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[BUCHREZENSION] Hope & Despair – Hoffnungsschatten

Titel:
OT:
Hope & Despair – Hoffnungsschatten
Autor/in:
Carina Mueller
Übersetzer/in:
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
Hope & Despair #1
Zur
Verlagsseite:
Carina Mueller wurde 1984 im schönen Westerwald geboren, wo sie heute immer noch lebt und arbeitet. Neben ihrem Hund und ihren Pferden zählte das Lesen schon immer zu ihren größten Hobbies, woraus sich dann die Idee entwickelte, eigene Romane zu schreiben. Sie selbst liebt Jugendbücher und auch Fantasy-Romane, vor allem die ganz spannenden, weshalb sie auch in diesen Genres schreibt.
Deutsch
Ebook/
3,99€
Taschenbuch/
12,99€
Seiten:
circa 320
Verlag:
Carlsen Impress

Englisch
Deutsches
Original
Spannender Auftakt mit viel Action und wenig Romance! 😀
Kurzbeschreibung
Sie
sind buchstäblich ein Geschenk des Himmels: Zum Dank für die
heimliche Rettung eines schiffbrüchigen Ufos bekam die amerikanische
Regierung einst zwölf übermenschliche Babys geschenkt. Sechs
Mädchen und sechs Jungen – jeweils für die guten und die
schlechten Gefühle der Menschen stehend. Dies ist genau siebzehn
Jahre her und die Babys sind nicht nur groß geworden, sondern wurden
auch voneinander getrennt. Während Hope und die anderen fünf
Mädchen sich als Probas dem Guten im Menschen verpflichten,
verhelfen die männlichen Improbas dem kriminellen Untergrund zu Geld
und Macht. Bis zu dem Tag, an dem die Improbas ihre Gegenspielerinnen
aufspüren und nur Hope entkommen kann. Mit ihrem Gegenpart Despair
dicht auf den Fersen…
Buchgestaltung
Normalerweise
mag ich Cover mit Gesichtern echt gar nicht, aber dieses hier stellt
eine Ausnahme für mich da, denn es gefiel mir schon auf den ersten
Blick sehr gut. Die ganze Idee mit dem Licht/den Schatten ist richtig
cool und der Kontrast sticht einfach ins Auge. Den Titel finde ich
passend gewählt und mir gefällt besonders der Klang bei der
Aussprache sehr gut. Rundum ein echt tolles Cover, das auch super
inhaltlich zur Geschichte passt.
Meinung
Carina Mueller
ist ja vor allem für ihre Moonlit Nights Reihe bekannt, die mit viel
Romantik in ein anderes Genre fällt, als Hope & Despair. Nachdem
ich alles bisher erschiene von der Autorin verschlungen habe, war ich
sehr gespannt auf ihr neues Buch, das schon vom Klappentext her mal
nach etwas ganz anderem klingt. Und genau das ist es auch gewesen.
Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dieser Roman ist sehr
Impress-untypisch – im besten Sinne! Wo das Programm des
Ebook-Labels von Carlsen doch meistens viel Wert auf die
Liebesgeschichte legt, so besticht „Hope & Despair“ durch
Action ohne Ende, teils richtige Schockmomente und einer starken,
unverbrauchten Idee.
Das Konzept
des Buches ist außergewöhnlich und hat mich von der ersten Seite an
gepackt, wie es in letzter Zeit selten ein Roman konnte. Ich möchte
auch gar nicht zu viel sagen, da der Klappentext schon viele Infos
enthält und es so beim Lesen noch mal spannender ist. Das Gegensätze
sich anziehen und abstoßen können ist uns allen ja bewusst, aber
das übertragend auf Figuren zu lesen, fand ich sehr faszinierend.
Das Buch ist meistens aus der Sicht von Hope geschrieben, allerdings
gibt es auch sehr viele Kapitel aus der Sicht von Despair und so
lernt man beide Charaktere sehr gut kennen. Hope war eine
Protagonistin, die mir wahnsinnig sympathisch geworden ist. Sie
symbolisiert die „Hoffnung“, diese ist eine Art „Gabe“,
weshalb die gute Hope auch immer diesen Funken Hoffnung in allen
Situationen in sich trägt. Dabei ist es gar nicht so, dass Hope
immer unrealistisch hoffnungslos ist, sondern es ist ihr durchaus
bewusst, wie sie denkt/handelt und dass ihre „Gabe“ ihr oftmals
Gefühle verschafft, die ihr auch ein Bein stellen können. So gerät
Hope mehr als nur einmal wirklich in Gefahr, doch anstatt durch ihre
