Bin gespannt, was noch kommt 🙂
Kurzbeschreibung
Misty
Falls ist eine Savant und hat somit eine ganz besondere Gabe –
allerdings eine höchst zweischneidige: Sie muss immer die Wahrheit
sagen, was schon zu vielen peinlichen Situationen geführt hat. Und
dann trifft sie ihr Gegenstück: Alex. Mistys und Alex’ Begabungen
scheinen sich abzustoßen. Und doch fühlen sie sich auf seltsame
Weise zueinander hingezogen. Sind die beiden etwa Seelenspiegel?

Buchgestaltung
An sich gefällt
mir das Cover wirklich sehr gut, ich finde die Verteilung des „Ms“
und Titels auf der deutschen Ausgabe etwas besser platziert und
deshalb mag ich dieses Cover auch lieber. Es macht einfach mehr her,
dass der Titel größer geschrieben ist und das Motiv kleiner –
Dadurch wirkt das Cover nicht so überladen. Misty Falls hat im Buch
mehrere Bedeutungen 😀 Misty ist nämlich der Name der Protagonistin,
Misty Falls ein Ort und zusammen bedeutet das ja auch noch mal was.
Allgemein finde ich es ziemlich cool, dass die Titel bei den neuen
Büchern mal anders herum sind. Vorher war es ja immer Finding,
Calling etc XY und jetzt eben umgedreht.
Meinung
Die Übersetzung
von MISTY FALLS war von mir schon ewig herbeigesehnt. Mit Finding Sky
hatte ich damals keinen so guten Start, aber die Folgebände haben
mich unglaublich gepackt und ich musste das neue Joss Stirling Buch
unbedingt lesen. Als es hieß es ginge mit neuen Savant Büchern
weiter, war ich Feuer und Flamme. Ich war nach dem Lesen von Mistys
Geschichte auch echt nicht enttäuscht, allerdings ist der Roman
nicht mein Lieblingsband der Reihe – Dennoch unterhält er gut.
Der Einstieg ins
Buch fällt wunderbar leicht, weil man im Grunde neu anfängt und die
Figurenkonstallationen noch mal kurz nebenbei erklärt werden. Liegt
zwischen dem Lesen der alten und neuen Bücher also etwas Zeit, kann
man trotzdem sofort die Geschichte genießen, ohne hundert Fragen zu
haben. Was mich allerdings gleich zu Beginn irgendwie gestört hat
war, dass die Autorin wirklich ALLE Charaktere der vergangenen drei
Bücher hat mitspielen lassen. Es war meiner Meinung nach einfach zu
viel des Guten, wenn ständig „alte Bekannte“ dazwischen
gesprungen sind. Ein paar der Benedicts wie z.B. Uriel oder auch
Chrystal spielen eine große und tragende Rolle im Roman, aber viele
der anderen eben nicht – Klar, es war nett sie alle wiederzusehen,
aber auch etwas to much, wenn zehn Figuren in einer Szene mitgemischt
haben. Das hätte man besser gestalten können, finde ich.
Hat man sich aber
erst einmal daran gewöhnt, dann kann man die Geschichte voll und
ganz genießen. Misty ist eine tolle Protagonistin, mit einem losem
Mundwerk und viel Sarkasmus, was ich schlichtweg genial fand. Auch
ihre Gabe immer die Wahrheit sagen zu müssen oder andere in ihrer
Nähe beeinflussen zu können hat zu vielen ulkigen Situationen
geführt. Das Alex ihr Seelenspiegel ist, erfährt man ja (leider)
schon aus dem Klappentext. So wartet man natürlich gespannt auf die
erste Begegnung, den ersten Kuss und auch darauf, dass etwas aus
beiden wird. Neben der zuckrig süßen Liebesgeschichte von Misty und
Alex gab es aber auch noch ein paar Sidestories, die Erwähnung
fanden und mir auch gefielen. So findet Uri direkt zu Beginn des
Buches seinen Seelenspiegel oder es tauchen andere Paare auf.
Was ich dieses Mal
besonders mochte war, dass die Autorin die ganze Seelenspiegel Sache
auch noch mal kritischer durchleuchtet hat. So ist Mistys Vater kein
Savant und all den „Bräuchen“ sehr ablehnend gegenüber
eingestellt. Diese ganze Liebe-auf-den-ersten-Blick Sache wurde mit
vielen Argumenten gut abgewogen und das fand ich klasse. So wird z.B.
hinterfragt, ob man wirklich zwingend einen Seelenspiegel braucht, ob
dies einem nur eine Bürde auferlegt und wie die Zukunft junger
Menschen aussehen solle, wenn sie sozusagen zusammengedrängt werden.
Außerdem sieht man auch zum ersten Mal Savants ohne Seelenspiegel.
Allgemein fand ich
es sehr cool mehr Einblicke in die Welt der Savants zu erhalten. Weil
Misty direkt weiß, dass sie ein Savant ist und auch so aufgewachsen
ist, geht sie in ein Sommercamp für Savants, hat nur Savant Freunde
und und und…es war einfach mal etwas anderes zu sehen, wie die
Savant Gemeinden funktionieren. So lernt man nebenbei auch Mistys
beste Freundinnen Summer und und Angel kennen – Dass Angel in Band
fünf die Hauptrolle spielt ist ja schon bekannt 😀
Manchmal war mir
die Liebesgeschichte mit Misty und Alex ein klein wenig zu kitschig.
Ähnlich wie bei Sky und Zed hatte die Dynamik der beiden etwas
höchst dramatisches, nicht zuletzt, weil Alex der „typische“
ambitionierte Teenager ist, der keine Familie hat und sich immer
hocharbeiten musste. Dennoch mochte ich Alex um einiges mehr als Zed
und er hat perfekt zu Misty gepasst. Die Autorin paart ihre Figuren
wirklich immer so gut miteinander, dass man fast glauben möchte:
Diese Beziehungen sind echt vorherbestimmt vom Schicksal.
Zwischenzeitlich
hat der Roman auch viele Spannungselemente, die einem Jugendthriller
nahe kommen und auch das Ende hatte so seine Höhepunkte. Mein
größter Kritikpunkt war wohl, dass hier alles extrem vorhersehbar
geblieben ist. Mich konnte nicht wirklich eine Wende überraschen.
Ich habe das Buch aber sehr gerne gelesen und natürlich mit Misty
mitgefiebert, aber besonders den „Gegenspieler“ betreffend hätte
man mehr aus der Handlung herausholen können. Nichtsdestotrotz war
Misty Falls sehr gut aufgebaut und hatte eine ordentliche Portion
Spannung.

Misty
Falls ist der vierte Band der Savant-Reihe von Joss Stirling und wird
Fans der Savants genauso gut gefallen, wie die Vorgänger. Mit
locker-leichtem Schreibstil, viel Humor und einer Portion Kitsch ist
auch dieses Romantasy-Abenteuer aus der Feder der Autorin lesenswert
und etwas zum mitfiebern und mitschmachten. Mein Lieblingsband ist
und bleibt der zweite, aber ich freue mich schon auf weitere Bände
der Reihe, denn für schöne Lesestunden mit viel Herz sind sie immer
gut. 

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