[BUCHREZENSION] Wanderer – Hüter der Zeit

Titel:
OT:
Hüter der Zeit
Autor/in:
Amelie Murmann
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Wanderer #2
Zur
Verlagsseite:

Amelie
Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der
überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in
Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie
2010 ihren eigenen Buchblog, und begann kurz darauf mit dem
Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert
Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, vorliest, schreibt
oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen.
“Wanderer. Sand der Zeit” ist ihr Debütroman.

Deutsch
Ebook/
3,99€
Seiten:
320
Verlag:
Impress

Englisch
Deutsches
Original
Rundum
gelungener Abschluss. Spannend. Witzig. Was fürs Herz!
Kurzbeschreibung
Das
erste Schuljahr an der »Palaestra Viatorum« beginnt für Emilia
alles andere als rosig. Zwar weiß sie mittlerweile, dass es sich bei
dem renommierten Internat um keine gewöhnliche Schule handelt, aber
ihre neuentdeckten Fähigkeiten als Wanderer geben ihr immer noch so
einige Rätsel auf. Nicht genug damit braut sich über den Köpfen
der Internatsschüler ein gefährliches Himmelskomplott zusammen.
Wieder liegt es an Emilia und Max, die Ziele der griechischen Götter
und die Geschicke der Zeit zu entwirren. Dass ihre Beziehung vor
wenigen Monaten in die Brüche gegangen ist, macht es für keinen der
beiden leichter. Doch am Ende zählt nur eins: den drohenden Krieg
der Götter zu verhindern…