Gabe naiv und dumm rüber zu kommen, bezieht sie daraus eine Stärke,
die sie richtig kick-ass macht.
Despair ist
natürlich ihr Gegenpart und bei ihm braucht man schon etwas länger,
bis man hinter diese düstere und gequälte Fassade blicken kann. So
ist man anfangs noch total auf Hopes Seite und hält ihn für einen
„Bösen“, nach und nach wird einem aber offenbart was für krasse
Sachen er durchstehen musste und verfolgt auch gespannt den inneren
Kampf mit, den Despair austrägt – nämlich gegen die
„Verzweiflung“ ankämpfen, die ihn beherrscht und die ihn dazu
zwingen will als Improba immer nur Schlechtes zu sehen.
Was habe ich
dem Moment entgegen gefiebert, als beide aufeinander trafen und ich
wurde nicht enttäuscht. Auf eine sehr realistische Weise nähern
sich die Figuren einander an, hinterfragen ihre Motive und Ansichten
und die Autorin es es gut in Szene gesetzt, wie zwei verschiedene
Parteien, ohne sich gleich um 180 Grad zu drehen, erkennen, dass es
mehr auf der Welt gibt, als nur das Licht oder nur die Dunkelheit.
Dabei steht hier keine Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern der
ganze Konflikt mit den Proba/Improba und der Agenda des „Oberst“,
des bösen Gegenspielers, der alle Fäden in der Hand zu halten
scheint. Und…ohh, das Buch wird an einigen Stellen düster.
Mitternachtsschwarz. Richtig einnehmend und atmosphärisch.
Als Leser
erlebt man viel Hoffnung, aber auch viel Verzweiflung. Es wird brutal
und spannend und Gott, was ich mitgebangt, wenn wir uns wieder in den
Despair Kapiteln befinden und man das Grauen hautnah miterleben muss.
Denn das, was die Improba den Proba teils antun war schon harter
Tobak und nichts für schwache Nerven. Allerdings sollte ich an
dieser Stelle auch anmerken, dass sich trotzdem alles auf
„Jugendbuchlevel“ befindet und gut umgesetzt wurde. Ein Mix aus
Spannung und zermürbenden Andeutungen, der mir oftmals eine
Gänsehaut beschert hat. Richtige Gedanken-Folter xD
Der Plot an
sich hat immer wieder Phasen, in denen er eher ruhiger wird. Die
Autorin hat sich Zeit gelassen, ihre Figuren vorzustellen und ihnen
Raum zu geben, damit der Leser sie kennenlernen kann. Doch schon vom
ersten Kapitel an, setzt sich etwas in Bewegung und folgt man immer
dem Wechsel aus überraschenden Wenden und den Momenten, in denen man
verschnaufen kann. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, dass es
hier so viele „Verschnaufpausen“ gab, in denen man sich mit den
Gefühlen/Gedanken der Charaktere auseinandersetzen konnte. Man kommt
beim Lesen doch oft ins Grübeln, was die „Attribute“ der Aliens
angeht. Was ist falsch? Was ist richtig? Ein bisschen
Gesellschaftskritik findet sich hier auch wieder.
Doch auch,
wenn die Liebesgeschichte nicht vollends die Handlung einnimmt, so
gibt es trotzdem einige Annäherungsmomente, die vieles versprechen
und ich klasse fand. Das Ende des Buches ist etwas offen gehalten und
ich für meinen Teil bin wie ein Flitzebogen gespannt, wie es nun
weitergeht! Für den Folgeband wünsche ich mir noch mehr von Hopes
Schwestern zu sehen, denn da gab es einige interessante Ansätze im
Roman! Auch ein gewisser Improba hat es mir echt angetan (ich sage
jetzt nicht seinen Namen xD) und ich würde mich auf ein Wiedersehen
und seine Hintergrundgeschichte mega freuen!

Hope
& Despair ist der Auftakt einer neuen Trilogie, die mit einer
unverbauchten Idee und viel Spannung aufwartet. Wer mal wieder eine
Fantasygeschichte lesen möchte, die wenig Romantik und mehr
Abwechslung bereithält, der kann hier zugreifen. Die Figuren sind
interessant, sympathisch und mir hat es viel Spaß bereitet ihrem
Abenteuer zu folgen. Es gab einige Schocker und ein Ende, das heiß
auf mehr macht. Klare Leseempfehlung – auch für Leser, die den
sehr Romance-lastigen Impress Büchern bisher eher abgeschworen haben
😛

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