[Book-Talk] Forbidden Lyrics: Entscheidung der Herzen

Worum geht es in dem Buch? 
Ein musikalisches Dilemma der Gefühle, eine junge Halbitalienerin mitten in London und ein Songtext, der zur Liebe des Lebens führt: Ein packender Liebesroman in der Welt der Electrobeats!
Die Songwriterin Octavia lebt mit ihrem Großvater Diego in einer kleinen Londoner Wohnung. Ihr einziger Wunsch: Mit ihren Texten die Menschen berühren. Überraschend erreicht Castingshow-Gewinner Noah Platz eins der Charts – mit ihrem Songtext! Auf der anschließenden Party gerät ihre Welt ins Wanken. Wie eine Sturmflut aus Beats und Lichtern, platzt DJ Aaron in ihr Leben.
Als wäre das nicht genug, will sich auch der gutaussehende Noah bei ihr bedanken. Umso mehr sich Octavia auf die Dreiecksbeziehung mit dem Bad Boy Aaron und dem witzigen Noah einlässt, umso größer werden ihre Probleme – und das nicht nur in Liebesdingen…
Autor & BookTuber Andreas Dutter:
Bildquelle: http://www.andreasdutter.de/
Meine Meinung zur Story: absoluter Geheimtipp! 
Mir
gefiel schon das Debüt von Andreas Dutter (Olivia Mikula) damals
sehr gut, aber wirklich Erwartungen an Forbidden Lyrics hatte ich
nicht. Ihr müsst wissen, dass ich das Genre „New Adult“ nicht
allzu gerne lesen, aber dieser Roman hat mir genau das gegeben, was
ich mir unter dem Genre immer vorgestellt habe: eine Geschichte über
ältere Figuren, Familie, Freundschaft Liebe und ja – auch Sex.
Allerdings ohne diesen ganzen versexten Müll und Pornoszenen alle 5
Seiten. SO müsste New Adult immer sein. Eben erwachsen und stilvoll
und mit dem Herz am rechten Fleck. Denn wer behauptet diese versexten
Bücher des Genres wären das einzig Wahre…naja, dessen Meinung
teile ich einfach NULL, weil das eben der Grund ist für meine
Abneigung. Es geht ja sonst immer nur um das naive Dummchen und den
hotten Kerl, der sie entjungfert und auf den Pfad des Bösen führt
und sowas *Augen roll* -_-
In
Forbidden Lyrics bekommt man aber eine ECHTE Geschichte, eine mit
Tiefgang, mit Gefühlen, mit Fehlern und mit Träumen. Und ja, das
habe ich sehr am Buch geliebt. Octavia ist Songschreiberin und möchte
damit auch unbedingt Geld verdienen – nichts wünscht sie sich mehr
auf der Welt. Und als einer ihrer Songs ein Nr.1 Hit wird, verändert
sich vieles in ihrem Leben auf positive Weise. Plötzlich steht sie
in der Öffentlichkeit, darf tun was sie liebt und muss nebenbei
ihren eigenen Weg finden, um sie selbst zu bleiben. Octavia war eine
tolle Protagonistin! Sehr schlagfertig und clever und absolut
sympathisch. Ihr Humor hat mich so oft zum Lachen gebracht –
herrlich! Außerdem waren ihre Gedanken und Gefühle sehr
nachvollziehbar und so leidet man in verzwickten Situationen mit ihr
mit, kann sich aber auch über ihre Tollpatschigkeit hin und wieder
amüsieren.
Was
ich wundervoll fand und mich auch persönlich ergriffen hat war ihre
Beziehung zu ihrem Opa. Ihre Eltern sind nämlich verstorben, ebenso
wie ihre Oma und deshalb besteht die kleine Familie nur noch aus den
beiden. Ich habe selber eine Weile bei meiner Oma gelebt und diese
leidet ebenfalls unter Demenz und deshalb habe ich unglaublich viel
vom Buch in meinem eigenen Leben wiedergefunden. Das hat Erinnerungen
hoch gebracht, gute und schlechte, mich aber auch wieder in eine Zeit
zurückgeworfen, in der mir klar geworden ist, wie wichtig Familie
ist. Und diese Botschaft wird hier zu 100% vermittelt. Familie ist
wichtig. Wichtiger als Liebe, vielleicht wichtiger als Freundschaft,
denn deine Familie ist und bleibt eben Familie. Komme, was wolle.

Der
wohl größte Pluspunkt war, dass sich das Buch voll und ganz auf
Octavia konzentriert und nichts durch eine Liebesschnulze verdorben
wird. Versteht mich nicht falsch, es gibt eine Liebesgeschichte,
sogar für wenige Kapitel ein verzwicktes kleines Dreieck, aber
dennoch war Octavia immer der Mittelpunkt des Geschehens. Sie hat
keinen Kerl gebraucht, um ihr Leben zu leben, herauszufinden, was sie
möchte oder sich stark zu fühlen. Liebe war für sie eine Art
Zusatz zu dem, was sie sich eigenständig aufgebaut hat. Das fand ich
wundervoll und GENAU SO müsste das in allen Geschichten sein.
Die
Nebenfiguren gefielen mir auch sehr gut. Alle hatten eine eigene
Persönlichkeit. Octavias Opa war mega amüsant, ihre beste Freundin
Rose hatte ein absolut cooles Hobby und auch der Sänger Noah oder
der DJ Aaron waren alle auf ihre eigene Art und Weise interessante
Menschen. Überhaupt gab es im Buch viele tolle Ideen und Orte und
das hat einfach Spaß gemacht!
Der
Sex. Ja, es gibt ihn im Buch. Allerdings nicht in der 20-Seiten-Porno
Version, sondern an den richtigen Stellen, mit der richtigen Portion
Realismus und außerdem auch noch ein bisschen Humor. Insgesamt gab
es so 3-4 Stellen, die auch relativ spät kommen und schon zur Story
gepasst haben.
Das
Buch wurde nie langweilig, hatte dramatische Stellen, witzige
Dialoge, Streits und Fehler und Einsicht und das Herz einfach am
rechten Fleck. Von der ersten bis zur letzten Seite fühlte ich mich
bestens unterhalten und ich habe auch echt viel mitgenommen. Hier
stimmte einfach die „Lebensmoral“ und das Drumherum. Das Ende war
auch richtig, richtig schön gemacht und besonders im Epilog musste
ich zufrieden seufzen. Dem Lesesog von Forbidden Lyrics entkommt man
jedenfalls nicht so schnell 😀
Mein
einziger Kritikpunkt wäre, dass Aarons „Geheimnis“ am Ende etwas
zu schnell abgehandelt wurde. Ich fand, dass seine Aussage schon echt
schwierig war und man da vielleicht etwas mehr Augenmerk hätte
drauflegen können. Er war mir an manchen Stellen des Buches aber eh
etwas zuwider mit seinem doofen Player-Verhalten Octavia gegenüber,
aber naja xD
Fazit: wundervoller Roman über Familie und die Liebe! 

2 Kommentare

  1. Hallo Tanja,

    das klingt ja mal nach einem super Buch. Ist das ein Teil einer Reihe? Nicht, dass ich mich auf einmal in Band 2 einlese (ja das passiert mir öfters).
    Super Rezension und ich denke, dass es auch bald bei mir einziehen müsste.

    Liebste Grüße und einen schönen Sonntag,

    Sara ♥

    1. Hey Sara 🙂 Das Buch ist ein Einzelband, also läuft man keine Gefahr irgendwas nicht zu verstehen. Ist bei all den Reihen auch wieder erfrischend, finde ich 😀 LG, Tanja

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