Buchgestaltung
Die Aufmachung der
Dilogie gefällt mir persönlich sehr gut. Auch beim zweiten Band
passt das Cover wieder hervorragend zum Inhalt und so etwas ist bei
Fantasybüchern nicht selbstverständlich. Die Farbgebung gefällt
mir persönlich auch besser als noch beim ersten Band. Besonders,
wenn man die Romane nebeneinander sieht merkt man einfach, die
gehören zusammen. Die Schriftart ist richtig cool und ich stehe
einfach auf Schnörkel. Der Titel ist auch sehr passend. Die Hüter
spielen eine große Rolle und somit ist der Beititel mit
Hintergedanken ausgewählt.
Meinung
Nachdem ich letztes
Jahr den ersten Band der Bloggerin und Autorin Amelie Murmann gelesen
habe, war ich völlig hin und weg. Für mich eines DER Highlights des
Jahres. Die Mischung war saugut: Spannung, Romance, Freundschaft,
Mythologie und ein Humor, der meinem persönlichem Geschmack zu 100%
entspricht. Meine Erwartungen waren demnach überirdisch hoch und
irgendwie hat man doch Angst, letzten Endes enttäuscht zu werden. Es
gibt zu viele gute Reihen, in denen besonders der zweite Band eher
schlecht als recht ist. Ich bin aber einfach froh sagen zu können,
dass dieser Abschluss noch mal besser ist als der erste Teil.
Schon zu Beginn ist
klar, etwas hat sich verändert. Die Stimmung ist düster, fast
tragisch an manchen Stellen und mir wurde beim Lesen doch öfter mal
richtig mulmig zu mute, als ich erfahren habe, welche Entwicklungen
in der Welt seit dem Ende von Band eins vor sich gegangen sind. Die
Fortsetzung schließt nicht ganz nahtlos an den ersten Teil an, aber
dennoch kommt man schnell in die Geschichte – nicht nur wegen
Murmanns flüssigem Stil. Ich mochte ihre Art zu schreiben schon beim
eShort und Wanderer #1 überaus gerne. Im Vergleich zu vielen
Jugendbuch Autorinnen ist ihre Sprach lebhaft, facettenreich und
nicht immer nur dieselben Formulierungen. So war ich schnell wieder
an Emilias Seite, musste aber auch einsehen, dass das hier nicht wie
der erste Band verlaufen würde. Grenzen wurden überschritten.
Herzen gebrochen. Unglück angerichtet. Dieses Art von – nennen wir
es mal Endzeit Atmosphäre – macht das Buch von der ersten Sekunde
an spannend, aber auch traurig. Es gab so, sooo viele Szenen in denen
ich echt heulen musste. Normalerweise weine ich bei Büchern nicht so
oft, aber diese Ungerechtigkeiten teilweise waren schwer zu ertragen.
Dabei werfe ich der Autorin nichts vor, die Umsetzung war genial
gemacht, aber ich habe echt mit Emilia und den anderen mitgelitten
und gelitten und noch etwas mehr gelitten.
Versteht mich nicht
falsch, auch der für die Autorin so typische Humor kommt hier nicht
zu kurz 😉 Es gibt mindestens genauso viele witzige Szene, die alles
auflockern, wie es ernste gibt. Besonders Florian und Kit waren große
Klasse, aber auch Emila selbst und ihre Einstellungen haben mich zum
lachen gebracht. Das Buch ist einfach randvoll von diesen
eigenständigen, starken und sarkastischen Figuren, die logisch und
klug handeln, aber auch coole, lockeren Sprüche zur richten Zeit auf
den Lippen haben. Genau wie bei meinem Lieblingsautor Derek Landy
bewundere ich Murmann dafür, dass sie die Balance zwischen Humor und
Ernst so gut getroffen hat.
In diesem Teil ist
wie immer nicht alles aus dem Blickwinkel von Emilia geschrieben,
sondern auch einiger anderer Figuren. Ganz besonderes Highlight für
mich war dabei Celia. Celia ist in diesem Band zu einer meiner
liebsten Figuren herangewachsen und ich habe sie einfach durchweg
geliebt. Vielleicht lag es auch daran, dass sie mir persönlich etwas
ähnlicher ist als Emilia selbst, aber ich mochte Celia sogar noch
mehr als die eigentliche Protagonistin. Und auch ihre
Liebesgeschichte war einfach Zucker für die Seele. Viele meiner
favorisierten Stellen in Hüter der Zeit haben mit ihr und Nic zu
tun. Dabei wurden Paare wie Florian und Kit oder Emilia und Max aber
nicht vergessen. Ich hatte schon Angst, der Roman wäre durch die
verschiedenen Konstellationen zu überladen, aber auch hier wurde
perfekt die Waagschale gehalten. Niemand kommt zu kurz, es wirkt aber
auch nichts überfüllt.
Während es die
meiste Zeit echt verdammt heiß her geht – Kämpfe und Action ohne
Ende – wird es ab und zu aber auch sehr poetisch, wenn man das so
sagen kann. Viele Dialoge sind mir einfach ans Herz gegangen und
während ich so da sitze und diese Worte tippe kommt mir fast wieder
ein Tränchen, wenn ich an das Ende denke. Welches für mich absolut
PERFEKT gewesen ist. Vieles im Buch war das, aber dieses Ende war ein
Meilenstein für mich. So oft verflucht man das Schicksal und die
Götter und auch die Autorin, aber dann gegen Ende…kann man
zufrieden sterben xD Naja, zumindest zufrieden die virtuellen
Buchdecken zuklappen. Noch lange nach dem Lesen denke ich an die
Charaktere zurück und an ihr Leben…einfach wundervoll!
Im Abschluss von
Wanderer findet sich auch mehr Mythologie wieder, als zuvor. Viele
der Details und Götter sind bestens recherchiert haben aber auch
einen originellen Touch. Zu Ende gibt es dann noch ein Nachwort, das
erklärt, wie die wahren Begebenheiten waren. Dieser Aspekt gefiel
mir sehr. Die Einmischung und Motive der jeweiligen Götter waren
verständlich und sorgten oft noch einmal für kleine Höhepunkte im
Buch. Über die Wanderer erfährt man dazu auch noch mal neue
Informationen. Das ganze System im Roman fand ich echt cool! Ich
glaube, ich würde auch gerne ein Wanderer sein und durch Bilder
springen 😀
Die Figuren bleiben
sich in dieser Dilogie immer treu, sind bestens ausgearbeitet, haben
Herz und Verstand. Die Liebesgeschichten berühren das Herz,
verzichten auf Kitsch und gehen manchmal auch durch alle Zeiten. Es
wird spannend, es wird tragisch, es wird lustig, es wird
hoffnungsvoll – Macht euch auf ALLES gefasst. Für mich ein rundum
perfektes Buch, das einem viel mit den auf den Weg gibt. Mehr
Jugendbücher sollten so sein wie Wanderer. Spannend, actionreich und
mit dem gewissen Extra, dass sich in sämtlichen Elementen der
Dilogie wiederfindet.
Absolut
empfehlenswert für alle Fantasyfans! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Doofes Pflichtfeld (sorry, muss sein!)

*

Ich bin einverstanden!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.