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[BUCHREZENSION] Sommernachtstraum

Titel:
OT:
Sommernachtstraum
Autor/in:
Tanya Lieske
Übersetzer/in:
Genre:
YA Contemporary
Buchreihe:
Einzelband
Zur
Verlagsseite:

Tanya
Lieske ist Journalistin, Autorin und Literaturkritikerin, u.a. für
die »Literarische Welt« und den »WDR«. Seit 2006 moderiert sie im
»Deutschlandfunk« die Sendung »Büchermarkt«. Außerdem
unterrichtet sie Kreatives Schreiben, u.a. im Literaturbüro
Düsseldorf. Tanya Lieske lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf, ein
zweiter Schreibtisch steht in Irland.

Deutsch
Gebunden/
14,99€
Seiten:
336
Verlag:
Fischer KJB


Englisch
Deutsche
Originalausgabe!
Tolles Jugendbuch-Retelling von Sommernachtstraum! 
Kurzbeschreibung
Shakespeares
›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude
stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt
Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die
Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares
Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der
verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu
werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich
durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens
Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand
mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …
Buchgestaltung
Ich finde die
Aufmachung einfach richtig hübsch! Es ist mal wieder etwas anderes,
als diese typischen Gesichter/Figuren auf Covern und das ganze Muster
hat etwas sehr Märchenhaftes und Verträumtes. Der Titel klingt
nicht nur wundervoll, wenn man ihn ausspricht, sondern passt auch
sehr gut, denn bei dem Buch handelt es sich um eine moderne
Nacherzählung Shakespeares.
Meinung
Sommernachtstraum
wollte ich vor allem lesen, weil der Klappentext und die Anlehnung an
Shakespeares „Sommernachtstraum“ mich neugierig gemacht haben.
Das einzige Buch, welches ich von ihm gelesen habe ist „Romeo &
Julia“, aber ich wollte schon eine Weile etwas anderes von ihm
lesen und da Klassiker ja nicht immer ganz so leichte Lektüre sind,
war ich total begeistert davon, dass die Autorin hier eine
„Jugendbuch-Version“ geschrieben hat.
Der Roman
macht es einem nicht ganz leicht, sofort in die Geschichte
hineinzufinden. Zu Beginn gibt es eine Art „Darsteller-Auflistung“,
wie bei einem echten Theaterstück und allgemein wurde die Atmosphäre
eines solchen auch perfekt inszeniert, allerdings bedeutet das auch,
dass hier viele Figuren am Werk sind. Protagonisten, Nebenrollen,
Statisten – das Buch involviert eine Vielzahl an Charakteren, die
man nach und nach erst einmal zuzuordnen lernen muss. Eine Weile
kämpft man schon ein wenig mit den Verbindungen und Beziehungen der
einzelnen Personen. Das ist für mich nicht gleich ein Minuspunkt
gewesen, aber das Buch war dadurch nicht ganz die leichte Lektüre,
die ich mir erhofft hatte. Nach und nach gewöhnt man sich aber daran
und der Schreibstil hilft dabei enorm, denn dieser ist sehr angenehm
gewesen.
In dem Buch
geht es ganz schön chaotisch her und auch die Liebe spielt natürlich
eine Rolle. Ich war so richtig in der Stimmung für dieses Buch und
deshalb hat es mir dann letzten Endes auch genau das gegeben, was ich
wollte. Die Autorin hat hier etwas Neues geschaffen, was mich
wirklich begeistern und fesseln konnte. Im Roman gibt es auch
Fußnoten, die es aussehen lassen, als wäre Shakespeare
höchstpersönlich der Kommentator seines Stücks. Es war auf jeden
Fall mal eine andere Leseerfahrung.
Die Figuren in
Sommernachtstraum waren alle sehr facettenreich und hatten jeder ihre
eigene Story. Es gab ganz viele alltägliche Probleme, aber auch
einige Konflikte, die tiefer gingen, als es den Anschein hatte. Bei
all den vielen Persönlichkeiten ein so gutes Gleichgewicht halten zu
können, fand ich schon bewundernswert. An der ein oder anderen
Stelle geht es doch etwas schnell her, aber insgesamt hat Tanya
Lieske wirklich viel Mühe in ihre Charaktere investiert, damit diese
nicht farblos, sondern interessant wirken.
Das Buch hatte
auch ein wenig die Botschaft: seht nur! Die Probleme, die es damals
schon gab, gibt es heute auch noch – nur in anderen Formen. Ich
fand es sehr interessant, dass hier hin und wieder mal ein bisschen
der „moralische Kompass“ mitgeschwungen ist. Ein Shakespeare
Stück in der modernen Gegenwart war für mich etwas völlig Neues
und so rechne ich der Autorin ihre Kreativität hoch an. Die Story
hat wirklich von allem etwas und wird daher sicher auch
unterschiedliche Geschmäcker treffen können 🙂

Sommernachtstraum
ist ein modernes Shakespeare Stück in unserer Gegenwart! Mit vielen
interessanten Figuren, einer Prise Chaos und einem Haufen Problemen
hat die Autorin ein Jugendbuch geschaffen, das konstant unterhält
und auch viele originelle kleine Einfälle aufweist. Die
Theaterstück-Atmosphäre gefiel mir sehr gut und allgemein war die
Stimmung klasse. Ich wurde jedenfalls sehr positiv überrascht und
mochte es.

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