[BUCHREZENSION] Küss mich unterm Nordlicht

Titel:
OT:
Küss mich unterm Nordlicht
Autor/in:
Joanna Wolfe
Genre:
YA Contemporary
Buchreihe:
Zur
Verlagsseite:

Joanna
Wolfe reiste mit einer Band durch die USA und Europa und schwärmt
vom Hohen Norden, solange sie denken kann. Mit Wölfen verbindet sie
eine »Seelenverwandtschaft«. Sie verbringt zahlreiche Monate des
Jahres in Alaska und Kanada und lebt die restliche Zeit des Jahres in
Chicago und Frankfurt am Main. Unter anderen Namen hat sich die weit
gereiste Autorin bereits mit Spannungsromanen und gefühlvollen
Liebesgeschichten einen Namen gemacht.

Deutsch
Taschenbuch/
9,99€
Seiten:
336
Verlag:
cbt

Englisch
Deutsche
Erstausgabe
Tolle
Kulisse und viel Abenteuer mit etwas zu einfacher Romanze.
Kurzbeschreibung
Seit
dem Tod ihrer Mutter betreibt die achtzehnjährige Jenny mit ihrem
Vater eine Lodge in Alaska und hilft bei der Husky-Zucht. Sie will
unbedingt in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und an dem
legendären Iditarod-Hundeschlittenrennen teilnehmen. Gemeinsam mit
dem gleichaltrigen Mike, der in der Lodge zu Gast ist, unternimmt sie
Touren durch Schnee und Eis, aber sie geraten in große Gefahr, als
sie militanten Umweltschützern in die Quere kommen …

