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[BUCHREZENSION] Für immer Hollyhill

Titel:
Für immer Hollyhill
OT:
Autor/in:
Alexandra Pilz
Übersetzer/in:
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Hollyhill #3
Zur
Verlagsseite:

Alexandra
Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin
liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte
Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt
von einem Cottage in Cornwall. Ihr Debütroman “Zurück nach
Hollyhill” war ein großer, von Publikum und Presse gefeierter
Erfolg.
Deutsch
Gebunden/
16,99€
Seiten:
384
Verlag:
Heyne (fliegt)

Englisch
Deutsches
Original


Ich
mochte es, ABER…das große ABER…
Kurzbeschreibung
Zwei
Mal schon hat Emily mit dem englischen Dorf Hollyhill Abenteuer in
anderen Zeiten erlebt. Doch jetzt ist sie schweren Herzens nach Hause
zurückgekehrt, wild entschlossen, ihre große Liebe Matt zu
vergessen und einfach ein ganz normales Leben zu führen. Ein Leben
mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee. Aber wo steckt die
eigentlich? Sie wird doch nicht …? Doch, Fee ist kurzerhand in den
Flieger gestiegen und hat Hollyhill gefunden. Und noch während sich
Fee in den umwerfend charmanten Cullum verguckt, reist der Ort in die
wilden Zwanzigerjahre. Emily muss hinterher! Denn dort lauert große
Gefahr: Matt ist dabei, eine riesige Dummheit zu begehen. Nicht nur
sein Schicksal, sondern das von ganz Hollyhill steht auf dem Spiel.
Kann Emily das Dorf und den Jungen retten, den sie über alles liebt?

