[BUCHREZENSION] WARP – Die Katzenhexe

Titel:
Die Katzenhexe
OT:
The Forever Man
Autor/in:
Eoin Colfer
Übersetzer/in:
Claudia Feldmann
Genre:
YA Fantasy
Buchreihe:
WARP #3 (Finale)
Zur
Verlagsseite:
Eoin
Colfer wurde in Wexford an der irischen Südostküste geboren. Nach
einem Lehramtsstudium in Dublin und einigen Jahren in Saudi-Arabien,
Tunesien und Italien kehrte er nach Wexford zurück, wo seine Bücher
über den Meisterdieb Artemis Fowl entstanden. Den Beruf des Lehrers
hat er an den Nagel gehängt, denn er hat sich vorgenommen, so lange
zu schreiben, bis ihm die Ideen ausgehen oder die Leute aufhören zu
lesen.
Deutsch
Gebunden/
17,95€
Seiten:
336
Verlag:
Loewe

Englisch
Gebunden/
15,99€
Taschenbuch/
8,99€
Seiten:
320
Verlag:
Puffin

Guter Abschluss für eine spannende Reihe! 
Kurzbeschreibung
Das
grandiose Finale von Eoin Colfers Zeitreise-Trilogie WARP. Der
Bestsellerautor mixt die Genres: Dystopie, Agententhriller,
historischers Abenteuer und Satire. Ein wunderbares Lesevergnügen
voller Fantasie und krachender Ironie vom Autor der Artemis
Fowl-Bücher.

Ein
Zeugenschutzprogramm in der Vergangenheit. Dafür wurde WARP vom FBI
ursprünglich entwickelt. Aber durch einen Riss im Zeittunnel sind
einige der WARP-Agenten im Jahr 1647 gestrandet. Prompt werden sie
von der überraschten Bevölkerung für Hexen gehalten und gnadenlos
verfolgt. Auch FBI-Junior-Agentin Chevie Savano und ihr Freund Riley
landen in diesem dunklen Zeitalter und treffen auf einen alten
Widersacher: Quantenzauberer Albert Garrick, in dieser Epoche der
erfolgreichste Hexenjäger von allen. Jetzt hat Garrick nur noch ein
Ziel: Rache an seinem ehemaligen Lehrling Riley und dessen Gefährtin
Chevie, der Katzenhexe!