Buchgestaltung
Das Cover
gefällt mir einfach richtig gut, weil es total süß und winterlich
ist und deshalb gut zum Erscheinungsmonat (Dezember) gepasst hat. Da
die Geschichte in einem frostig-kaltem Setting spielt passt das Motiv
auch inhaltlich sehr gut zum Roman. Alles in allem ein tolles Cover,
das thematisch perfekt zur winterlichen Romanze des Romans passt.
Meinung
Die Rezension
zu „Küss mich unterm Nordlicht“ habe ich wirklich eine Weile vor
mir hergeschoben, weil ich mich nicht entscheiden kann, welche
Wertung das Buch denn nun verdient hat. Es ist mir nach wie vor ganz
gut im Gedächtnis geblieben und ich hatte auch meinen Spaß, aber
viele Details in der Story waren für mich nicht ganz „rund“, was
den Unterhaltungswert für mich persönlich doch etwas gemindert hat.
Zunächst einmal muss gesagt sein, dass ich die Idee und das
darauffolgende Setting des Buches wundervoll fand! So etwas habe ich
bisher noch nie in einem Jugendbuch gelesen und mir hat es wahnsinnig
gut gefallen, mal in eine andere Welt abtauchen zu können.
Die
Protagonistin Jenny lebt bei ihrem Vater in Alaska, wo Schnee,
Huskeys und Hunderennen an der Tagesordnung stehen. Das war einfach
mal etwas vollkommen anderes zu den üblichen „normalen“
Geschichten, von denen es im Contemporary Bereich doch eine ganze
Menge gibt. Jenny hat ihre Mutter vor einer Weile verloren, weshalb
auch das Verhältnis zu ihrem Vater teils sehr schwierig ist und sie
gefühlsmäßig noch sehr unter dem Verlust leidet. Das Geld verdient
sich die Familie, in dem sie Gäste auf ihrer Husky-Zucht unterbringt
und so tritt dann auch der Love-Interest in das Leben von Jenny. Der
ist aber das totale Gegenteil von ihr – Surfer und Sonnenanbeter
und wünscht sich eigentlich ganz woanders zu sein, weshalb beide
aneinander geraten…
Die
Beschreibungen im Roman sind einfach der Wahnsinn. Ob nun eine Reise
auf dem Schlitten durch die Tundra, der Anblick der Nordlichter oder
einfach ein Spaziergang durch Wälder – dank dem winterlichem Touch
Alaskas ist die Atmosphäre einfach Bombe. Man fängt irgendwie an
mitzuträumen, kann sich alles bildlich vorstellen! Die Autorin hat
tolle Arbeit geleistet, was ihr Setting angeht und auch die Sache mit
den Hunden war einfach sehr cool.
Die Figuren
hingegen waren beide etwas meine „Problemkinder“. Zu Beginn fand
ich Jenny sehr sympathisch, aber nach und nach knickt sie immer
wieder ein, was ihre Entscheidungen anging und das war
etwas…Rückratslos. Leider! Vom Charakter her war sie wirklich sehr
lieb und nett, aber im Verlauf des Buches hätte ich mir sehr
gewünscht, dass sie mehr zu sich selber steht. Besonders mit Mike
gerät sie sehr oft aneinander und ist auch jedes Mal aufgrund seiner
Aktionen berechtigt wütend und verletzt, aber Jenny verzeiht ihm
fast immer sofort – oder entschuldigt sich auch noch bei ihm,
obwohl das überhaupt nicht angebracht war. Die beiden hatten schon
eine gewisse Chemie und dieses „Katz und Maus Spiel“ mit
Streiten, sich mögen etc finde ich auch sonst immer sehr amüsant,
aber hier war das in meinen Augen oftmals einfach nicht „richtig“.
Mike hätte Jenny mit mehr Respekt behandeln müssen und Jenny hätte
mehr Durchsetzungsvermögen zeigen können.
Der
Schreibstil von Joanna Wolfe ist sehr jugendlich und angenehm, aber
so 3-4 Stellen, an denen es vielleicht die ein oder andere
„Lebensweisheit“ gegeben hätte, hätte auch gut gepasst, kam
aber leider nicht. Deshalb hatte ich etwas den Eindruck, dass die
Figuren nicht aus ihren Fehlern lernen wollten. Was den Plot betrifft
so hat dieser sehr oft, wenn auch abrupt, für Spannung gesorgt. Es
gab einige „Gefahren“ und ein bisschen Ex-Freund Drama und
langweilig wurde es nie. Dafür ab und an etwas merkwürdig, weil
einige Handlungsstränge auf der Kürze des Buches doch schnell
abgehandelt wurden oder wie aus dem Nichts auf den Leser zukamen. Das
Ende war auch etwas kitschig und passierte mir zu schnell. Es war
einfach immer wieder kleine Details, welche die Story wieder „runter
gezogen“ haben und Potenzial verschenkten.
Neben der
schönen Szenerie gab es aber auch einige Nebenfiguren, die ich sehr
mochte! Sie lockerten die Story zwischendurch wieder auf, brachten
etwas Pepp rein, waren schrullig und witzig und sind mir ans Herz
gewachsen.
Küss
mich unterm Nordlicht ist eine Geschichte, die ein wundervolles
Setting hat, mit viel Liebe zu Beschreibungen und einer mitreißenden
Atmosphäre, wie ich sie selten gelesen habe. Die Idee mit der
„Lodge“ und den Huskys fand ich wundervoll. Leider mangelte es
dem Buch an durchgehend sympathischen Figuren und auch der Plot hatte
ein ganz eigenes Tempo – mal zu schnell, mal zu langsam, konnte
mich die Story nicht ganz packen. Wer auf der Suche nach einer
winterlich-süßen und flotten Liebesgeschichte ist, der kann sich
aber auf den Schlitten schwingen und das Buch ohne Bedenken genießen.

2 Kommentare

  1. Hey Tanja ♥

    ich finde auch, dass das Cover locker leicht aussieht und so beschreibst du ja auch die Story 🙂 Aber das die Sympathien zu den Charakteren fehlt, finde ich schade :S
    Danke für deine Rezi 😉

    Liebste Grüße Sine

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