Buchgestaltung
Auch das Cover
vom dritten Band ist wieder richtig gelungen! Es passt zur Reihe und
ich mag die Farben super gerne. Für den Titel gilt dasselbe.
Allerdings ist das ganze Motiv irgendwie etwas „weihnachtlich“,
wie ich finde und das hat doch eher weniger mit dem Inhalt bzw. der
Jahreszeit im Roman zu tun. Das hätte man sogar noch ein bisschen
mehr rausholen können.
Meinung
Ich bin ein
ganz großer Hollyhill Fan und ich mochte die ersten beiden Bände
sogar fast lieber als z.B. die Edelstein Trilogie. Für mich waren
die Romane witzig, charmant und spannend und ich mochte Alexandra
Pilz Schreibstil unheimlich gerne. Viel hat sich daran in Band 3, dem
Abschluss der Reihe, nicht geändert, aber ich habe doch einige
Kritikpunkte anzubringen. Mir hat der dritte Band ganz gut gefallen,
aber „ganz gut“ ist eben nicht wundervoll und lustig und so toll
wie ihre anderen Bücher und das hat auch seine Gründe.
Zunächst
einmal muss ich sagen, dass ich beim Lesen enorm das Gefühl hatte,
dass dieser Band irgendwie…unnötig ist. Zwar war der Abschluss vom
zweiten Teil doch sehr offen und spannend, aber der Plot von „für
immer Hollyhill“ hat echt nicht viel hergegeben. Falls ihr euch
erinnert: Fee taucht am Ende vom letzten Band, kurz nach Emilys
Abreise dort auf und man bleibt mit der Frage zurück, was passieren
wird. Außerdem hofft man auch auf eine Liebesgeschichte zwischen Fee
und Cullum. Irgendwie hatte ich die Erwartung, dass sich Band drei
also ganz viel um die beiden dreht und nebenbei vielleicht noch das
ein oder andere Rätsel um das Zeitreise-Dorf gelöst wird.
Stattdessen ist die Geschichte etwas wirr gewesen. Emily kommt total
schnell wieder, aber Matt ist aus unerfindlichen Gründen
verschwunden. Das Dorf spielt verrückt und nun können auch Leute
einzeln durch die Zeit reisen, während Emily Geister der
Vergangenheit sieht und alle sich Sorgen um Hollyhill und dessen
Magie machen. Als Leser fragt man sich doch immer öfter: musste das
sein?
An sich fand
ich die Idee ganz nett, dass das Dorf verrückt spielt und man durch
die kleinen neuen Rätsel vielleicht einer besonderen Logik auf die
Spur kommt, die das Dorf antreibt oder das ganze Zeitreise-Erbe
angeht – leider nicht. Die Begründungen waren teils sehr vage,
obwohl die Figuren sich dasselbe fragen, wie der Leser. Der Autorin
war also durchaus bewusst, welche neuen Probleme sie hier anreißt,
aber abgeschlossen oder gar zufriedenstellend beendet wurde das neu
angefangen meiner Meinung nach nicht. Dabei geht es jetzt auch gar
nicht groß um ungereimte Stellen, aber ich habe einfach keinen roten
Faden in dem Ganzen erkannt. Alte Konflikte neu zu behandeln…mhh.
Und dann die Sache mit Matt. Matt ist einfach das ganze Buch über
weg und Emily ein Schatten ihrer selbst. Sie handelt und denkt auch
recht wenig wie die Emily, die man in Band 1 und 2 hat kennen und
lieben lernen dürfen.
Die Geschichte
wechselt dieses Mal zwischen den Sichten. Mal ist Emily dran, dann
Fee, hin und wieder auch Matt oder jemand anderes – zumindest hat
sich das alles sehr viel allgemeiner gelesen, als in den Bänden
zuvor. Dadurch habe ich auch den Bezug zu Emily und ihren Gedanken
verloren, was super schade war. Fee war mir einfach nicht so lieb,
wie Emily. Sie ist zwar exzentrisch und hat auch ihre guten Momente,
aber die meiste Zeit klebt sie an Cullum wie ein liebeskrankes
Haustier. Im Ernst. Man hätte die Story zwischen den beiden so
wundervoll über das Buch aufbauen können, doch die Autorin setzt
einen lieber vor vollendete Tatsachen. So, die beiden mögen sich
jetzt – fertig! Dabei gab es schon süße und witzige Szenen
zwischen den beiden, aber ich habe die Gefühle der zwei einfach
nicht verstanden. Besonders Cullum ist doch immer eher der
verschlossene Bad Boy gewesen und nicht jemand, der sich total
schnell öffnet und verliebt. Irgendwie verschenktes Potenzial.
Die Rückkehr
ins Dorf der Zeitreisenden hat mir aber gefallen. Ich fand es schön,
dass man wieder nach Hollyhill konnte, denn das Dorf und seine
Bewohner haben nichts von ihrem Charme einbüßen müssen. Der ganze
Konflikt, den Emily mit sich austrägt fand ich auch sehr gut
umgesetzt. In Hollyhill bleiben, gehen, für Matt da sein, ihre
Großmutter verlassen? Hier habe ich richtig mitgefiebert und wusste
auch nicht, wie Emilys Entscheidung am Ende ausfallen würde. Den
Abschluss fand ich deshalb umso schöner. Die Autorin hat es
wundervoll hinbekommen einen zufrieden zurückzulassen.
Doch so sehr
ich einige Figuren und Hollyhill auch mochte, umso weniger gefiel mir
einfach die Gesamthandlung. Es gab keinen Gegenspieler, keine Action,
nur wirre Fragen und die komische Maschine, die anscheinend alles
bestimmt. Mir hat da einfach das große Ganze gefehlt. Ein plausibler
Grund, wieso passiert, was passiert und so gab es am Ende auch kein
wirkliches Finale. Vieles hat sich gezogen und war sogar – ich
wills gar nicht sagen – langweilig. Ich habe gelesen, dass die
Reihe von Anfang an als Trilogie geplant war, aber so fühlte sich
das überhaupt nicht an. Eher, als würde man noch einmal um des
Zurückkehrens eben zurückkehren.
Natürlich
hatte das Buch auch gute Seiten. Die Ideen der Autorin sind
originell, die Recherche für die vergangenen Zeiten sind sehr
authentisch gewesen. Dank des flüssigen und wortgewandten
Schreibstils flutscht man auch schnell durch die Story und bleibt
nicht irgendwie hängen. Emily ist nach wie vor meine Lieblingsfigur
der Reihe, da konnten die anderen nicht mithalten. Die Autorin kann
schreiben und Figuren konstruieren, nur am Plot hat es gemangelt.

Der
Abschluss der Hollyhill Reihe lässt mich schweren Herzens doch
enttäuscht zurück. Eine etwas wirre Handlung, ohne roten Faden,
viel zu schnell abgehandelte Gefühle und dann noch Matts Abwesenheit
– all das waren Dinge, die mir persönlich nicht gefallen haben.
Zwar ist das Buch noch immer konstant gut und unterhält, aber weit
von einem epischen Finale entfernt. Wenn man sich besser mit ruhigen
Geschichten anfreunden kann, dann gefällt einem der letzte Band der
Reihe sicher besser. Im Vergleich zu den Vorgängern lässt sich aber
nicht leugnen, dass dies der schwächste Teil ist 🙁

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