[BUCHREZENSION] Was die Spiegel wissen

Titel:
Was die Spiegel wissen
OT:
Blue Lily, Lily Blue
Autor/in:
Maggie Stiefvater
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
The Raven Cycle #3
Zur
Verlagsseite:

Maggie
Stiefvater, geboren 1981, wurde mit ihrer Nach dem Sommer-Trilogie
sowie dem Roman Rot wie das Meer international bekannt und von der
Presse gefeiert. Was die Spiegel wissen ist der dritte Band ihrer
neuen Buchreihe, die in den USA bereits zahlreiche Auszeichnungen
erhielt. Die New York Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrer Familie
in den Bergen Virginias.
Deutsch
Gebunden/
18,99€
Seiten:
448
Verlag:
Script5

Englisch
Gebunden/
14,24€
Taschenbuch/
9,28€
Seiten:
400
Verlag:
Scholastic




Für
Fans der ersten beide Teile. So viele Fragen…
Kurzbeschreibung
Es
wird Hebst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch
immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben
sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im
magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen
darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist
allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller
Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere
Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen
Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues
Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht.
Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten.

Buchgestaltung
Ich weiß immer
noch nicht, was ich besser finden soll – die englische oder
deutsche Aufmachung. Beides gefällt mir bisher irgendwie gleich gut,
allerdings finde ich immer, dass die deutsche Ausgabe – besonders
der Titel – immer mehr Sinn macht, wenn man den Inhalt der
Geschichte im Hinterkopf hält. Man hätte allerdings noch ein klein
wenig mehr für die Gestaltung tun können. Die Bände der Reihe kann
man nicht mit der Nach dem Sommer Trilogie vergleichen – da waren
die Cover einfach wunderschön. Aber immerhin passen sie alle
zusammen und sehen schick aus 🙂
Meinung
Wie viele Leser,
die zu diesem Buch greifen werden oder es schon getan haben, bin auch
ich ein Fan der Autorin. Bisher habe ich fast alles von Maggie
Stiefvater gelesen und der erste Band dieser Reihe gehört zu meinen
liebsten Büchern von ihr. Vom zweiten Band war ich etwas enttäuscht,
deshalb habe ich mich gefreut, dass mir Band drei einen Ticken besser
gefiel, als der Vorgänger. Wie immer bin ich aber auch etwas
zwiegespalten. Ich bin einfach der Meinung, dass man echt ein Fan der
Autorin sein muss, um diese Reihe zu mögen und neue Leser hiermit
nichts anfangen können. Wenn es ein paar Dinge gibt, die sich durch
diese ganze Reihe ziehen und von mir jedes Mal neu positiv und
negativ abgewogen werden, dann sind es diese:
Der Schreibstil…
…ist einfach
wundervoll und lässt einen trotz der sehr handlungsarmen Kapitel
immer wieder nur so durch die Geschichte gleiten wie ein Messer durch
weiche Butter. Man kann über die Frau sagen, was man will, aber
Schreiben beherrscht sie einfach. Wunderschöne Worte, tiefgründige
Dialoge und ein Hauch Poesie in der Art der Figuren zu denken, zu
handeln und zu empfinden gefallen mir einfach unglaublich gut. Ich
kann in Stiefvaters Büchern immer versinken und vor mich her träumen
und das ist etwas, was ich wirklich selten bei solch langsamen
Stories sage.
Die Figuren…
…sind einfach
eine Sache für sich. In einer Stelle vom Buch wird gesagt, dass Blue
ja nicht alle „Raven Boys“ lieben kann und sich mal entscheiden
müsste, auf welcher Seite sie steht, aber im Grunde ist das der
Knackpunkt der Romane: ALLE Figuren lieben einander auf ganz
unterschiedliche Weisen. Das ist etwas, was es kaum in Büchern gibt,
denn die Hintergründe und Gefühle sämtlicher Charakter werden in
jedem Band weiterentwickelt und genauer beschrieben. So steht in „Was
die Spiegel wissen“ wieder viel die (nicht)Liebesgeschichte von
Blue und Gansey im Vordergrund, die Beziehung zwischen Adam und Ronan
und Adam und Gansey – wie in einem Kreis oder Cycle, wie es im
Original ja im Reihentitel heißt. Man lernt trotz all der Details,
die man inzwischen über Blue und die Jungs weiß immer noch etwas
dazu. Es gibt viele gute Stellen und Gespräche, die ans Herz gehen,
die Hoffnungen wecken, aber auch Angst machen. Wie wird all das nur
für diese vier Charaktere ausgehen? Und DAS ist der Grund, warum man
an diesen Menschen hängt und wissen will, wie es weiter geht –
komme was wolle.
Die wirklich
langsamen und etwas zähen Kapitel…
…man kann einfach
nicht leugnen, dass in den Romanen wenig passiert. Wahrscheinlich
hätte ein Lektor Maggie Stiefvater so gut 150 Seiten aus diesem Buch
streichen können, aber dann hätte die Autorin wohl ihre Magie nicht
mehr so gewirkt, wie Fans sie kennen und eben schätzen. Doch trotz
all meiner Liebe zu den positiven Aspekten der Reihe, so ist es auch
super frustrierend gewesen, dass es kaum voran geht. Die Suche nach
Glendower hält noch immer an, Antworten sind so weit entfernt, dass
man sie nicht mal mit einer Lupe sieht und stattdessen ist das Ende
so unglaublich verwirrend und undurchschaubar, dass man die Logik
nicht mal kritisieren kann, weil sie eben so schwammig zu erklären
versucht wurde. Auch eine Taktik, wenn ich das mal frech anmerken
darf xD Aber ganz im Ernst, bis heute (Wochen nach Beenden des
Buches) frage ich mich, was da überhaupt zwischen den Spiegeln
abgegangen ist und wie zur Hölle das eine tragende Rolle spielen
soll.
Die
Liebesgeschichte…
…die einen dazu
bringt zu schreien KÜSST EUCH ENDLICH, MIR DOCH EGAL WER HIER STIRBT
xD Weil es einfach wahr ist. Man sieht nun schon drei Bücher lang,
wie Person X, um Person Y herumtanzt und sich kaum etwas tut. Sicher,
über Blue liegt dieser „Fluch“…die Sache mit Adam und
Ronan…könnte Einbildung sein…aber zwischenzeitlich hat mich
dieses „Spuren legen“ im Buch echt irre gemacht, ob die Autorin
das nun beabsichtigt hat oder nicht. Ich wünsche mir so sehr, dass
die Liebesgeschichte(n) im letzten Band mal in die Gänge kommen.
Trotz allem kann
ich nicht sagen, dass die Spiegel wissen mich nicht unterhalten hat.
Dieses dicke, zähe, frustrierende Buch war auch spannend, mythisch
und mega süß und wahrscheinlich ist es die Mischung aus
ausgewogenen Hass-Liebes-Gefühlen, die einen als Leser(in) immer
wieder zurück in diese Welt abtauchen lassen.

Was
die Spiegel wissen ist genau wie seine Vorgänger ein solider Roman
voller originellen Ideen, fantastische Figuren und einem großen
Mysterium. Mir gefiel dieser Band besser als der zweite, aber dennoch
war ich oftmals aufgrund der mangelnden (oder wirren) Antworten
ziemlich frustriert. Dennoch hat Maggie Stiefvater ohne Zweifel
wieder ein tolles Buch geschrieben, das fesselt und zum mitdenken
einlädt. Band vier klärt dann hoffentlich alle Handlungsstränge
zufriedenstellend auf und gibt uns einen lang herbei gesehnten Kuss
😛

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