Buchgestaltung
Wie auch bei
den Vorgängern gefällt mir der Illustrations-Stil des Covers sehr
gut. Es zeigt Einzelheiten passend zum Buch und das finde ich toll!
Außerdem ist der Titel super auf den Inhalt abgestimmt und ich finde
die Aufmachung sowieso klasse – auch der Buchrücken und die
Rückseite haben mit den „Symbolen“ Zeitreise-Feeling. Das
Originalcover sieht mir persönlich leider wieder etwas zu sehr nach
Photoshop-Bearbeitung aus mit den grellen Farben. Dafür passt das
Motiv und der Titel aber auch recht gut.
Meinung
Endlich ist er
da – der finale Teil der WARP Reihe! Auf dieses Buch habe ich mich
sehr lange gefreut und es auch sofort verschlungen, als es ankam. Für
mich waren die Bücher kleine Überraschungs-Hits, die vor allem
durch sympathische Figuren und die Mischung aus historischen Dingen
und Fantasy Elementen super funktioniert haben. Chevie und Riley sind
mir während ihrer Abenteuer mega ans Herz gewachsen und ich war
traurig, als es zu Ende ging. Hat der Autor es geschafft ihrer Story
einen würdigen Abschluss zu verpassen? Ja, das steht so was von
fest! Das Buch war wirklich spannend!
Unsere beiden
Helden landen zusammen mit ihrem ehemaligen Feind Garrick im 16
Jahrhundert und stehen gleich vor einem Problem: dort ist die Zeit
der Hexenverfolgung und anderer Dinge noch voll im Gange … hier
kommt man auch ganz gut zum Titel zurück, denn Chevie hat durch eine
Mutation plötzlich Katzenaugen und wird vor Ort von allen für eine
böse Hexe gehalten – nicht sehr förderlich für Missionen und die
erneute Rettung der Welt. Garrick stellt sich dieses Mal jedoch als
ausgezeichneter Verbündeter heraus, denn er war bereits einmal in
1647 gefangen und dort fürchtet man ihn als einen bekannten
Hexenjäger … das ist natürlich ein Vorteil. In diesem letzten
Band wurde vieles Offene fortgeführt, aber auch ein wenig ein neuer
Weg eingeschlagen.
Ich muss
sagen, dass ich zu Beginn doch ein paar Startschwierigkeiten hatte
und es ein paar Kapitelchen dauerte, bis ich wieder zur Haupthandlung
zurückfand. Eoin Colfer ist eben ein Autor, der seine Leser gerne
mitten ins Geschehen wirft und nach und nach auflöst, vor welche
Rätsel er uns stellt. Das mochte ich an den ersten beiden Teilen
wahnsinnig gerne und hier war das auch so. Ein bisschen mehr
Gedächtnisstütze hätte aber nicht geschadet. Viele Ereignisse
geschehen in rascher Abfolge, überschlagen sich förmlich und so
hält man als Leser oftmals den Atem an, wenn man zusammen mit Riley
dessen Bruder finden will und schwupp-di-wupp durch die Zeit reist.
Wie auch zuvor
waren Riley und Chevie mir sympathisch, es war als würde ich alte
Freunde wieder treffen. Der Autor ist seinen Figuren treu geblieben
und dennoch haben sie auch hier wieder eine Entwicklung durchgemacht.
Chevie, die mit ihrem Sturkopf kämpft und nicht mehr ganz so
impulsiv ist, wie zu Beginn ist eine talentierte junge WARP-Agentin
geworden und weiß sich zu helfen auch, wenn sie hier wieder einiges
durchstehen muss. Aus dem kleinen hilflosen Jungen, den wir im ersten
Band getroffen haben ist ein starker junger Mann geworden, der mit
Chevie die perfekte Einheit bildet. Die Beziehung der beiden gefiel
mir in diesem Band mit am besten. Da steckte so viel Freundschaft und
Gefühl hinter und man hat einfach verstanden, wieso die beiden so
verdammt gute Partner im Kampf gegen das Böse abgeben!
Der
romantische Anteil der Story war so ein klein wenig …mhh,
wankelmütig? Ich bin mir nicht zu 100% sicher, ob ich es so sehr
mochte, was da passierte.
Und das Böse
ist wirklich…böse in diesem Roman. Schon in den Vorgängern war
die Steigerung nicht zu übersehen und ich hatte so meine Zweifeln,
wie am Ende alle Fäden nun zusammenfinden – und vor allem aufgelöst
werden sollten. Aber Eoin Colfer hat es geschafft. Mit viel
Strategie, Theorien, Irrungen und Wirrungen und actionreichen Kämpfen
ging es auf ein Ende zu, das mich überzeugen konnte. Zeitlich hatte
ich Sorge, dass es nicht zufriedenstellend enden würde, aber auch
das machte die Spannung des Buches unweigerlich aus. Der Autor hat
mich zumindest ein paar Mal an der Nase herumgeführt.
An der ein
oder anderen Stelle hätte ich mir gewünscht, dass die Antagonisten
noch mehr ausgearbeitet worden wären, aber trotzdem hat es gepasst,
sodass ich daran nicht wirklich große Kritik äußern möchte.
Vieles was im Buch zuerst als Zufall erscheint, stellt sich hinterher
als roter Faden in der Gesamthandlung dar und deshalb gab es genug
überraschende Wenden, um so etwas auszubügeln. Die Bedeutung eines
Happy Ends kann es auf viele Weisen geben und hier war die Lösung
richtig gut umgesetzt – passend zu dieser spannenden
Zeitreisegeschichte mit den innovativen Ideen und gut ausgearbeiteten
Figuren hat der Autor seinen eigenen Weg gefunden.

Die
WARP-Reihe ist eine spannende Zeitreise-Geschichte, die neue Wege
einschlägt und mit ihrem großartigem Konzept überzeugen kann. Mir
haben tatsächlich alle drei Bände fast gleich gut gefallen und das
heißt schon was 😀 Ich empfehle die Abenteuer von Chevie und Riley
jedenfalls gerne weiter! 

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Doofes Pflichtfeld (sorry, muss sein!)

*

Ich bin einverstanden!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.